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Warum sexualisierte Gewalt nicht angezeigt wird
Eine kognitionspsychologische Untersuchung- Autor:innen:
- Verlag:
- 2023
Zusammenfassung
Nach sexuellen Übergriffen wird eine sehr viel niedrigere Anzeigenquote verzeichnet als in anderen Deliktbereichen. Eva Kubitza untersucht die Motive für den Verzicht auf polizeiliche Anzeigen und zeigt, dass den Begründungen häufig subjektive Theorien über sexualisierte Gewalt zugrunde liegen. Diese von Vergewaltigungsmythen geprägten Theorien beinhalten hauptsächlich Botschaften, in denen sich die Betroffenen selbst eine Mitverantwortung für die sexuellen Übergriffe geben oder die jeweiligen Taten bagatellisieren. Kubitza reflektiert diese Begründungszusammenhänge kognitionspsychologisch und stellt dar, wie in der sexualberaterischen und sexualpädagogischen Praxis damit umgegangen werden kann.
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Bibliographische Angaben
- Copyrightjahr
- 2023
- ISBN-Print
- 978-3-8379-3252-2
- ISBN-Online
- 978-3-8379-7930-5
- Verlag
- Psychosozial-Verlag, Gießen
- Reihe
- Angewandte Sexualwissenschaft
- Sprache
- Deutsch
- Seiten
- 117
- Produkttyp
- Monographie
Inhaltsverzeichnis
KapitelSeiten
- Titelei/InhaltsverzeichnisSeiten 1 - 10 Download Kapitel (PDF)
- 1 EinleitungSeiten 11 - 14 Download Kapitel (PDF)
- 2.1.1 Opfer – Betroffene
- 2.1.2 Täter
- 2.1.3 Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung (StGB)
- 2.1.4 Sexueller Übergriff
- 2.1.5 Vergewaltigung
- 2.2 Polizeiliche Kriminalstatistik und Dunkelfeldforschung zum Anzeigeverhalten nach Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung
- 2.3 Determinanten des Anzeigeverhaltens nach Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung
- 2.4.1 Definitionsansätze
- 2.4.2 Subjektive und objektive Theorien
- 2.4.3 Funktionen subjektiver Theorien
- 2.4.4 Identifizierung subjektiver Theorien
- 2.4.5 Abgrenzung zu anderen kognitionspsychologischen Konstrukten
- 2.5.1 Der »typische« Tathergang
- 2.5.2 Das »ideale« Verhalten von handlungsmächtigen Betroffenen
- 2.5.3 Die unklare Kommunikation
- 2.5.4 Die Falschanzeige
- 2.6 Forschungsstand und Forschungslücken zu subjektiven Theorien über sexualisierte Gewalt im Kontext des Anzeigeverhaltens
- 3.1 Die Studie PARTNER 5 Erwachsene
- 3.2 Forschungsmethodische Einschränkungen der Studie PARTNER 5 Erwachsene
- 3.3 Stichprobenbeschreibung
- 3.4.1 Sekundäranalyse
- 3.4.2 Qualitative Inhaltsanalyse
- 3.5 Gütekriterien qualitativer Forschung
- 3.6 Forschungsethische Reflexion zum Umgang mit dem Datenmaterial
- 3.7 Die Entwicklung des Kategoriensystems als Grundlage der Analyse
- 4.1 Erster Überblick über die Ergebnisse
- 4.2.1 Abweichung vom »idealen« Verhalten Betroffener
- 4.2.2 Abweichung vom »typischen« Tathergang eines sexuellen Übergriffs
- 4.2.3 Täterentlastung
- 4.2.4 Strafverfolgungsbehörden
- 4.2.5 Selbstermächtigung
- 4.2.6 Fehlende Unterstützung
- 4.2.7 Schutz des sozialen Umfelds
- 4.2.8 Weitere Gewalt durch den Täter
- 4.2.9 Kein Gesprächsgegenstand
- 5 Reflexion der Ergebnisse und LimitationenSeiten 95 - 98 Download Kapitel (PDF)
- 6 Grenzen des forschungsmethodischen VorgehensSeiten 99 - 102 Download Kapitel (PDF)
- 7 Schlusswort und Empfehlungen für die sexualwissenschaftliche PraxisSeiten 103 - 106 Download Kapitel (PDF)
- LiteraturSeiten 107 - 117 Download Kapitel (PDF)




