
Russische Religionsphilosophie im 20. Jahrhundert: Simon L. Frank
Das Gottmenschliche des Menschen- Autor:innen:
- Verlag:
- 2014
Zusammenfassung
Simon L. Frank (1877-1950) ist nach dem Urteil des Philosophiehistorikers und Theologen W. W. Senkowski „der größte russische Philosoph überhaupt”. Frank hatte um die Jahrhundertwende Vorlesungen Georg Simmels in Berlin gehört und sich mit der Philosophie des Neukantianismus, mit Fichtes Idealismus, mit Schleiermacher, Spinoza und dem Pragmatismus auseinandergesetzt. Er rezipierte die Phänomenologie Husserls und den Personalismus. Als seinen „in gewissem Sinne einzigen Lehrer der Philosophie” aber bezeichnete er Nikolaus von Kues. Peter Ehlen geht den Einflüssen nach, die Frank verarbeitet hat. Er zeigt, wie Frank ausgehend von der personalistischen Phänomenologie eine Seinslehre begründet, in der die Problematik von Transzendenz und Immanenz im Sinne der subtilen Cusanischen Lehre der coincidentia oppositorum gelöst wird. Die Welt wird als Symbol der unergründlichen göttlichen Realität, der Mensch wird als „Gottmensch” begriffen. Der Begriff der „religiösen Erfahrung” findet durch Frank eine tragfähige Begründung. Ehlen zeigt, dass Franks Gedanken der gegenwärtigen Religionsphilosophie fruchtbare Impulse geben können.
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Bibliographische Angaben
- Copyrightjahr
- 2014
- ISBN-Print
- 978-3-495-48336-7
- ISBN-Online
- 978-3-495-86031-1
- Verlag
- Karl Alber, Baden-Baden
- Sprache
- Deutsch
- Seiten
- 352
- Produkttyp
- Monographie
Inhaltsverzeichnis
- Titelei/InhaltsverzeichnisSeiten 1 - 4 Download Kapitel (PDF)
- InhaltsverzeichnisSeiten 5 - 14 Download Kapitel (PDF)
- I. LebensetappenSeiten 15 - 20 Download Kapitel (PDF)
- 1. Humanistischer Individualismus
- 2. Philosophie ist Lebensverstehen
- 3. Zeitgenössische Einflüsse
- 4. J. W. Goethes Intuition der Ganzheitlichkeit
- 5. Die personalistische Ontologie Wilhelm Sterns
- 6. Das Programm des »religiösen Humanismus«
- 7. Religiosität und »pantheistische Liebe
- 8. Der Optimismus der Vernunft
- 9. Die Selbstevidenz des Erlebens: W. James und F. Schleiermacher
- 10. Das ganzheitliche Begreifen des Wirklichen
- 11. Spinoza und die Zurückweisung des Monismus und Pantheismus
- 12. Das sittliche Ideal: Einheit des Unbedingten und Bedingten
- 1. Die »Anwesenheit« des Seins
- 2. Das Sein ist metalogische Fülle. Die Unangemessenheit begrifflicher Sprache
- 3. Das Sein ist eines. Es ist unbestimmbar und undenkbar
- 4. Das Sein ist schöpferisches Können
- 5. Das Sein ist Leben und Geist
- 1. Die All-Einheit der menschlichen Seele
- 2. Die sich durch sich selbst erschließende Realität
- 3. Das unmittelbare Selbstsein ist transzendierendes geistiges Leben
- 4. Das Grenzenlose in der Weise des Begrenzten
- 5. Das Ganze im Einzelnen und das Einzelne in jedem anderen
- 6. Die Realität – ein »offenbar Geheimnis«
- 7. Die Aktualisierung des Selbstseins
- 1. Die Evidenz der Du-Realität
- 2. Offenbarung als Mitteilung der Realität des Offenbarenden
- 3. Das Wort – das Medium der Offenbarung
- 4. Die überzeitliche Gemeinschaftlichkeit – Grund jeder Gesellschaft
- 5. Das Wir-Sein ist grenzenlos, überzeitlich, überindividuell
- 6. Der ontologische Vorrang der Einheit vor der Vielfalt
- 1. Kritischer Anschluß an Kant
- 2. Fichtes »intellektuelle Anschauung
- 3. Wilhelm Dilthey – Edmund Husserl – Max Scheler – Martin Heidegger
- 1. Lebendiges Wissen
- 2. Auratische Beschreibung und »belehrtes Nichtwissen«
- 1. Das erkennende und wollende Transzendieren zur Welt
- 2. Das Transzendieren auf das an sich Sinnvolle und Objektive in der Liebe
- 3. Der Geist ist Grund
- 4. Einheit und Unterschiedenheit von Seele und Geist
- 5. Die Erfahrung der geistigen Realität als Zuruf und Offenbarung
- 6. Das geistige Sein – das Fundament der Personalität
- 1. Das Sein ist Wille und Wert
- 2. Sittliches Leben ist mehr als Gesetzesgehorsam
- 3. Sittliche und rechtliche Normen
- 4. Vernunft und sittlicher Takt
- 5. Die Unvermeidbarkeit der Sünde. Die Eindämmung des Bösen
- 6. Die universale Schicksalsgemeinschaft aller Menschen
- 7. Nochmals: Gnade und Gesetz. Christliches Leben in der Welt
- 8. Die Utopie der Selbsterlösung
- 9. Christlicher Optimismus
- 1. Der Gott der Philosophen und der Gott des christlichen Glaubens
- 2. Der Gottesbeweis
- 3. Das ontologische Argument
- 4. Der religiöse Charakter des Arguments
- 5. Ablehnung des »kosmologischen« Gottesbeweises
- 6. Analoges und transzendentalphilosophisches Denken
- 7. Der Trost der Philosophie
- 1. Bedingungen für die Erfahrung des Göttlichen
- 2. Andersheit und Ähnlichkeit
- 3. Die transzendentale Erfahrung der Realität im Schönen
- 4. Religiöse Erfahrung
- 5. Glaube als Erfahrung der Gemeinschaft mit Gott
- 6. Die Gewißheit des Glaubens
- 7. Gegenständliche Wahrnehmung Gottes: W. Alston und J. Hick
- 1. Das Ungeschaffene im Menschen
- 2. Der Mensch: Mitschöpfer mit Gott
- 3. Die Erschaffung des Seins durch Gott. Die »Andersheit« der Schöpfung
- 4. Eschatologischer Ausblick. Der Sieg am Ende
- 1. Die transzendentale Einheit. Immanenz und Transzendenz
- 2. Gott und Mensch – ineinander verschränkte Begriffe
- 3. Der Begriff »Gottmenschlichkeit«
- 4. Christus, der Mittler des Heils – Das christologische Dogma
- 5. Das Heil für alle Menschen
- 6. Die »allgemeine und ewige« und die »konkret-positive« Offenbarung
- 7. Parallelen zur gegenwärtigen Theologie
- 1.Die »Wahrheit« des Wir als das »Heilige«
- 2. Die Kirche – soziologisch, ontologisch, theologisch
- 3. Die »eigentlich mystische« und die »empirisch-reale Kirche«
- 4. Die Einheit der beiden »Naturen« der Kirche
- 1. Der Widersinn des Bösen
- 2. Das konstruktive und das zerstörerische Moment der Negation
- 3. Das Böse – eine Folge der Freiheit?
- 4. Verführung durch das Böse?
- 5. Mein Sündenfall – der Sündenfall der Welt
- 1. Das Leid – das Signum des Weltseins
- 2. Der Sinn im Leiden
- 3. Der leidende Gott
- 4. Sühneopfer und stellvertretendes Opfer
- 1. Die Gewißheit des Absoluten
- 2. Wissen als ungegenständliche Erfahrung
- 3. Der menschliche Geist – das Bild des göttlichen Geistes
- 4. »transcensus«
- 5. Die Gottmenschlichkeit
- 6. Das Sein als Koinzidenz von Aktualität und Potentialität
- 7. Die »Kirche« – die in der »Wahrheit« vereinte Menschheit
- 1. Kritische Rezeption
- 2. Religionsphilosophie
- 3. Russische Philosophie
- 4. Desiderate der Forschung
- 5. S. L. Frank – der Philosoph des christlichen Humanismus
- RegisterSeiten 345 - 352 Download Kapitel (PDF)




