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Visuelle Wahrnehmung bei Platon und Aristoteles

Eine Kritik an Repräsentationstheorien des Sehens
Autor:innen:
Verlag:
 2024

Zusammenfassung

Platons und Aristoteles' Theorien des Sehens wurden rezeptionshistorisch oft im Rahmen der Dichotomie passives Empfangen vs. aktives Konstruieren gelesen. Die Studie legt anhand detaillierter Lektüren der einschlägigen Passagen dar, inwiefern nicht nur dieser Gegensatz nicht haltbar ist, sondern entfaltet eine Kritik an repräsentationalistischen Wahrnehmungstheorien. Während Platon die visuelle Wahrnehmung vor allem im Kontext seiner Erkenntnistheorie interessiert, geht es bei Aristoteles um eine Typologie der unterschiedlichen Wahrnehmungen und die Einordnung seiner Wahrnehmungstheorie in sein Denken der Mitte. Die Studie greift für die favorisierte Interpretation auf die sprachphilosophischen und texttheoretischen Arbeiten der Autorin zurück.

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Bibliographische Angaben

Copyrightjahr
2024
ISBN-Print
978-3-98572-149-8
ISBN-Online
978-3-98572-150-4
Verlag
Academia, Baden-Baden
Reihe
Philosophische Theorie
Band
5
Sprache
Deutsch
Seiten
232
Produkttyp
Monographie

Inhaltsverzeichnis

KapitelSeiten
  1. Titelei/InhaltsverzeichnisSeiten 1 - 6 Download Kapitel (PDF)
  2. Download Kapitel (PDF)
    1. 1.1. Einführung
      1. Archäologie und dynamische Zirkulation: Der Text und die Macht bei Foucault
      2. Die Textualität in New Historicism und Ethnologie
      3. Referentielle, nichtreferentielle und ‚selbstreferentielle‘ Bilder in Wittgensteins Kritik
      4. Dekonstruktive Lektüre, „falsche Literarisierung“ und der Wahrheitsanspruch philosophischer Texte
      5. Methodische Konsequenzen für die Textlektüre
    2. 1.3. Wahrnehmung als passives Empfangen oder als aktives Konstruieren – zur Wirkmächtigkeit einer Dichotomie
    3. 1.4. Forschungsstand
  3. Download Kapitel (PDF)
    1. 2.1. Die Wahrnehmung im Zusammenhang der Platonischen Erkenntnistheorie. Untersuchte Texte und Kontexte
    2. 2.2. Visuelle Wahrnehmung im „Liniengleichnis“
      1. Der Rahmendialog und das narrative Setting
      2. Drei Sätze (T), (P) und (H) – die Eingangssequenz des Binnendialogs und ein Überblick über die einschlägigen Passagen
      3. Die Flusstheorie (H) als Ausgangspunkt einer Wahrnehmungstheorie: die „Zwillingstheorie“ der Wahrnehmung
      4. Die weitere Entfaltung von (H) und (P) als Basis einer Wahrnehmungstheorie: Die Unfehlbarkeit der Wahrnehmung, das Traumargument und das ἐγὼ κριτὴς-Argument
      5. Die Gliederung der Widerlegungspassage
      6. Der erste Einsatz der Kritik - Sokrates’ Kritik an (T) und (P)
      7. Zweiter Einsatz der Kritik an (P) und (H): Protagoras’ Lehre (P) lässt die Wahrheit ihres Gegenteils zu, (H) ist nicht konsistent formulierbar
      8. Digression (172c8-177c5)
      9. Dritter Einsatz der Kritik: Widerlegung von (H) und (P)
      10. Vierter Einsatz der Kritik: Die endgültige Widerlegung von (T)
      11. Die Dialogizität/Rhetorizität: Welche Meinung vertritt Platon?
      12. Die Rolle der Seele, die κοινὰ, und die Tätigkeit des Urteilens
      13. Die platonische Differenzierung innerhalb der Wahrnehmungstheorie und die Unterscheidung von Eindrücken und Urteilen oder Schlüssen: Phänomenalismus, Sinnesdaten oder Sekundäre Qualitäten als Diskussi...
      14. Der Umgang der Seele mit den Wahrnehmungen: Wachstafel- und Taubenschlag-Modell
      15. Das Wachstafel-Modell
      16. Das Taubenschlag-Modell (196d1-200d5)
      17. Das Ende des Dialogs
      1. 45b2-46c6: Die Sehstrahltheorie
      2. 67c4-68d8: Die Theorie der Partikelströme
    3. 2.5. Sehen im „Philebos“: das Verhältnis von Sehen und Deutung und der Wunsch nach einer situationsunabhängigen Stufung
    4. 2.6. Zwischenfazit
  4. Download Kapitel (PDF)
    1. 3.1. Aristoteles‘ Bezugnahmen auf Platon und die Theorie der Wahrnehmung im Zusammenhang der aristotelischen Theorie. Untersuchte Texte und Kontexte
      1. Fünftes Kapitel von DA: Ein Grundbegriff des Wahrnehmens
      2. Sechstes Kapitel von DA: Die unterschiedlichen αἴσθητα
      3. Siebtes Kapitel von „De Anima“: Die Theorie des Sehens
    2. 3.3. Unterschiedliche Interpretationen des Wahrnehmens als „Bewegtwerden und Erleiden“
    3. 3.4. Die Typologie der αἴσθητὰ und die Wahrnehmung κατὰ συμβεβηκός
    4. 3.5. Lust oder Unlust des Sehens: Aristoteles als Denker der Mitte
  5. Download Kapitel (PDF)
    1. 4.1. Zu Platon
    2. 4.2. Zu Aristoteles
      1. Körperlose Wahrnehmungsakte in Theorien des Digitalen
  6. 5. LiteraturverzeichnisSeiten 219 - 232 Download Kapitel (PDF)

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