Am leeren Ort der Macht
Das Staats- und Politikverständnis Claude Leforts- Herausgeber:innen:
- Reihe:
- Staatsverständnisse, Band 54
- Verlag:
- 2013
Zusammenfassung
Obwohl Claude Lefort außerhalb Frankreichs nur Eingeweihten bekannt sein dürfte, war er einer der einflussreichsten politischen Theoretiker für den französischen Diskurs seit dem Zweiten Weltkrieg. Nach dem Krieg hatte er in diversen Projekten an der Etablierung einer französischen kritischen Linken prägend mitgewirkt, die sich gegen die partei- und Sowjetunionstreue Linie Sartres durchzusetzen hatte. So entwickelte er ein Verständnis des kommunistischen Totalitarismus, das dann gleichsam eine Kontrastfolie für seine Demokratie- und Menschenrechtstheorie abgeben konnte. In allen diesen Aspekten lassen sich wesentliche Entwicklungen auch der internationalen politiktheoretischen Debatten auf seine Diskussionsbeiträge zurückführen. Am bekanntesten ist sicherlich seine These von der Verortung des Kerns der Demokratie in einer streitbaren Zivilgesellschaft, welche sich der staatlichen Kontrolle ebenso entzieht, wie sie die Besetzung des „leeren Ortes der Macht“ durch die politischen Akteure verhindert.
Der Band rekonstruiert die Demokratie- und Politiktheorie Leforts und bettet jene bekannte These in vielfältige und sehr viel weiter reichende theoretische Kontexte ein. In der Arbeit mit den Ideen Leforts können die Beiträger darüber hinaus zeigen, dass Leforts Theorie auch für aktuelle Phänomene und Debatten (wie z.B. die Occupy!-Bewegung, die Debatte um den Populismus und diejenige um die Konstitutionalisierung des Völkerrechts) nach wie vor von großer Originalität und ungeminderter Bedeutung ist.
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Bibliographische Angaben
- Auflage
- 1/2013
- Copyrightjahr
- 2013
- ISBN-Print
- 978-3-8487-0218-3
- ISBN-Online
- 978-3-8452-4632-1
- Verlag
- Nomos, Baden-Baden
- Reihe
- Staatsverständnisse
- Band
- 54
- Sprache
- Deutsch
- Seiten
- 234
- Produkttyp
- Sammelband
Inhaltsverzeichnis
- Titelei/Inhaltsverzeichnis Kein Zugriff Seiten 2 - 8
- Vorwort Kein Zugriff Seiten 9 - 14Autor:innen:
- Bali, Florenz, Paris: Politische Anthropologie und die ‚différence temporelle‘ bei Claude Lefort Kein Zugriff Seiten 15 - 49Autor:innen:
- Lefort und Clastres: Einheit und Teilung Kein Zugriff Seiten 49 - 66Autor:innen:
- Lefort und Kantorowicz: Repräsentation und die politische Form der modernen Gesellschaft Kein Zugriff Seiten 67 - 91Autor:innen:
- Die Fortdauer des Politisch-Imaginären: Das Symbolische der Macht und die Phantasmen gesellschaftlicher Einheit nach Claude Lefort Kein Zugriff Seiten 91 - 117Autor:innen:
- Negativer Universalismus: Lefort und Habermas über die Quellen der Legitimität in demokratischen Gesellschaften Kein Zugriff Seiten 117 - 143Autor:innen: |
- Populismus und Demokratie: eine Kritik auf den Spuren Leforts Kein Zugriff Seiten 143 - 164Autor:innen:
- Meinungsfreiheit und politischer Widerstand: Claude Leforts Menschenrechtskonzeption als Beitrag zu einer Ontologie der Demokratie Kein Zugriff Seiten 165 - 189Autor:innen:
- Die Institution des internationalen Rechts zwischen Grenzen staatlicher Souveränität und historischem Ereignis: Zu Claude Leforts Konzeption internationalen Rechts Kein Zugriff Seiten 189 - 210Autor:innen:
- Autor:innen:
- Die Bresche: Leforts Konzept „wilder Demokratie“ im Vergleich zu Abensours „rebellierender“ und Mouffes „radikaler Demokratie“ Kein ZugriffAutor:innen:
- Autorenverzeichnis Kein Zugriff Seiten 233 - 234





