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Die Praxis der Leere

Zur Verkörperung buddhistischer Lehren in Erleben, Reflexion und Lehrer-Schüler-Beziehung
Autor:innen:
Verlag:
 2015

Zusammenfassung

Wenn sich Religionswissenschaftler oder Soziologen mit buddhistischer Praxis beschäftigen, kommt es oft vor, dass alles Mögliche entdeckt und erforscht wird – etwa Macht und Geschlechterverhältnisse –, nur nicht das, worum es den Praktizierenden in der Praxis eigentlich geht. Üblicherweise rückt dabei die Tatsache aus dem Blickfeld, dass die buddhistischen Lehren – wie auch andere spirituelle Traditionen – soteriologische Systeme sind. Der griechische Begriff Soteria bedeutet Rettung, Erlösung und Heil. Worin aber besteht dieses Heil und in welcher Beziehung steht es zu einer Praxis, die beansprucht, alle sinnlichen Phänomene als wesensmäßig leer zu betrachten? Findet sich hier lediglich eine Praxis, oder je nach buddhistischem Schulungsweg gar mehrere, unterschiedliche, divergierende Praxen, die möglicherweise auch mit verschiedenen Heilszielen verbunden sind? Um diesen Fragen nachgehen zu können, haben die Autoren sechs im deutschsprachigen Raum vertretene Schulungswege und die damit einhergehenden spezifischen Formen ihrer Praxis auf Basis einer rekonstruktiven Studie untersucht. Anstatt dabei essentialistisch zu fragen, was westlicher Buddhismus ist und wie sich seine Ausprägungen und Erscheinungsformen typisieren lassen, steht hiermit eine originär praxistheoretische Fragestellung im Vordergrund, wie die unterschiedlichen Formen des westlichen Buddhismus in Koproduktion von Psyche und Sozialem, als institutionalisierte Schulungswege und individuell gelebte Praxis hergestellt werden. Ausgangspunkt ist eine reflexive und sich wechselseitig konstituierende Beziehung zwischen Lehrsystem, den in gemeinschaftlicher Praxis induzierten Erfahrungen und der jeweiligen Institutionalisierungsform der Schulungswege. Entgegen der üblichen Selbststilisierung als erfahrungsorientierte Spiritualität wird damit die buddhistische (Selbst-)Erkenntnis in mehrfachem Sinne als ein immer gemeinschaftlich wie auch gesellschaftlich eingebettetes Phänomen betrachtet.


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Bibliographische Angaben

Auflage
1/2015
Copyrightjahr
2015
ISBN-Print
978-3-958-32079-6
ISBN-Online
978-3-8452-7735-6
Verlag
Velbrück Wissenschaft, Weilerswist
Sprache
Deutsch
Seiten
472
Produkttyp
Monographie

Inhaltsverzeichnis

KapitelSeiten
  1. Titelei/InhaltsverzeichnisSeiten 1 - 6 Download Kapitel (PDF)
  2. Vorwort Seiten 7 - 10 Download Kapitel (PDF)
  3. Einleitung Seiten 11 - 15 Download Kapitel (PDF)
  4. Erste Zugänge zum Verständnis des westlichen Buddhismus Seiten 16 - 18 Download Kapitel (PDF)
  5. Aufbau des Buches Seiten 19 - 20 Download Kapitel (PDF)
  6. Download Kapitel (PDF)
    1. Buddhistische Lehren als Text und symbolische Systeme
    2. Beispiel einer konkreten Praxis: Vipassanā-Meditation
    3. Pfad und Frucht: Erleuchtung am Horizont
  7. Download Kapitel (PDF)
    1. Die Erfahrung – William James
    2. Die Reflexion – Ernst Tugendhat
    3. Ich/Nicht-Ich – neurowissenschaftliche Perspektiven
    4. Gruppe und Ritual – anthropologische Perspektiven
    5. Mimesis – René Girard
    6. Kommunikation – Niklas Luhmann
    7. Leib, Reflexion und Transzendenz – metatheoretische und methodologische Integration
    8. Methodologische Bemerkungen
  8. Download Kapitel (PDF)
    1. Miriam Kraft – Praxis und Evidenz
    2. Veronika Roth – Komplexe Lehrer-Schüler-Verhältnisse
    3. Britta Henschel – Lernprozesse und Kontexturtransformation
    4. Erkennen ist Tun – Praxen, die weitere Praxen evident werden lassen
    5. Formen und Funktionen von Lehrer-Schüler-Beziehungen
    6. Befreiung – einfach nur Mensch sein
  9. Download Kapitel (PDF)
    1. Nichts wirkt
    2. Zweifel und Gewissheit
    3. Transgression
    4. Kulturalisierung der Leere
  10. Literaturverzeichnis Seiten 451 - 466 Download Kapitel (PDF)
  11. Personenregister Seiten 467 - 472 Download Kapitel (PDF)

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