Der Staat des Neoliberalismus
- Herausgeber:innen:
- Reihe:
- Staatsverständnisse, Band 92
- Verlag:
- 2016
Zusammenfassung
Neoliberalismus und Staat sind ziemlich beste Feinde, denn obwohl immer wieder behauptet wird, das neoliberale Vorstellungsvermögen bezüglich des Staates erschöpfe sich in der Forderung nach dessen Radikalrückbau, zeigt ein Blick auf die Theoretiker des Neoliberalismus, dass sie bei aller grundsätzlichen Staatskritik weitaus differenziertere Vorstellungen zu dessen Umstrukturierung sowie den Möglichkeiten und Grenzen seines legitimen Handelns vertreten. Für Denker wie Friedrich August Hayek oder die deutschen Ordoliberalen ist der Staat ein ständiger Gefahrenherd, doch ohne ihn kann eine neoliberale Marktgesellschaft weder geschaffen werden noch bestehen bleiben.
Und auch in der Praxis des ‚real existierenden Neoliberalismus‘ ist die Transformation von Staatlichkeit, die nicht zuletzt von gewählten und nicht gewählten staatlichen Akteuren vorangetrieben wird, nur unzureichend als Rückzug und Abbau charakterisiert. Vielmehr handelt es sich um einen vielschichtigen Umbau des Staates im Zeichen von New Public Management, Standortwettbewerb und permanenter Austerität – und dies gilt nicht nur für die nationalstaatliche, sondern auch für die substaatliche und supranationale Ebene. Märkte mögen im Zentrum des Neoliberalismus stehen, doch für eine kritische Analyse neoliberaler Theorie und Praxis bezeichnet der Staat den neuralgischen Punkt. Der Sammelband soll einen Beitrag zu einer solchen Analyse leisten.
<b>Mit Beiträgen von:</b>
Mark Bevir, Bob Jessop, Kim McKee, Jamie Peck, Raymond Plant, Ralf Ptak, Birgit Sauer, Loïc Wacquant, Jens Wissel und Reinhard Zintl.
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Bibliographische Angaben
- Copyrightjahr
- 2016
- ISBN-Print
- 978-3-8487-3256-2
- ISBN-Online
- 978-3-8452-7604-5
- Verlag
- Nomos, Baden-Baden
- Reihe
- Staatsverständnisse
- Band
- 92
- Sprache
- Deutsch
- Seiten
- 285
- Produkttyp
- Sammelband
Inhaltsverzeichnis
- Titelei/Inhaltsverzeichnis Kein Zugriff Seiten 1 - 8
- Einleitung: Neoliberalismus und Staat – ziemlich beste Feinde Kein Zugriff Seiten 9 - 28 Thomas Biebricher
- Das Staatsverständnis im Ordoliberalismus. Eine theoriegeschichtliche Analyse mit aktuellem Ausblick Kein Zugriff Seiten 29 - 74 Ralf Ptak
- Friedrich August von Hayek: Der (neo-)liberale Staat und das Ideal des Rechtsstaats Kein Zugriff Seiten 75 - 98 Raymond Plant
- James Buchanan: Liberaler Gesellschaftsvertrag und freiheitliche Kultur Kein Zugriff Seiten 99 - 120 Reinhard Zintl
- Neoliberalismen, kritische politische Ökonomie und neoliberale Staaten Kein Zugriff Seiten 121 - 152 Bob Jessop
- Neoliberalisierung von Staatlichkeit. Geschlechterkritische Überlegungen Kein Zugriff Seiten 153 - 182 Birgit Sauer
- Der neoliberale Leviathan. Eine historische Anthropologie des gegenwärtigen Gesellschaftsregimes Kein Zugriff Seiten 183 - 206 Loïc Wacquant
- Governance jenseits des Neoliberalismus in Großbritannien Kein Zugriff Seiten 207 - 236 Mark Bevir, Kim McKee
- Pushing Austerity: Staatsversagen, bankrotte Kommunen und die Krisen des fiskalischen Föderalismus in den Vereinigten Staaten Kein Zugriff Seiten 237 - 262 Jamie Peck
- Autoritärer Wettbewerbsetatismus. Dynamiken der ‚marktkonformen Demokratie’ in Europa Kein Zugriff Seiten 263 - 284 Jens Wissel
- Die Autoren Kein Zugriff Seiten 285 - 285





