
Handlung bei Schelling
Zur Handlungstheorie, Zeit- und Religionsphilosophie des späten Schelling- Autor:innen:
- Reihe:
- Philosophische Abhandlungen, Band 117
- Verlag:
- 2019
Zusammenfassung
Im Gang der Entwicklung seines Denkens betont Schelling zunehmend, dass die letzten Prinzipien der Philosophie praktische seien: das Ich formal als Tat in der Frühphilosophie, die Schöpfung als strukturell reich entfaltete Handlung in der Spätphilosophie. Unklar blieb dabei allerdings, worin die Praktizität dieser Prinzipien genau bestehe: welches Konzept von Handlung Schelling gebraucht und auf welche Art es in das Gesamte seines Systems eingeht. Dies im Hinblick auf die mittlere und späte Philosophie zu untersuchen, ist Ziel dieser Studie. Dabei wird ausgehend von der Potenzenlehre zunächst der Geist als praktisches Bewusstsein rekonstruiert und dann die Schöpfung als ontotheologische Ursprungshandlung mit der geschichtlichen Welt als Raum menschlichen Handelns systematisch entfaltet. Freiheit, Voraussicht, Zielgerichtetheit, Absichtlichkeit und Zukünftigkeit erweisen sich hier als die zentralen praktischen Attribute menschlichen wie göttlichen Tuns. Deren Verbindung wird im religiösen Bewusstsein des Menschen manifest und im Verhältnis von Zeit und Ewigkeit metaphysisch realisiert. In Schellings positiver Philosophie zeigt sich zuletzt, dass der geschichtliche Weltprozess überhaupt nur aus diesen praktischen Momenten verständlich werden kann.
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Bibliographische Angaben
- Copyrightjahr
- 2019
- ISBN-Print
- 978-3-465-04393-5
- ISBN-Online
- 978-3-465-14393-2
- Verlag
- Klostermann, Frankfurt am Main
- Reihe
- Philosophische Abhandlungen
- Band
- 117
- Sprache
- Deutsch
- Seiten
- 390
- Produkttyp
- Monographie
Inhaltsverzeichnis
- Titelei/Inhaltsverzeichnis Kein Zugriff Seiten 1 - 10
- Einleitung Kein Zugriff Seiten 11 - 24
- I. Werkentwicklung vom selbstsetzenden Ich zum Geist als Potenzengefüge Kein Zugriff
- 1) Die Potenzen als Ermöglichungsbedingungen des Seins Kein Zugriff
- 2) Die Potenzen als Geist Kein Zugriff
- 1) Erste Potenz: der hinausdrängende Eigenwille Kein Zugriff
- 2) Zweite Potenz: der zurückhaltende Universalwille Kein Zugriff
- 3) Dritte Potenz: das Wollen, das sich hat Kein Zugriff
- 1) Handeln als Veräußern des Willens Kein Zugriff
- 2) Die Stufen der Willenssteigerung Kein Zugriff
- V. Die Einheit der zwei Aspekte des praktischen Bewusstseins. Ein Ausblick auf die weitere Untersuchung Kein Zugriff
- 1) Sicht und Möglichkeit Kein Zugriff
- 2) Selbstwissen und Absichtlichkeit Kein Zugriff
- 3) Handlungsmittel: die Spannung der Potenzen Kein Zugriff
- 4) Beweggründe (Motive) Kein Zugriff
- 5) Ziele Kein Zugriff
- 1) Die freie Persönlichkeit Gottes Kein Zugriff
- 2) Die Verbindung von Freiheit und Notwendigkeit Kein Zugriff
- 3) Drei falsche Freiheitsmomente Kein Zugriff
- 4) Der entschiedene Gott und die ihm entsprechende Welt Kein Zugriff
- 1) Gott ist frei, die Schöpfung zurückzuhalten Kein Zugriff
- 2) Die Positivität der Freiheit Gottes Kein Zugriff
- 3) Teleologie der Freiheit Kein Zugriff
- 4) Die Verstellung Gottes Kein Zugriff
- 5) Die Selbstgestaltung Gottes Kein Zugriff
- 6) Resümee Kein Zugriff
- 1) Schelling und die traditionelle Zeitphilosophie Kein Zugriff
- 2) Die Entwicklung der Ewigkeitsproblematik bei Schelling Kein Zugriff
- 3) Die doppelte Ewigkeit Kein Zugriff
- 4) Das Problem des Anfangs Kein Zugriff
- 5) Die creatio perpetua Kein Zugriff
- 6) Periodisierung und Geschichtlichkeit: die Weltalter-Folge Kein Zugriff
- 7) Die Zukunftsrichtung der praktischen Zeit Kein Zugriff
- 8) Schellings zeitphilosophische Interpretation des Namens Gottes nach Ex 3, 14 Kein Zugriff
- I. Ebenbildlichkeit und Interpersonalität Kein Zugriff
- II. Das prähumane religiöse Urbewusstsein Kein Zugriff
- 1) Der prälapsarische Urmensch Kein Zugriff
- 2) Der Sündenfall Kein Zugriff
- 1) Die ahistorische Perspektive Kein Zugriff
- 2) Die historische Perspektive Kein Zugriff
- V. Zusammenfassung Kein Zugriff
- 1) Der reale und lebendige Begriff der Freiheit Kein Zugriff
- 2) Der formelle Begriff der Freiheit Kein Zugriff
- 3) Die Ablehnung der Wahlfreiheit Kein Zugriff
- 4) Wesen und Charakter. Eine Zwei-Ebenen-Unterscheidungder Freiheit Kein Zugriff
- II. Die Freiheit der ursprünglichen Tat Kein Zugriff
- III. Ursprüngliche Tat und menschliche Handlung innerhalb der Zwei-Ebenen-Unterscheidung Kein Zugriff
- IV. Eine Perspektive in die Spätphilosophie Kein Zugriff
- 1) Akteurskausalität Kein Zugriff
- 2) Handeln als Nach-außen-Treten Kein Zugriff
- 3) Zwecke Kein Zugriff
- 4) Ziele als ideale Finalursachen Kein Zugriff
- 5) Gegen die kausalistische Handlungsauffassung. Zur Verortung der Handlungstheorie Schellings Kein Zugriff
- i) Schellings Verhältnis zur Ethik Kants Kein Zugriff
- ii) Eine Ethik des Sein-Sollens? Kein Zugriff
- iii) Die Unterordnung des Ethischen unter das Religiöse in der Spätphilosophie Kein Zugriff
- 1) Die positive Philosophie als Philosophie des Wirklich-Existierenden Kein Zugriff
- 2) Die positive Philosophie der freien Tat Kein Zugriff
- 1) Die Verzögerung des Weltprozesses Kein Zugriff
- 2) Die Vorsehung und die Frage nach dem Akteur in der Geschichte Kein Zugriff
- 1) Die organische Fügung der geschichtlichen Philosophie Kein Zugriff
- 2) Praktische Zeit und positive Philosophie Kein Zugriff
- 3) Die praktische Bewegung der positiven Philosophie Kein Zugriff
- Bibliographie Kein Zugriff Seiten 363 - 380
- Personenregister Kein Zugriff Seiten 381 - 384
- Sachregister Kein Zugriff Seiten 385 - 390




