
Die wahre Wahrheit über die Bodenreform
Theoretische Betrachtungen rechtsgeschichtswissenschaftlicher Praxis- Autor:innen:
- Verlag:
- 2015
Zusammenfassung
Die wahre Wahrheit über die Bodenreform ist kein Geschichtsbuch über die Bodenreform. Das Werk ist vielmehr eine umfassende Betrachtung des historischen Alltagsgeschäfts und gleichzeitig Folge des Unvermögens der Autorin, selbst an diesem Geschäft teilzunehmen. Ein überaus erfreuliches Unvermögen, denn so hat Küppers ein Buch geschrieben, das in verblüffender Klarheit die erkenntnistheoretische Unmöglichkeit der Erfassung historischer Realität an einem konkreten historischen Beispiel belegt. Dabei gewinnt die Untersuchung durch die vorsichtig beobachtende Herangehensweise. Küppers will nicht eine bereits bestehende theoretische Überzeugung beweisen, sondern lässt sich von ihren Fragen leiten. Auf Fragen, die sich ihr aus der genauen Beobachtung der Geschichtsschreibungspraxis heraus stellen, sucht sie in der Theorie nach Antworten, und wird durch deren praktische Überprüfung zurück zur Theorie geführt. Auf diese Weise ist eine buchstäblich abwechslungsreiche Studie entstanden, in der konkrete (Nach-)Erzählungen der Varianzen zur Bodenreform von geschichtstheoretischen Kapiteln abgelöst werden, und sich gleichzeitig beide Beschäftigungsarten intensivieren.In den Kapiteln über die Geschichtsschreibungspraxis fasst Küppers kursorisch die ihr begegneten Bodenreformvarianzen ohne konkreten Bezug auf ihre Erzählenden zusammen, ordnet im zweiten Praxiskapitel die Vielfalt nach dreißig verschiedenen Einzelerzählenden, und beschäftigt sich drittens gewissermaßen experimentell mit den Geschichten eines einzelnen, unprofessionellen Erzählers. In zwei Durchläufen folgt die penibel genaue Analyse der Bodenreformerzählungen eines professionellen Historikers, die den Lesenden einige Geduld abverlangt, aber nach intensiver Lektüre nur den Schluss zulässt, dass es die Geschichte der Bodenreform nicht gibt, obwohl die Geschichte der Bodenreform erzählt werden kann. Diese Erkenntnis ist sorgfältig theoretisch untermauert – womit das Werk gleichzeitig und gewissermaßen nebenbei auch eine Geschichte der Geschichtstheorie enthält.
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Bibliographische Angaben
- Copyrightjahr
- 2015
- ISBN-Print
- 978-3-942-39385
- ISBN-Online
- 978-3-8452-7725-7
- Verlag
- Velbrück Wissenschaft, Weilerswist
- Sprache
- Deutsch
- Seiten
- 305
- Produkttyp
- Monographie
Inhaltsverzeichnis
- Titelei/Inhaltsverzeichnis Kein Zugriff Seiten 1 - 6
- Vorgeschichte Kein Zugriff Seiten 7 - 10
- Erzähltes. Die Bodenreform als nicht vorhandener Sachverhalt Kein Zugriff Seiten 11 - 17
- Das Erzählte und die Geschichte Kein Zugriff Seiten 18 - 22
- Vor der Teilung (1945–1949) Kein Zugriff
- Während der Teilung (1949–1989/90) Kein Zugriff
- Nach der Teilung (1989/1990–2007) Kein Zugriff
- Von allem etwas (1948–2000) Kein Zugriff
- Zusammenfassung Kein Zugriff
- Die Erzählenden und die Methode Kein Zugriff Seiten 49 - 55
- Eine Geschichte über Bodenreformgeschichtsschreibung. Nacherzählung, Urteil, Standort Kein Zugriff Seiten 56 - 63
- Biographisches Kein Zugriff
- Gertners Bodengeschichten Kein Zugriff
- Zusammenfassung Kein Zugriff
- Standortbindung als Sehepunckt. Chladenius und Lukian Kein Zugriff
- Umgang mit dem Sehepunckt. Chladenius und Kocka Kein Zugriff
- Intersubjektive Kritik Kein Zugriff
- Objektivität durch Methode Kein Zugriff
- Schlussfolgerungen. Für Gertner und für den weiteren Gang dieser Untersuchung Kein Zugriff
- Seine Methode Kein Zugriff
- Seine Texte Kein Zugriff
- Fünf einleitende Kurzgeschichten Kein Zugriff
- Das Bodengeschichtenalphabet Kein Zugriff
- Ein Quartett aus Bodengeschichten Kein Zugriff
- Kurzgeschichten, Alphabet und Quartett zusammengefasst Kein Zugriff
- (M)ein falscher Anspruch an Geschichte? Kein Zugriff
- Methode als Trend Kein Zugriff
- Bauerkämper – (k)ein schlechter Erzähler? Kein Zugriff
- Methode als Fabel Kein Zugriff
- Ein kurzer Ausflug zur Objektivität Kein Zugriff
- Und zurück zu Nordalms Rat Kein Zugriff
- (Jenseits von) Erklären und Verstehen Kein Zugriff
- (Sind Diesseits) die Quellen Kein Zugriff
- Geschichten und ihre Synchronerzählenden Kein Zugriff
- Synchronerzählende und ihre Geschichten Kein Zugriff
- Beurteilungen anderer Synchronerzähler – Kontingenz der Nacherzählungsurteile Kein Zugriff
- Eine letzte und kurze Zusammenfassung Kein Zugriff
- Quellen. Was sie sind und was sie können Kein Zugriff
- Sprache, Realität, Transkription – und trotzdem kein Vetorecht Kein Zugriff
- Offene Gegenstimmen: Für Realität und Fortschritt Kein Zugriff
- Verdeckte Gegenstimmen: Faktenverneinende Quellenbewahrende Kein Zugriff
- Ein Ordnungsvorschlag Kein Zugriff
- Aktuelle Wahrheitsbewahrende und Einblicke in den Universitätsalltag Kein Zugriff
- Ein Ergebnis, das keines sein will Kein Zugriff
- Danksagung Kein Zugriff Seiten 252 - 252
- Legende Kein Zugriff
- Geschichtenseismographen des Bodenalphabets Kein Zugriff
- Bauerkämpers historiographischer Fleiß Kein Zugriff
- Geschichten und ihre Synchronerzählenden in Tabellenform Kein Zugriff
- Abkürzungen Kein Zugriff
- Literatur Kein Zugriff
- Personenregister Kein Zugriff




