Advance Care Planning / Behandlung im Voraus Planen: Konzept zur Förderung einer patientenzentrierten Gesundheitsversorgung
Juristische, theologische und medizinethische Perspektiven- Herausgeber:innen:
- | |
- Reihe:
- Recht - Ethik - Gesundheit, Band 8
- Verlag:
- 2019
Zusammenfassung
Das Potential von Advance Care Planning (ACP; deutsch: Behandlung im Voraus Planen) für eine patientenzentrierte Gesundheitsversorgung ist in Deutschland erst in den letzten Jahren gewürdigt worden. Zudem findet das Konzept durch seine Aufnahme in das Hospiz- und Palliativgesetz als „gesundheitliche Versorgungsplanung“ und damit in die Regelversorgung gesetzlich versicherter Einrichtungsbewohner zunehmende Beachtung.ACP ist eine Anregung zur Auseinandersetzung mit Fragen des eigenen Lebens und Sterbens und ermöglicht insbesondere, lebensverlängernde Behandlung unter definierten Bedingungen im Voraus wirksam zu begrenzen. Dabei stellen sich eine Reihe ethischer und rechtlicher Fragen.Die Herausgeber befassen sich seit Jahrzehnten mit Fragen ethisch und rechtlich angemessener medizinischer Behandlung an den Grenzen des Lebens. Für diesen Band haben sie ausgewiesene Experten der Rechtswissenschaften, der Medizin und der Theologischen Ethik um eine Auseinandersetzung mit ACP gebeten.Mit Beiträgen von Michael Coors, Stephan Ernst, Monika Führer, Martin Hein, Paul Hüster, Wolfram Höfling, Kathrin Knochel, Volker Lipp, Andreas Lob-Hüdepohl, Georg Marckmann, Stefan Meier, Thomas Otten, Stephan Rixen, Jochen Sautermeister, Jürgen in der Schmitten, Josef Schuster
Schlagworte
Publikation durchsuchen
Bibliographische Angaben
- Copyrightjahr
- 2019
- ISBN-Print
- 978-3-8487-4826-6
- ISBN-Online
- 978-3-8452-8966-3
- Verlag
- Nomos, Baden-Baden
- Reihe
- Recht - Ethik - Gesundheit
- Band
- 8
- Sprache
- Deutsch
- Seiten
- 267
- Produkttyp
- Sammelband
Inhaltsverzeichnis
- Titelei/Inhaltsverzeichnis Kein Zugriff Seiten 1 - 8
- Wolfram Höfling
- I. Problemaufriß und Übersicht Kein Zugriff Wolfram Höfling
- II. Der (modelltheoretische) (verfassungs)normative Ordnungsrahmen Kein Zugriff Wolfram Höfling
- Wolfram Höfling
- 1. Ausgangsbefund: Idealtypisches Normprogramm und widerständige Lebenswirklichkeit Kein Zugriff Wolfram Höfling
- 2. „Sackgasse Patientenverfügung“? – Ausweg „ACP/BVP“? Kein Zugriff Wolfram Höfling
- Wolfram Höfling
- 1. Positive Grundkonzeption: Stärkung der Selbstbestimmung durch institutionell eingebettete, kontinuierliche und professionell begleitete Kommunikationsprozesse Kein Zugriff Wolfram Höfling
- 2. Kritikpunkte Kein Zugriff Wolfram Höfling
- 3. „Vertreterverfügung“ zwischen Konkretisierung des mutmaßlichen Willens und originärer Drittentscheidung Kein Zugriff Wolfram Höfling
- V. Schlußbemerkungen Kein Zugriff Wolfram Höfling
- Volker Lipp
- I. Einführung Kein Zugriff Volker Lipp
- II. Rechtliche Grundlagen der Behandlung von Schwerstkranken und Sterbenden Kein Zugriff Volker Lipp
- III. Der Patientenvertreter Kein Zugriff Volker Lipp
- IV. Patientenverfügung und andere vorsorgliche Willensbekundungen Kein Zugriff Volker Lipp
- V. Entscheidungsspielraum des Patientenvertreters Kein Zugriff Volker Lipp
- VI. Behandlung im Voraus Planen (BVP) und Advance Care Planning (ACP) Kein Zugriff Volker Lipp
- Stephan Rixen
- 1. Einleitung Kein Zugriff Stephan Rixen
- Stephan Rixen
- 2.1 ACP/BVP als Leitbild Kein Zugriff Stephan Rixen
- 2.2 Respekt vor dem Willen der betroffenen Menschen, Freiwilligkeit Kein Zugriff Stephan Rixen
- 2.3 Zum Profil der Leistung Kein Zugriff Stephan Rixen
- 2.4 Qualifikation Kein Zugriff Stephan Rixen
- 2.5 Vergütung Kein Zugriff Stephan Rixen
- Stephan Rixen
- 3.1 ACP-Bezug: Konzept und Kompetenzen Kein Zugriff Stephan Rixen
- 3.2 Koordination Kein Zugriff Stephan Rixen
- 3.3 Evaluierung Kein Zugriff Stephan Rixen
- 3.4 Modellprojekte bzw. Modellregionen Kein Zugriff Stephan Rixen
- 4. Ausblick Kein Zugriff Stephan Rixen
- Thomas Otten
- A Problemstellung Kein Zugriff Thomas Otten
- Thomas Otten
- 1. Die heutigen Vorzeichen von Kranksein, Altern und Sterben werden weitgehend ignoriert Kein Zugriff Thomas Otten
- 2. Der Verweis auf die Palliativmedizin unterstreicht: Der Medizin als Ganzes scheint der kompetente und verantwortliche Umgang mit dem Sterben weitgehend verloren gegangen Kein Zugriff Thomas Otten
- 3. Die Sorge vieler Menschen, am Lebensende in ihrer individuellen Bedürftigkeit aus dem Blick zu geraten, ist berechtigt Kein Zugriff Thomas Otten
- 4. Die menschlichen Lebensgrenzen werden systematisch weiter ausgedehnt Kein Zugriff Thomas Otten
- 5. Der Ausbau und das breitere Bekanntmachen von Palliative Care sind kein Allheilmittel Kein Zugriff Thomas Otten
- 6. Von der Notwendigkeit einer Medizin, die in ihrer Gesamtheit wieder zu einer Haltung des Respekts vor der Begrenztheit des Lebens findet Kein Zugriff Thomas Otten
- Thomas Otten
- 1. Wir müssen realisieren, dass menschliches Verfügen über das Lebensende zur medizinischen Routine geworden ist Kein Zugriff Thomas Otten
- 2. Wir müssen uns der Sorge vor einem fremdbestimmten Altern und Sterben vorurteilsfrei und offen stellen Kein Zugriff Thomas Otten
- 3. Wir sollten Anwälte der Begrenztheit des Lebens sein Kein Zugriff Thomas Otten
- 4. Lebensschutz bedeutet auch „Sterbensschutz“ Kein Zugriff Thomas Otten
- 5. Ein von ökonomischen Interessen dominiertes Gesundheitswesen bedarf unseres entschiedenen Widerspruchs Kein Zugriff Thomas Otten
- 6. Wir müssen die Verantwortung aller medizinischen Disziplinen für den ganzen Menschen, insbesondere auch für das Sterben, einfordern, anstatt nur den Ausbau der Palliative Care Kein Zugriff Thomas Otten
- 7. Wir sind herausgefordert, dazu beizutragen, dass Menschen nicht Objekt, sondern Subjekt sie betreffender medizinischer Entscheidungen sind Kein Zugriff Thomas Otten
- 8. Ein Plädoyer für gesundheitliche Vorausplanung Kein Zugriff Thomas Otten
- D „Herr, dir in die Hände sei Anfang und Ende, sei alles gelegt!“ Kein Zugriff Thomas Otten
- Stephan Ernst
- 1. Verhältnismäßigkeit als Kriterium kirchlicher Aussagen zur Sterbehilfe Kein Zugriff Stephan Ernst
- 2. Verhältnismäßigkeit als Kriterium verantwortlichen Handelns in der Medizin Kein Zugriff Stephan Ernst
- Stephan Ernst
- 3.1. Behandlungsverzicht und Behandlungsabbruch, indirekte und direkte Sterbehilfe Kein Zugriff Stephan Ernst
- 3.2. Patientenautonomie und Fürsorge Kein Zugriff Stephan Ernst
- 3.3. Patientenverfügungen und wirkungsvolle Festlegung des eigenen Willens Kein Zugriff Stephan Ernst
- Josef Schuster SJ
- 1. Ausgangslage: Das Gesetz zur Patientenverfügung und seine Grenzen Kein Zugriff Josef Schuster SJ
- Josef Schuster SJ
- 2.1 Der Zusammenhang von Autonomie, Menschenwürde und Gottebenbildlichkeit Kein Zugriff Josef Schuster SJ
- 2.2 Autonomie und Fürsorge Kein Zugriff Josef Schuster SJ
- 2.3 Autonomie und Selbstbestimmung Kein Zugriff Josef Schuster SJ
- 3. Die Antwort auf Desiderate der Patientenverfügung Kein Zugriff Josef Schuster SJ
- 4. Förderung einer Kultur der Endlichkeit Kein Zugriff Josef Schuster SJ
- Andreas Lob-Hüdepohl
- I. „Sorgt Euch nicht um euer Leben…“ (Mt 6,23)– der biblische Ausschluss für ein Advance Care Planing? Kein Zugriff Andreas Lob-Hüdepohl
- II. „Der Macht der eigenen Entscheidung überlassen“ (Sir 15,14)– selbstverantwortete Lebensführung als Manifestation der Gottebenbildlichkeit Kein Zugriff Andreas Lob-Hüdepohl
- III. ‚Vorsorglich vergewissern‘ – Selbstbestimmung durch dialogisch-beratene Gewissensentscheidung Kein Zugriff Andreas Lob-Hüdepohl
- IV. ‚Gelassen Gestalten‘ – Sterben jenseits von Schicksal und Machsal Kein Zugriff Andreas Lob-Hüdepohl
- V. Prognose oder Zukunft? – Plädoyer für das Offenhalten persönlicher Lebensgeschichte Kein Zugriff Andreas Lob-Hüdepohl
- Martin Hein
- 1. Vorbemerkung: Eine verspätete Debatte Kein Zugriff Martin Hein
- Martin Hein
- 2.1 Die Krise der klassischen Patientenverfügung Kein Zugriff Martin Hein
- 2.2 Ein Fallbeispiel Kein Zugriff Martin Hein
- 2.3 Das Kommunikationsdefizit in der bisherigen Praxis Kein Zugriff Martin Hein
- Martin Hein
- 3.1 Ein Nachholbedarf Kein Zugriff Martin Hein
- 3.2 Advance Care Planning als umfassende Bildungsaufgabe Kein Zugriff Martin Hein
- Martin Hein
- 4.1 Freiwilligkeit und Autonomie: Anfragen Kein Zugriff Martin Hein
- 4.2 Konfligierende Interessen Kein Zugriff Martin Hein
- 4.3 Theologische Aspekte Kein Zugriff Martin Hein
- 4.4 Eine Kultur des Vertrauens Kein Zugriff Martin Hein
- Martin Hein
- 5.1 Autonomie und Selbstbestimmung: Der Mensch als von Gott Angesprochener Kein Zugriff Martin Hein
- 5.2 Verantwortung Kein Zugriff Martin Hein
- 5.3 Entscheidungen in Grenzsituationen: Bedeutung der Seelsorge Kein Zugriff Martin Hein
- 5.4 Umgang mit Komplexität Kein Zugriff Martin Hein
- 5.5 Krankheit und Tod als soziale Ereignisse Kein Zugriff Martin Hein
- 5.6 Die Würde des Menschen und das göttliche Mandat zur Sorge Kein Zugriff Martin Hein
- Michael Coors
- 1. Zur Diskussion über die Reichweite von Patientenverfügungen in der evangelischen Kirche Kein Zugriff Michael Coors
- Michael Coors
- 2.1 Das von Gott geschaffene Leben schützen Kein Zugriff Michael Coors
- 2.2. Kommunikative Freiheit im Umgang mit dem von Gott anvertrauten Leben Kein Zugriff Michael Coors
- 3. Zum Problem vorausverfügender selbstbestimmter Entscheidungen Kein Zugriff Michael Coors
- 4. Was kann „Advance Care Planning“ leisten, und was nicht? Kein Zugriff Michael Coors
- Literatur Kein Zugriff Michael Coors
- Jochen Sautermeister
- 1. Anliegen, Handlungskontext und normative Leitperspektiven von ACP/BVP Kein Zugriff Jochen Sautermeister
- 2. ACP/BVP als Instrument zur Realisierung von Patientenautonomie Kein Zugriff Jochen Sautermeister
- 3. ACP/BVP als spezifisches Instrument für prospektive Identitätsarbeit Kein Zugriff Jochen Sautermeister
- 4. Anforderungen an die aufsuchende Beratung im Rahmen von ACP/BVP Kein Zugriff Jochen Sautermeister
- 5. ACP/BVP und persönliche Gewissensbildung im Kontext von Gesundheit, Krankheit, Sterben und Tod Kein Zugriff Jochen Sautermeister
- 6. Ausblick: ACP/BVP im Kontext eines christlichen Ethos’ des Helfens und Befähigens Kein Zugriff Jochen Sautermeister
- Paul Hüster
- Einführung: Die Sicherung des Patientenwillens im regionalen Kontext Kein Zugriff Paul Hüster
- Planvolle Ausdifferenzierungen der Prozessebenen Kein Zugriff Paul Hüster
- Die Spannung von empathischem Engagement und Professionalität Kein Zugriff Paul Hüster
- Kulturveränderung Kein Zugriff Paul Hüster
- Theologischer Exkurs: Inkulturation in den Kategorien der Zielkultur Kein Zugriff Paul Hüster
- Netzwerkarbeit Kein Zugriff Paul Hüster
- Kommunikation – komplexe Anliegen zielgruppenorientiert vermitteln Kein Zugriff Paul Hüster
- Ressourcenplanung: Vollbedarfsfinanzierung im Samaritergleichnis Kein Zugriff Paul Hüster
- Ausblick Kein Zugriff Paul Hüster
- Stefan Meier
- 1. Die Patientenverfügung als gesellschaftlich gewolltes Instrument der gesundheitlichen Vorplanung Kein Zugriff Stefan Meier
- Stefan Meier
- A. Formal-logistische Probleme Kein Zugriff Stefan Meier
- B. Inhaltliche Ursachen Kein Zugriff Stefan Meier
- C. Grundsätzliche Einwände Kein Zugriff Stefan Meier
- 3. Konsequenzen für den Umgang mit konventionellen Patientenverfügungen im Krankenhaus Kein Zugriff Stefan Meier
- 4. Welchen Beitrag können Advance Care Programme zur Verbesserung der gesundheitlichen Vorausplanung leisten? Kein Zugriff Stefan Meier
- Literaturverzeichnis Kein Zugriff Stefan Meier
- Jürgen in der Schmitten, Georg Marckmann
- I. Zur faktisch ungebrochenen Reichweitenbeschränkung konventioneller Patientenverfügungen (Autonomie-Plazebos): Systemversagen oder Systemwirken? Kein Zugriff Jürgen in der Schmitten, Georg Marckmann
- II. Patientenorientierung durch Advance Care Planning / Behandlung im Voraus Planen: Chance für einen kulturellen Wandel Kein Zugriff Jürgen in der Schmitten, Georg Marckmann
- III. Zum Verhältnis der medizin-ethischen Prinzipien Autonomie und Fürsorge (Benefizienz) in Bezug auf Advance Care Planning Kein Zugriff Jürgen in der Schmitten, Georg Marckmann
- Literatur Kein Zugriff Jürgen in der Schmitten, Georg Marckmann
- Kathrin Knochel, Monika Führer, Georg Marckmann
- 1 Einleitung Kein Zugriff Kathrin Knochel, Monika Führer, Georg Marckmann
- 2 Advance Care Planning: ein neues Konzept für die effektive Vorausplanung von Behandlungsentscheidungen Kein Zugriff Kathrin Knochel, Monika Führer, Georg Marckmann
- Kathrin Knochel, Monika Führer, Georg Marckmann
- 3.1 Behandlungsentscheidungen bei Minderjährigen Kein Zugriff Kathrin Knochel, Monika Führer, Georg Marckmann
- 3.2 Bedeutung der Vorausplanung bei Minderjährigen Kein Zugriff Kathrin Knochel, Monika Führer, Georg Marckmann
- 3.3 Möglichkeiten der Vorausplanung bei Minderjährigen Kein Zugriff Kathrin Knochel, Monika Führer, Georg Marckmann
- Kathrin Knochel, Monika Führer, Georg Marckmann
- 4.1 Gesprächsbegleitung bei der Erstellung einer Vorausverfügung Kein Zugriff Kathrin Knochel, Monika Führer, Georg Marckmann
- 4.2 Voraussetzungen für die effektive Umsetzung der Vorausplanung Kein Zugriff Kathrin Knochel, Monika Führer, Georg Marckmann
- 5 Nutzen der Vorausplanung bei Kindern und Jugendlichen Kein Zugriff Kathrin Knochel, Monika Führer, Georg Marckmann
- 6 Erfahrung mit der Vorausplanung bei Kindern und Jugendlichen Kein Zugriff Kathrin Knochel, Monika Führer, Georg Marckmann
- 7 Fazit Kein Zugriff Kathrin Knochel, Monika Führer, Georg Marckmann
- 8 Literatur Kein Zugriff Kathrin Knochel, Monika Führer, Georg Marckmann
- Autoren Kein Zugriff Seiten 265 - 267





