Der Nomos der Moderne
Die politische Philosophie Giorgio Agambens- Herausgeber:innen:
- Reihe:
- Staatsverständnisse, Band 40
- Verlag:
- 2011
Zusammenfassung
Im Zentrum der Reihe Staatsverständnisse steht die Frage: Was lässt sich den Ideen früherer und heutiger Staatsdenker für ein zeitgemäßes Verständnis des Staates entnehmen?
Kaum ein Denker hat die zeitgenössische Staatstheorie so stark provoziert wie Giorgio Agamben. Sein auf mehrere Bände angelegtes Homo-sacer-Projekt gehört zu den originellsten und meistdiskutierten Werken in der politischen Philosophie der letzten zwei Jahrzehnte. Die von ihm geprägten Figuren wie die des nackten Lebens, des Ausnahmezustands und des homo sacer, seine Reformulierung des Biopolitik-Begriffes, seine Kritik der Menschenrechte und seine These vom Lager als »nomós der Moderne« sind mittlerweile in den Kernbestand der radikalen Staatskritik eingegangen. In mehreren, oft drastischen politischen Interventionen hat Agamben keinen Zweifel daran gelassen, dass er eine grundlegende Neukonzeption der modernen politisch-juridischen Normalität für dringend notwendig hält. Indem er die geschichtlichen Ursprünge und die traditionellen Funktionsweisen von politischen Kategorien freilegt, will er Auskunft auch über ihre gegenwärtige Akzeptabilität erlangen. Dabei kommt er meistens zu einem negativen Ergebnis: Wer sich etwa des Begriffs der Souveränität weiterhin kritiklos bedient, so kann das Ergebnis von Agambens Analysen zusammengefasst werden, »weiß buchstäblich nicht, wovon er redet« – mit potentiell katastrophalen praktischen Konsequenzen.
Dieser Sammelband präsentiert kritisch zentrale Motive in Agambens politischer Philosophie und fragt nach theoretischen Anschlussmöglichkeiten und Perspektiven für die politische Praxis. Mit Beiträgen von Giorgio Agamben, Micha Brumlik, Jeanette Ehrmann, Oliver Flügel-Martinsen, Serhat Karakayali, Ernesto Laclau, Il-Tschung Lim, Birte Löschenkohl, Daniel Loick, Isabell Lorey, Maria Muhle und Susanne Schultz.
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Bibliographische Angaben
- Auflage
- 1/2011
- Copyrightjahr
- 2011
- ISBN-Print
- 978-3-8329-6233-3
- ISBN-Online
- 978-3-8452-3243-0
- Verlag
- Nomos, Baden-Baden
- Reihe
- Staatsverständnisse
- Band
- 40
- Sprache
- Deutsch
- Seiten
- 219
- Produkttyp
- Sammelband
Inhaltsverzeichnis
- Titelei/Inhaltsverzeichnis Kein Zugriff Seiten 2 - 8
- Rechtsvorenthaltende Gewalt Zum Staatsverständnis Giorgio Agambens Kein Zugriff Seiten 9 - 20Autor:innen:
- Giorgio Agambens Erkundungen der politischen Macht und das Denken der Souveränität Kein Zugriff Seiten 21 - 41Autor:innen:
- Biopolitik – ein polemischer Begriff Von Foucault zu Agamben und zurück Kein Zugriff Seiten 41 - 59Autor:innen:
- Vom Staat zum Lager Von der Biopolitik zur Biokratie Kein Zugriff Seiten 59 - 77Autor:innen:
- Nacktes Leben oder soziale Unbestimmtheit? Kein Zugriff Seiten 77 - 90Autor:innen:
- Zwischen Schmitt und Benjamin – Giorgio Agambens Kommentar zum Römerbrief Kein Zugriff Seiten 90 - 102Autor:innen:
- Paradoxien des (Bio-) Politischen und der Fluchtpunkt der Vernichtung Demografiekritische Anschlüsse an Agamben? Kein Zugriff Seiten 103 - 128Autor:innen:
- »Jenseits der Linie« Ausnahmezustand, Sklaverei und Thanatopolitik zwischen Aufklärung und (Post-) Kolonialismus Kein Zugriff Seiten 128 - 149Autor:innen:
- Giorgio Agamben und die Populärkultur: Filmisches Ausnahmehandeln in Hollywood Kein Zugriff Seiten 149 - 158Autor:innen:
- Jenseits von Souveränität und Ausnahme Der homo sacer als Funktion konstituierender Macht Kein Zugriff Seiten 159 - 177Autor:innen:
- Genuss der Zeit, Geschichte des Glücks – Agambens Kairologie Kein Zugriff Seiten 177 - 194Autor:innen:
- Von der Gesetzeskraft zum Gesetzeskraft Studium, Spiel, Deaktivierung – drei Strategien zur Entsetzung der Rechtsgewalt Kein Zugriff Seiten 194 - 213Autor:innen:
- Ostern in Ägypten Kein Zugriff Seiten 213 - 216Autor:innen:
- Autorinnen und Autoren Kein Zugriff Seiten 217 - 219





