
Das Pathos des Sozialen
Beiträge zur Neophänomenologischen Soziologie- Autor:innen:
- Verlag:
- 2023
Zusammenfassung
Das menschliche Zusammenleben ist pathisch: Es wird erfahren, erlebt, erlitten. Die Soziologie ignoriert diesen Aspekt mehrheitlich, weil sie sich im Kern als Handlungs-, nicht aber als Widerfahrniswissenschaft versteht. Robert Gugutzer kritisiert eine solche aktivistische Sicht und plädiert für eine intensivere Berücksichtigung des Pathos des Sozialen. Auf der Grundlage der Neuen Phänomenologie von Hermann Schmitz entwickelt Gugutzer eine Neophänomenologische Soziologie (NPS), in deren Mittelpunkt die Leiblichkeit der sozialen ›Patheure‹ steht. Denn: Das Widerfahrende spürt man. Die NPS ist daher wesentlich eine Soziologie am Leitfaden des Leibes. Ihr Interesse gilt den subjektiven Tatsachen des affektiven Betroffenseins, der zwischenmenschlichen und transhumanen leiblichen Kommunikation sowie den Gefühlen als Atmosphären und deren Einbettung in Situationen. Das vorliegende Buch bietet erstmals einen umfassenden Einblick in das Theorie- und Forschungsprogramm der NPS. Das menschliche Zusammenleben ist pathisch: Es wird erfahren, erlebt, erlitten. Die Soziologie ignoriert diesen Aspekt mehrheitlich, weil sie sich im Kern als Handlungs-, nicht aber als Widerfahrniswissenschaft versteht. Robert Gugutzer kritisiert eine solche aktivistische Sicht und plädiert für eine intensivere Berücksichtigung des Pathos des Sozialen. Auf der Grundlage der Neuen Phänomenologie von Hermann Schmitz entwickelt Gugutzer eine Neophänomenologische Soziologie (NPS), in deren Mittelpunkt die Leiblichkeit der sozialen ›Patheure‹ steht. Denn: Das Widerfahrende spürt man. Die NPS ist daher wesentlich eine Soziologie am Leitfaden des Leibes. Ihr Interesse gilt den subjektiven Tatsachen des affektiven Betroffenseins, der zwischenmenschlichen und transhumanen leiblichen Kommunikation sowie den Gefühlen als Atmosphären und deren Einbettung in Situationen. Das vorliegende Buch bietet erstmals einen umfassenden Einblick in das Theorie- und Forschungsprogramm der NPS.
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Bibliographische Angaben
- Copyrightjahr
- 2023
- ISBN-Print
- 978-3-95832-344-5
- ISBN-Online
- 978-3-7489-4386-0
- Verlag
- Velbrück Wissenschaft, Weilerswist
- Sprache
- Deutsch
- Seiten
- 292
- Produkttyp
- Monographie
Inhaltsverzeichnis
- Titelei/InhaltsverzeichnisSeiten 1 - 6 Download Kapitel (PDF)
- 1.1 Das alltägliche Pathos
- 1.2 Der soziologische Aktivismus
- 1.3 Soziologische Pathosformeln
- 1.4 Soziologie am Leitfaden des Leibes
- 1.5 Beiträge zur NPS
- Literatur
- 2.1 Leib und Gefühl: Affektives Betroffensein als präpersonales Apriori des Sozialen
- 2.2.1 Wechselseitige Einleibung als Quelle der Du-Evidenz
- 2.2.2 Transhumane Soziologie
- 2.3.1 Schmitz’ Situationstheorie
- 2.3.2 Gemeinsame Situationen: Genese, Stabilisierung, Transformation
- 2.3.3 Methodologischer Situationismus
- 2.4 Fazit
- Literatur
- 3.1 Der neophänomenologische Atmosphärenbegriff
- 3.2 Der neophänomenologische Situationsbegriff
- 3.3 Zur begrifflichen Vermittlung von Situation und Atmosphäre
- 3.4 Situationstypen und Atmosphären des Sports
- 3.5 Ein konzeptionell weiterführendes Fallbeispiel
- 3.6 Fazit
- Literatur
- 4.1 Hans Joas’ neopragmatistische Theorie kreativen Handelns
- 4.2 Hermann Schmitz’ Anmerkungen zu einer Neophänomenologie der Kreativität
- 4.3.1 Situationsprobleme
- 4.3.2 Kreatives Handeln
- 4.4 Fazit
- Literatur
- 5.1 Doing sociology mit »Fleisch und Blut«
- 5.2 Phänomenologie der Forschungssituation
- 5.3 Der Forscherleib als Erkenntnisquelle
- 5.4 Körperliche und leibliche Kommunikation als Erkenntnisinstrumente
- 5.5 Fazit
- Literatur
- 6.1 Phänomenologie des Leibes
- 6.2 Soziologische Widerstände gegen den Leib
- 6.3 Soziologische Erkenntnisse ›durch‹ den Leib
- 6.4 Leiblicher Eigensinn und Widerständigkeit des Leibes
- 6.5 Leibliches Wissen und Leibgedächtnis
- 6.6 Fazit
- Literatur
- 7.1 Phänomenbegriff und Methode der Neuen Phänomenologie
- 7.2 Phänomenologie der Kraft
- 7.3 Soziale Kräfte in der Corona-Pandemie
- 7.4 Fazit
- Literatur
- 8.1 Männlichkeit als Situation
- 8.2 Männerkörper – Männerleib
- 8.3 Primäre männliche Leibesinseln
- 8.4 Härte als originär männlicher Erfahrungsmodus
- 8.5 Männlichkeit als leibliche Differenzerfahrung
- 8.6 Fazit
- Literatur
- 9.1 Gefühle als räumlich ausgebreitete Atmosphären
- 9.2 Sorge als wahrgenommene und machtvoll ergreifende Atmosphäre
- 9.3 Schichten des Gefühlsraums
- 9.4 Typen des Sorgegefühls
- 9.5 Handlungstheoretische Fortführungen
- 9.6 Sorge als Situationsproblem und ihre kreative Handhabung
- 9.7 Fazit
- Literatur
- 10.1 Der Blick als ursprüngliche Quelle von Sozialität
- 10.2 Der Blick als leibliche Regung und wechselseitige Einleibung
- 10.3 Phänomenologie des Dackelblicks
- 10.4 Fazit
- Literatur
- 11.1 Leibqualitäten von Sportgeräten und Sportelementen
- 11.2 Sachzwänge oder die leibliche Macht der Sportsachen
- 11.3 Sportsachen als Bewegungssuggestionen
- 11.4 Leibliche Sachaneignung im Bewegungslernen
- 11.5 Fazit
- Literatur
- 12.1 Dinge als machtvolle leibliche Kommunikationspartner
- 12.2 Technik der Leibbemeisterung und die Suggestionsmacht der Technik
- 12.3 Sensualistische Reduktion: Der gemessene Körper
- 12.4 Verknüpfung von Einzelheiten: Vernetzte Körper
- 12.5 Self-Tracking als Plakat-Situation: Merkmale des Zeitgeists
- Literatur
- AbbildungsverzeichnisSeiten 289 - 289 Download Kapitel (PDF)
- TextnachweiseSeiten 290 - 292 Download Kapitel (PDF)





