Hinter der Lage
Eine Ethnographie zum schutzpolizeilichen Erfahrungswissen- Autor:innen:
- Reihe:
- Polizei, BOS & Sicherheit – Schnittstellen der Praxis, Band 2
- Verlag:
- 2025
Zusammenfassung
Was meinen Polizist:innen, wenn sie vom „Bauchgefühl“ sprechen? Welche Funktionen erfüllt Erfahrungswissen im Arbeitsalltag und welche Herausforderungen bringt es mit sich? Die ethnographische Studie zeigt, wie polizeiliches Erfahrungswissen entsteht, durch formale Vorgaben, Alltagserfahrungen und Kolleg:innen geprägt wird und im Einsatz handlungsleitend wirkt. Die Arbeit macht sichtbar, wie dadurch informelle Routinen und Deutungsmuster entstehen, die formale Regeln ergänzen oder unterlaufen – mit teils diskriminierenden Folgen. Die Arbeit richtet sich an Polizeiforscher:innen, Organisationssoziolog:innen und alle, die einen soziologisch verstehenden Blick auf die Hinterbühnen des Gewaltmonopols werfen wollen. David Czudnochowski forscht ethnographisch in und über die Polizei zu organisations- und wissenssoziologischen Fragestellungen.
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Bibliographische Angaben
- Copyrightjahr
- 2025
- ISBN-Print
- 978-3-7560-3485-7
- ISBN-Online
- 978-3-7489-6516-9
- Verlag
- Nomos, Baden-Baden
- Reihe
- Polizei, BOS & Sicherheit – Schnittstellen der Praxis
- Band
- 2
- Sprache
- Deutsch
- Seiten
- 376
- Produkttyp
- Monographie
Inhaltsverzeichnis
- Danksagung Kein Zugriff
- 1 Einleitung Kein Zugriff Seiten 13 - 22
- 2.1 Ermessen und Entscheiden der Street-Level-Bureaucracy Kein Zugriff
- 2.2.1 Die systemtheoretische Organisationstheorie Kein Zugriff
- 2.2.2 Die prozessorientierte Organisationstheorie Kein Zugriff
- 2.2.3 Praxistheoretische Organisationstheorien Kein Zugriff
- 2.3.1 Die Dimensionen der Cop Culture Kein Zugriff
- 2.3.2 Habitus und Cultural Knowledge Kein Zugriff
- 2.3.3 Narratives Wissen und Sinnstiftung Kein Zugriff
- 2.4 Fundierung der Forschungsfrage Kein Zugriff
- 3.1.1 Einsatztrainings während der fachpraktischen Ausbildung Kein Zugriff
- 3.1.2 Das Praktikum während der Ausbildung Kein Zugriff
- 3.1.3 Der Arbeitsalltag im Streifendienst Kein Zugriff
- 3.2 Ethnografische Datengewinnung Kein Zugriff
- 3.3.1 Forschung auf dem Dienstweg Kein Zugriff
- 3.3.2 Vereinnahmungen und organisationale Mikropolitiken Kein Zugriff
- 3.3.3 Prekäre Nähe- und Distanzverhältnisse Kein Zugriff
- 3.3.4 Kategorisierungs- und Beobachtungsprobleme Kein Zugriff
- 3.4 Auswertungs- und Analysestrategien – Befremden am Schreibtisch Kein Zugriff
- 4.1.1 Die räumlichen Grenzen der polizeilichen Wissensvermittlung Kein Zugriff
- 4.1.2 Hierarchisierung von Wissen oder die Nähe zur Praxis Kein Zugriff
- 4.1.3 Delokalisierung und kollektive Integration oder: ‚Den richtigen Platz finden‘ Kein Zugriff
- 4.1.4 Distanzieren, disziplinieren und kommunikativ integrieren Kein Zugriff
- 4.2.1 Habituelle Vergewisserungen und Artefakte Kein Zugriff
- 4.2.2.1 Habitusmetamorphose im Arbeitsalltag Kein Zugriff
- 4.2.3 Extrovertiertheit und Unterordnung Kein Zugriff
- 4.2.4 Theoretisches Zwischenresümee – der Körper als Resonanzboden kollektiver Erwartungen Kein Zugriff
- 4.3 Zielsetzungen der fachpraktischen Ausbildung – „Wie ein Zimmermann, der mit dem Hammer umgeht“ Kein Zugriff
- 4.4.1 Das Trainingsszenario als Spiel Kein Zugriff
- 4.4.2 Realitätsimitation durch Rollenübernahme Kein Zugriff
- 4.4.3 Körperliches Erfahren Kein Zugriff
- 4.4.4 Komplexitätssteigerung und die Einbettung erfahrungsbasierter Wissensbestände Kein Zugriff
- 4.4.5 Kontextoffene Resonanzräume Kein Zugriff
- 4.4.6 Forcierte Ungewissheit Kein Zugriff
- 4.4.7 Kollektive Kategorisierungskompetenzen Kein Zugriff
- 4.4.8.1 Antizipative Kontrolle Kein Zugriff
- 4.4.8.2 Selbstvergewisserung Kein Zugriff
- 4.5 Theoretisches Zwischenresümee – Sozialisation und widersprüchliche Gleichzeitigkeiten Kein Zugriff
- 5.1.1 Normalität und Routine – von innen nach außen Kein Zugriff
- 5.1.2 Die erzählte Ordnung Kein Zugriff
- 5.2.1 Das organisationale Kurzzeitgedächtnis Kein Zugriff
- 5.2.2 Kollektives Sehen – konkrete Erfahrungsgeschichten Kein Zugriff
- 5.2.3 Kollektives Zeigen – die Abstraktion der Erfahrung Kein Zugriff
- 5.2.4 Von der Typisierung zur Kategorisierung Kein Zugriff
- 5.2.5 Theoretisches Zwischenresümee – die visuelle Dimension erzählten Wissens Kein Zugriff
- 5.3.1 Normalität und distanzierte Nähe Kein Zugriff
- 5.3.2 Symbolische Distanzsetzungen Kein Zugriff
- 5.3.3 Unkontrollierbare Normalitätsüberschreitungen Kein Zugriff
- 5.3.4 Kollektive Emotionsregulierung Kein Zugriff
- 5.3.5 Affektive Sinnstiftung Kein Zugriff
- 5.3.6 Brüchige Normalität und Enklaven der Nähe Kein Zugriff
- 5.4 Theoretisches Zwischenresümee – Normalität und die konjunktive Lage Kein Zugriff
- 6.1 Die Aufmerksamkeitsökonomie der Leitstelle Kein Zugriff
- 6.2 Formelle Kategorisierungslogiken – Vorderbühnen des Konditionalprogramms Kein Zugriff
- 6.3 Formelle Verhaltenserwartungen – eingeschränkte Handlungsautonomie Kein Zugriff
- 6.4 So tun, als ob – kollektive Aufmerksamkeitsverweigerung Kein Zugriff
- 6.5 So tun, als ob – kollektive Aufmerksamkeitszuweisung Kein Zugriff
- 6.6 Enklaven der Entscheidungsfreiheit Kein Zugriff
- 6.7 Selektive Aufmerksamkeiten Kein Zugriff
- 7.1.1.1 „Verrückte Dienststellenprominenzen“ Kein Zugriff
- 7.1.1.2 Die ‚tragische Geschichte‘ Kein Zugriff
- 7.1.1.3 Die ‚vermeintlich Verrückten‘ Kein Zugriff
- 7.1.1.4 Der „gefährliche Psycho“ Kein Zugriff
- 7.1.1.5 Theoretisches Zwischenresümee – psychisch auffällige Personen als Projektionsflächen der Erfahrung Kein Zugriff
- 7.1.2.1 Es besser zu wissen und trotzdem nach Schema F agieren Kein Zugriff
- 7.1.2.2 „Ein vernünftiger Mensch in einer beschissenen Situation“ Kein Zugriff
- 7.1.3 Theoretisches Zwischenresümee – die Grenzen der Erfahrung Kein Zugriff
- 7.2.1.1 Der laute Andere Kein Zugriff
- 7.2.1.2 Der sexistische Andere Kein Zugriff
- 7.2.1.3 Der prekäre Andere Kein Zugriff
- 7.2.1.4 Der konkrete Andere/herkunftsbezogene Residualkategorien Kein Zugriff
- 7.2.2.1 Verdachtsschöpfung bei anlassunabhängigen Streifentätigkeiten Kein Zugriff
- 7.2.2.2 Aufmerksamkeitsfokussierung durch die Einsatzmeldung Kein Zugriff
- 7.2.2.3 Auf der Suche nach der richtigen Klientel – informelle Verdachtsschöpfung Kein Zugriff
- 7.2.2.4 Der berauschte Handwerker – Kultur als Mittel der Eindeutigkeit Kein Zugriff
- 7.2.2.5 Der „rumänische Zuhälterbenz“ – konstruierte Handlungserfolge Kein Zugriff
- 7.2.2.6 Ein verdächtiger Radfahrer – Fehlbarkeit herkunftsbezogener Kategorisierungen Kein Zugriff
- 7.2.2.7 Ein unbeabsichtigter Anderer – prekäre Kategorisierungen Kein Zugriff
- 7.2.2.8 Theoretisches Zwischenresümee – die Überbrückung der Erfahrung Kein Zugriff
- 7.2.3.1 Kultur als Register der Glaubwürdigkeit Kein Zugriff
- 7.2.3.2 Kultur als Mittel zur Autoritätsdurchsetzung Kein Zugriff
- 7.2.3.3 Dienst nach Vorschrift und selektive Nähe- und Distanzverhältnisse Kein Zugriff
- 7.2.4 Theoretisches Zwischenresümee – die Kontingenz herkunftsbezogener Kategorisierungen Kein Zugriff
- 8 Schlussbetrachtungen – eine Skizze des polizeilichen Erfahrungswissens Kein Zugriff Seiten 353 - 360
- Literaturverzeichnis Kein Zugriff Seiten 361 - 376





