
Die Instabilität der Praxis
Reproduktion und Transformation des Sozialen in der Praxistheorie- Autor:innen:
- Verlag:
- 2020
Zusammenfassung
Praxistheorien bilden ein zunehmend an Bedeutung gewinnendes Forschungsprogramm, das gegenwärtig sozial- und kulturwissenschaftliche Disziplinen von der Soziologie über die Geschichts- und Politikwissenschaft bis hin zur Archäologie beeinflusst. Eines ihrer Kennzeichen ist die Betonung der Routinehaftigkeit sozialen Handelns, die teilweise in die Kritik geraten ist. Vertreten die Praxistheorien damit grundsätzlich eine statische Perspektive auf das Soziale? Ausgehend von der Frage nach ihrem Verständnis von Reproduktion und Transformation des Sozialen werden die Positionen von Pierre Bourdieu, Judith Butler, Michel Foucault und Bruno Latour im Detail beleuchtet. Dabei steht das Konzept der Wiederholung im Zentrum der Perspektive.
Das Buch entwickelt einen Vergleich der vier Ansätze, indem es die jeweilige Verwendung zentraler sozial- und kulturtheoretischer Analysekategorien (Körper, Materialität, Macht/Norm) diskutiert.
Zudem arbeitet es methodologische Prinzipien heraus, die empirische Studien anleiten können. Damit bietet das Buch sowohl einen systematischen Beitrag zur aktuellen Theoriedebatte als auch eine Handreichung für die praxeologische Forschung.
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Bibliographische Angaben
- Copyrightjahr
- 2020
- ISBN-Print
- 978-3-942393-66-9
- ISBN-Online
- 978-3-7489-0848-7
- Verlag
- Velbrück Wissenschaft, Weilerswist
- Sprache
- Deutsch
- Seiten
- 432
- Produkttyp
- Monographie
Inhaltsverzeichnis
- Titelei/InhaltsverzeichnisSeiten 1 - 10 Download Kapitel (PDF)
- Basisannahmen der Praxistheorie
- Praxistheorie im Kontext von Soziologie und Kulturtheorie
- Der Praxisbegriff im Kontext von »Regel« und »Norm«
- Strukturbegriff und Nähe zum Poststrukturalismus
- Stabilität und Instabilität der Praxis
- Poststrukturalistische Perspektiven
- Analytische Perspektive und Leitfragen der Studie
- Begründung der Auswahl der Theorien
- Theorieverständnis und Theorievergleich
- Anlage und Aufbau des Buches
- Praxeologische Bezüge: Wittgenstein und »Regelfolgen«
- Bourdieus Kritik am Subjektivismus
- Bourdieus Kritik am Objektivismus
- Das Habituskonzept
- Die Körperlichkeit der Praxis
- Die Zeitlichkeit der Praxis
- Die dynamische Logik der Praxis
- Die soziale Welt als Feld
- Die Kapitalsorten
- Das Koinzidenzverhältnis zwischen Habitus und Feld
- Kritik an der Statik von Bourdieus Theorie der Praxis
- Das Spannungsverhältnis zwischen dynamischer Praxis und statischer Reproduktion
- Die Homogenitätsperspektive der Feinen Unterschiede
- Die Homogenitätsperspektive der Feldtheorie
- Von Homogenität zu Heterogenität
- Zwischenfazit
- Die wiederholbare Materialität des Diskurses und Foucaults Regelverständnis
- Diskursive Praktiken als Handlungen
- Die diskursive Konstitution des Subjekts
- Die Sonderstellung diskursiver Praxis
- Diskursive Praxis und das Problem der Transformation
- Das praxeologische Potential der Archäologie
- Die Genealogie
- Das produktive Machtkonzept
- Das dynamische Wissenskonzept
- Bewertung der dynamischen Wissenskonzeption
- Körperlichkeit der Macht und des Wissens: Die Disziplin
- Die Wiederholung disziplinärer Übungen
- Das Dispositiv als Kategorie zur Analyse heterogener Ensembles
- Charakteristika der Genealogie
- Gouvernementalität
- Das Thema der Sorge um sich
- Der historische Wandel der Selbstsorge
- Die praxeologische Methodologie der Analyse
- Technologien des Selbst als stabilisierende Übungen
- Asketische Übungen als körperliche Wiederholungen
- Zwei Formen von Übungen
- Zwischenfazit
- Austins Entdeckung
- Derridas Kritik an Austin
- Performanz des Geschlechts und das Denken der Wiederholung
- Subjektkonzeption
- Das feministische Subjekt und die politischen Konsequenzen von Butlers Perspektive
- Iterabilität und Subversion
- Performative Materialisierung
- Körperwissen (mit Bourdieu)
- Leidenschaftliches Verhaftetsein und Kritik der Psychoanalyse
- Norm und Geschlecht
- Butlers Kritik des illokutionären Verständnisses von Performativität
- Butlers Kritik der Iterabilität
- Zwischenfazit
- Laborkonstruktivismus
- Das verallgemeinerte Symmetrieprinzip
- Die gesellschaftstheoretische Diagnose
- Eine »variable Ontologie«
- Die Unbestimmtheit des Sozialen
- Wer handelt?
- Instabilität und Stabilität des Sozialen
- Theorie und Methode
- Die Lokalisierung des Globalen
- Die Neuverteilung des Lokalen
- Die Verknüpfung von Orten
- »Zwingende« Dinge
- Hybride Konstellationen
- »Rahmende« Dinge
- Subjektivität als Effekt zirkulierender Formate
- Kritik der »Plug-in«-Metapher
- Die Körperlichkeit des Sozialen
- Zwischenfazit
- Konzeptionen von Wiederholung
- Ein praxeologisches Wiederholungsverständnis
- Der Körper in den diskutierten Ansätzen
- Inkorporation
- Die Trägheit des Körpers
- Affektivität
- Die praktische Konstitution des Körpers
- Der Körper als praxeologische Analysekategorie
- Materialität in den diskutierten Ansätzen
- Die konstitutive Dimension des Materiellen
- Räumlichkeit
- Materialität als Effekt von Wiederholung
- Materialität als praxeologische Analysekategorie
- Macht und Norm in den diskutierten Ansätzen
- Macht als instabile Relation
- Norm als spezifische Konstellation
- Macht und Norm als praxeologische Analysekategorien
- Dezentrierung des Subjekts
- Relationalität der Praxis
- Zeitlichkeit der Praxis
- Graduelle Differenzen
- Transitive Methodologie
- Fazit Seiten 377 - 390 Download Kapitel (PDF)
- Danksagung Seiten 391 - 392 Download Kapitel (PDF)
- Bibliographie Seiten 393 - 432 Download Kapitel (PDF)



