
Begriff und Gegenstand
Eine historische und systematische Studie zur Entwicklung von Gottlob Freges Denken- Autor:innen:
- Reihe:
- Philosophische Abhandlungen, Band 98
- Verlag:
- 2009
Zusammenfassung
Diese Arbeit stellt Freges Denken in seiner Entwicklung von den Anfängen bis zum Auftreten des Widerspruch dar. Ausführlich behandelt sind die Begriffsschrift, die Erläuterungsschriften dazu, die Grundlagen der Arithmetik sowie die Texte im Übergang zu den Grundgesetzen der Arithmetik, ein- schließlich der klassischen Aufsätze Funktion und Begriff, Über Sinn und Bedeutung und Über Begriff und Gegenstand. Die Texte werden nach Chronologie und Stellung zueinander präzise aufgeschlüsselt; auch die zeitgenössischen Rezensionen und Freges wissenschaftliches Umfeld werden berücksichtigt. Freges Werk wird dadurch in seiner beeindruckenden Zielstrebigkeit, Geschlossenheit und Tiefe sichtbar. Sein Zentrum ist die radikale Neufassung der Logik, ausgehend von der Grundunterscheidung von Begriff und Gegenstand, die zunächst eher unauffällig über die Zerfällung des Urteils in Funktion und Argument eingeführt und mit f(a) notiert wird. Zusammen mit der Einführung einer (Quantoren-)Notation, um die Allgemeinheit der Einsetzungen auf beiden Positionen einzuschränken, übertrifft Freges Logik die traditionelle, alle zeitgenössischen und etliche spätere an Präzision und Ausdruckskraft. Eben die grundsätzliche Trennung von Begriff und Gegenstand erweist sich aber für sein wissenschaftliches Hauptanliegen, die Ableitung der Arithmetik aus der Logik, als schwerwiegendes, letztlich nicht zu überwindendes Hindernis. Es gelingt ihm nicht, die Zahlen als „logische Gegenstände“ überzeugend einzuführen, und so zeigt er wider Willen die wesentliche Verschiedenheit von Logik und Arithmetik auf.
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Bibliographische Angaben
- Auflage
- 1/2009
- Copyrightjahr
- 2009
- ISBN-Print
- 978-3-465-03638-8
- ISBN-Online
- 978-3-465-13638-5
- Verlag
- Klostermann, Frankfurt am Main
- Reihe
- Philosophische Abhandlungen
- Band
- 98
- Sprache
- Deutsch
- Seiten
- 404
- Produkttyp
- Monographie
Inhaltsverzeichnis
- Titelei/Inhaltsverzeichnis Kein Zugriff Seiten 1 - 12
- 0.1 Der Aufbau der Arbeit Kein Zugriff
- 0.2.1 Frege als Zeitgenosse und Sprachphilosoph Kein Zugriff
- 0.2.2 Frege als Theoretiker und Mathematiker des 19. Jahrhunderts Kein Zugriff
- 0.2.3 Frege als Erkenntnistheoretiker und Neukantianer Kein Zugriff
- 0.2.4 Frege als Proto-Wittgenstein Kein Zugriff
- 0.2.5 Frege als reiner Logiker Kein Zugriff
- 0.2.6 Frege in seinen Texten Kein Zugriff
- 0.2.7 Frege als Universitätsdozent in Jena Kein Zugriff
- 0.2.8 Fazit Kein Zugriff
- 1.1 Die Dissertation Kein Zugriff
- 1.2 Die Habilitationsschrift Kein Zugriff
- 1.3 Die Habilitationsthesen Kein Zugriff
- 1.4 Die frühen Rezensionen Kein Zugriff
- 2.1.1 Die Zielsetzung der „Begriffsschrift“ Kein Zugriff
- 2.1.2 Eine vollständig formalisierte Symbolschrift Kein Zugriff
- 2.1.3. Die Einheit des Begriffsschriftsatzes Kein Zugriff
- 2.1.4 Einfache und komplizierte Fälle Kein Zugriff
- 2.1.5 Exakter und differenzierter Buchstabengebrauch Kein Zugriff
- 2.1.6 „Ein Ganzes von Zeichen“ Kein Zugriff
- 2.1.7 Das System der Verknüpfungszeichen: Die Bedingtheit Kein Zugriff
- 2.1.8 Funktion und Argument, Begriff und Gegenstand: Allgemeinheit Kein Zugriff
- 2.1.9 Partikuläre und Existentialurteile Kein Zugriff
- 2.1.10 Urteil und beurteilbarer Inhalt – begrifflicher Inhalt Kein Zugriff
- 2.1.11 Einfachheit und Eindeutigkeit der Zeichenbedeutung Kein Zugriff
- 2.1.12 Gleichungen Kein Zugriff
- 2.1.13 Analytisch oder synthetisch Kein Zugriff
- 2.1.14 Logik, Arithmetik und Naturwissenschaft: ursächliche Verbindung Kein Zugriff
- 2.1.15 Die Natur von Logik und Arithmetik Kein Zugriff
- 2.1.16 Vom „Sein“ Kein Zugriff
- 2.1.17 Frege und die traditionelle Logik Kein Zugriff
- 2.2.1 Zur Vorgeschichte der „Begriffsschrift“ und zum Titel Kein Zugriff
- 2.2.2 Das Vorwort Kein Zugriff
- 2.2.3 Bacon als Vorbild Kein Zugriff
- 2.2.4 „Buchstaben und andere Zeichen“ und „Das Urteil“ (§ 1 – 4) Kein Zugriff
- 2.2.5 Die „Unterscheidungen in Bezug auf Urteile“ (§ 4) Kein Zugriff
- 2.2.6 „Bedingtheit“, „Verneinung“ und „Inhaltsgleichheit“ (§ 5 – 8) Kein Zugriff
- 2.2.7 „Die Funktion“ (§ 9 und 10) Kein Zugriff
- 2.2.8 „Die Allgemeinheit“ (§ 11 und 12) Kein Zugriff
- 2.2.9 Die „Tafel der logischen Gegensätze“ (§ 12) Kein Zugriff
- 2.2.10 Der zweite und dritte Abschnitt Kein Zugriff
- 2.3 „Anwendungen der Begriffsschrift“ Kein Zugriff
- 2.4.1 Die Rezensionen: Laßwitz, Venn, Hoppe, Tannery, Michaelis und Rabus Kein Zugriff
- 2.4.2 Schröders Rezension Kein Zugriff
- 2.4.3 Die Kritik Schlötels Kein Zugriff
- 2.4.4 Ein Nachtrag: Marty Kein Zugriff
- 2.5.1 Exkurs: Schröders Zeichen Kein Zugriff
- 2.5.2 Die typographische Verbesserung der Begriffsschrift Kein Zugriff
- 3.1.1 Frege und Boole Kein Zugriff
- 3.1.2 Freges Quellen zur Logik Kein Zugriff
- 3.1.3 „Booles rechnende Logik und die Begriffsschrift“ Kein Zugriff
- 3.1.4 „Booles logische Formelsprache und meine Begriffsschrift“ Kein Zugriff
- 3.1.5 „Über den Zweck der Begriffsschrift“ Kein Zugriff
- 3.1.6 „Über die wissenschaftliche Berechtigung einer Begriffsschrift“ Kein Zugriff
- 3.2 Frege in Jena Kein Zugriff
- 3.3.1 „17 Kernsätze zur Logik“ – Frege zu Lotze, Sigwart und Wundt Kein Zugriff
- 3.3.2 „Dialog mit Pünjer über Existenz“ Kein Zugriff
- 3.3.3 Der Brief an Stumpf Kein Zugriff
- 3.3.4 „Logik“ (1882) Kein Zugriff
- 3.3.5 „Über den Briefwechsel Leibnizens und Huygens mit Papin“ Kein Zugriff
- 4.1 Die Anknüpfung an die „Begriffsschrift“ Kein Zugriff
- 4.2 Die „Grundlagen“ lesen Kein Zugriff
- 4.3.1 Die Kritik am Psychologismus und die drei Grundsätze Kein Zugriff
- 4.4.1 Der Anfang der „Grundlagen“ Kein Zugriff
- 4.4.2 Der Text Kein Zugriff
- 4.4.3 Der Schluß der „Grundlagen“ Kein Zugriff
- 4.5.1 Zahlen vor den „Grundlagen“ Kein Zugriff
- 4.5.2 Zahlen, Gleichungen und Wiedererkennungsurteile Kein Zugriff
- 4.5.3 Die drei Thesen (Fortsetzung) Kein Zugriff
- 4.6.1 Leibniz Kein Zugriff
- 4.6.2 Kant Kein Zugriff
- 4.6.3 Mill Kein Zugriff
- 4.6.4 Herbart Kein Zugriff
- 4.6.5 Cantor Kein Zugriff
- 4.6.6 Schröder Kein Zugriff
- 4.6.7 Weierstraß Kein Zugriff
- 4.7 Die Rezensionen der „Grundlagen“ Kein Zugriff
- 4.7 Die Rezensionen der „Grundlagen“ Kein Zugriff
- 4.8.1 „Über formale Theorien der Arithmetik“ Kein Zugriff
- 4.8.2 Die Cohen-Rezension Kein Zugriff
- 5.1.1 Die Weiterentwicklung der Begriffsschrift Kein Zugriff
- 5.2.1 Die Polemik gegen Biermann Kein Zugriff
- 5.2.2 Der Kerry-Entwurf Kein Zugriff
- 5.2.3 Der Gedankengang Kein Zugriff
- 5.2.4 Begriff, Gegenstand und Begriffsumfang Kein Zugriff
- 5.2.5 Eine Anmerkung aus den „Grundlagen“ Kein Zugriff
- 5.2.6 „Über Begriff und Gegenstand“ Kein Zugriff
- 5.2.7 Das Kerry-Paradox in der Literatur Kein Zugriff
- 5.3.1 Schröders Impuls Kein Zugriff
- 5.3.2 Schröder über Sinn und Bedeutung Kein Zugriff
- 5.3.3 Zur Interpretation der Unterscheidung von Sinn und Bedeutung Kein Zugriff
- 5.3.4 Die Motivation für die Unterscheidung von Sinn und Bedeutung Kein Zugriff
- 5.4.1 Vorbereitungen für die „Grundgesetze“ Kein Zugriff
- 5.4.2 Die Termini „Wertverlauf“ und „Wahrheitswert“ Kein Zugriff
- 5.4.3 Die Publikationsweise der Texte Kein Zugriff
- 5.4.4 Die „Grundgesetze der Arithmetik“ und der Widerspruch Kein Zugriff
- 5.4.5 Reaktionen auf den Widerspruch Kein Zugriff
- 5.5.1 „Ausführungen über Sinn und Bedeutung“ Kein Zugriff
- 5.5.2 Die Cantor-Rezension Kein Zugriff
- 5.5.3 „Kritische Beleuchtung einiger Punkte in E. Schröders Vorlesungen über die Algebra der Logik“ Kein Zugriff
- Schlötels Rezension der Begriffsschrift Kein Zugriff
- Zeittafel 1885–1895 Kein Zugriff
- Zur Zitierweise und verwendete Abkürzungen Kein Zugriff
- Literaturverzeichnis Kein Zugriff
- Personenregister Kein Zugriff Seiten 397 - 400
- Sachregister Kein Zugriff Seiten 401 - 404




