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Monographie Kein Zugriff

Die Heyde/Sawade-Affäre

Wie Juristen und Mediziner den NS-Euthanasieprofessor Heyde nach 1945 deckten und straflos blieben
Autor:innen:
Verlag:
 2010

Zusammenfassung

Nach 1945 gelang es auch Medizinern und Juristen, ihre NS-Vergangenheit zu leugnen oder zu verharmlosen. Prof. Dr. med. Werner Heyde – vor 1945 Ordinarius für Psychiatrie und Nervenheilkunde an der Universität Würzburg – war als sogenannter Obergutachter im Rahmen der NS-Euthanasie für die Morde an über 80.000 Behinderten und Kranken verantwortlich.

Nach 1945 konnte er sich mit Hilfe von Juristen und Medizinern unter falschem Namen eine neue Existenz aufbauen. Er wurde Gerichtsgutachter und lebte unter dem Pseudonym Dr. med. Fritz Sawade jahrelang unbehelligt in Flensburg. In Mediziner- und Juristenkreisen sprach sich seine wahre Identität bald herum; doch alle schwiegen. Dies wurde durch die gesellschaftspolitischen Verhältnisse in der Nachkriegszeit und ein Netz gegenseitiger Unterstützung seitens der ehemaligen NS-Elite begünstigt.

Anhand bislang verschlossener Quellen wird diese Affäre hier umfassend dargestellt.

Der Verfasser ist Richter am Landgericht Itzehoe.


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Bibliographische Angaben

Copyrightjahr
2010
ISBN-Print
978-3-8329-5048-4
ISBN-Online
978-3-8452-2689-7
Verlag
Nomos, Baden-Baden
Sprache
Deutsch
Seiten
338
Produkttyp
Monographie

Inhaltsverzeichnis

KapitelSeiten
  1. Titelei/Inhaltsverzeichnis Kein Zugriff Seiten 2 - 7
  2. Vorwort zur 3. Auflage Kein Zugriff Seiten 8 - 8
  3. Vorwort zur 2. Auflage Kein Zugriff Seiten 9 - 9
  4. Vorwort Kein Zugriff Seiten 10 - 10
  5. Zur Einführung Kein Zugriff Seiten 11 - 12
    1. Zur Person Werner Heyde (1902–1945) Kein Zugriff Seiten 13 - 16
    2. Die weltanschaulichen Wurzeln der NS-Euthanasie Kein Zugriff Seiten 16 - 18
      1. Die „Kanzlei des Führers der NSDAP“ (KdF) Kein Zugriff Seiten 18 - 19
      2. Das Kind der Eheleute Knauer Kein Zugriff Seiten 19 - 21
        1. Der „Reichsausschuß zur wissenschaftlichen Erfassung von erb- und anlagebedingten schweren Leiden“ Kein Zugriff
        2. Die sogenannten Kinderfachabteilungen als Mordstätte von ca. 5.000 Kindern und Jugendlichen Kein Zugriff
      1. Die Zielsetzung der „Aktion T 4“ Kein Zugriff Seiten 32 - 36
      2. Die Personal- und Organisationsstruktur der „Zentraldienststelle T 4“ Kein Zugriff Seiten 36 - 38
        1. Der Runderlaß des Reichsministers des Innern vom 9. Oktober 1939 Kein Zugriff
        2. Das „Begutachtungs“-Verfahren Kein Zugriff
      3. Die Tötungen der Patienten Kein Zugriff Seiten 47 - 51
      4. Die Verschleierung der Morde Kein Zugriff Seiten 51 - 54
      5. Die Ermordung jüdischer Heilanstaltsinsassen und die „Sonderbehandlung 14 f 13“ Kein Zugriff Seiten 54 - 56
      6. Der „Stopp“ der „Aktion T 4“ und die „wilde Euthanasie“ Kein Zugriff Seiten 56 - 57
      7. Die Opfer – Eine Bilanz Kein Zugriff Seiten 57 - 58
      8. Heyde „verläßt“ die „T 4“ Kein Zugriff Seiten 58 - 60
    1. Heydes/Sawades Untertauchen in Schleswig-Holstein Kein Zugriff Seiten 61 - 63
      1. Der Förderer- und Unterstützerkreis in Flensburg und Schleswig Kein Zugriff Seiten 63 - 74
      2. Heydes/Sawades einträgliche Gutachtertätigkeit Kein Zugriff Seiten 74 - 80
      3. Die Hamburger Professoren Pette und Bürger-Prinz und die Vortragsidylle in Schleswig Kein Zugriff Seiten 80 - 90
      1. Ein Einblick in die politischen Nachkriegsstrukturen Schleswig-Holsteins Kein Zugriff Seiten 90 - 94
        1. Die Ermittlungen der Kieler Staatsanwaltschaft unter der Leitung von Dr. Paul Thamm Kein Zugriff
        2. Der schleswig-holsteinische Landtag zur NS-Euthanasie: „Eine große Anzahl von Verbrechen muß leider ungesühnt bleiben.“ Kein Zugriff
      2. Beamte und Richter mit Erfahrungen im „Osteinsatz“ (1939–1944) machen nach 1945 wieder Karriere: Das Beziehungsgeflecht zwischen dem Sozialministerium, der Sozialgerichtsbarkeit, der Landesversicherungsanstalt und dem Landesversorgungsamt Kein Zugriff Seiten 120 - 132
      1. Emeritus Prof. Dr. Creutzfeldt bricht sein Schweigen - Landessozialgerichtspräsident Buresch gerät in Zugzwang Kein Zugriff Seiten 132 - 141
      2. Der Flensburger Rechtsanwalt und Notar Dr. Witt besucht Prof. Creutzfeldt in München: Die „Aktion Witt“ und das erneute Schweigen von Prof. Creutzfeldt Kein Zugriff Seiten 141 - 149
      1. Ein Strafrichter des Landgerichts Flensburg läßt Heyde/Sawade unter seinem Pseudonym als Zeugen und Sachverständigen aussagen Kein Zugriff Seiten 149 - 153
      2. Was wußte die Ministerialbürokratie im Sozialministerium? Ein Gespräch zwischen Präsident Buresch, Ministerialrat Timm und Regierungsrat Ehmcke Anfang 1955 Kein Zugriff Seiten 153 - 159
      3. Die Ärztekammer Schleswig-Holstein und die Auskunft des Dr. Sawade, „... daß ich keine Praxis ausübe.“ Kein Zugriff Seiten 159 - 161
      4. Senatspräsident Michaelis, Landessozialgerichtsrat Dr. Meinicke-Pusch und ein „leeres Blatt Papier“: Eine besondere Art der Sachverständigenanhörung Kein Zugriff Seiten 161 - 180
      5. Kieler Nachkriegsordinarien der Medizin und die NS-Euthanasie Kein Zugriff Seiten 180 - 193
      1. Professor Reinweins Händel mit den studentischen Verbindungen „Troglodytia“ und „Saxonia“ Kein Zugriff Seiten 193 - 198
      2. Der Leiter der Gesundheitsabteilung im schleswigholsteinischen Innenministerium – Dr. med. Hans Heigl – als Schutzpatron Heydes/Sawades? Kein Zugriff Seiten 198 - 207
      3. Der unterlassene Blick in das Bundeskriminalblatt: Fahndungspanne des Oberregierungskriminalrats Zillmann und des Flensburger Oberstaatsanwalts Biermann? Kein Zugriff Seiten 207 - 216
      4. Heyde/Sawade kehrt Flensburg den Rücken – letzte Freundschaftsdienste von Obermedizinalrat Dr. Ostertun Kein Zugriff Seiten 216 - 218
    1. Die Untersuchungsausschüsse I und II des schleswig-holsteinischen Landtages in der Angelegenheit Prof. Heyde/Dr. Sawade Kein Zugriff Seiten 219 - 233
    2. Generalstaatsanwalt Fritz Bauer klagt Heyde an, „... heimtückisch, grausam und mit Überlegung mindestens 100.000 Menschen getötet zu haben“ Kein Zugriff Seiten 233 - 238
    3. Das schleswig-holsteinische Justizministerium unter der Leitung von Bernhard Leverenz (FDP) als Chefankläger in Sachen Heyde/Sawade Kein Zugriff Seiten 238 - 241
    4. Die schleswig-holsteinische Generalstaatsanwaltschaft: Ein Überblick über ihre Personalstruktur Kein Zugriff Seiten 241 - 243
    5. Generalstaatsanwalt Adolf Voss – ein Begünstiger Heydes/Sawades? Kein Zugriff Seiten 243 - 260
    6. NS-Staatssekretär Franz Schlegelberger – Bekannter und Nachbar von Heyde/Sawade: Ein Fall für die Staatsanwaltschaft? Kein Zugriff Seiten 260 - 265
      1. Die Duz-Freundschaft zwischen Buresch und Innenminister Lemke (CDU): Fakten, Vermutungen und Gerüchte Kein Zugriff Seiten 265 - 268
      2. Die Anklage vom 26. Februar 1960 Kein Zugriff Seiten 268 - 278
      3. Die Einstellung des Strafverfahrens wegen dauernder Verhandlungsunfähigkeit am 6. November 1967 durch das Kieler Landgericht Kein Zugriff Seiten 278 - 283
      1. Die Anklage vom 28. Februar 1961: „... als Staatsanwalt im Dezember 1954 Heyde/Sawade wissentlich vor der im Gesetz vorgesehenen Strafe bewahrt zu haben“ Kein Zugriff Seiten 283 - 287
      2. Die I. große Strafkammer des Landgerichts Kiel unter Vorsitz von Landgerichtsdirektor Dr. Kehl: Eine Hauptverhandlung wird nicht anberaumt Kein Zugriff Seiten 287 - 300
      3. Das Urteil vom 30. Mai 1968 Kein Zugriff Seiten 300 - 304
    7. Der Verlierer: Das Strafverfahren gegen den Chefreporter der Frankfurter Rundschau – Volkmar Hoffmann Kein Zugriff Seiten 304 - 310
  6. Schluß Kein Zugriff Seiten 311 - 320
  7. Anhang Kein Zugriff Seiten 321 - 321
  8. Dank Kein Zugriff Seiten 321 - 321
  9. Quellen und Literatur Kein Zugriff Seiten 322 - 331
  10. Bildnachweise Kein Zugriff Seiten 332 - 332
  11. Abkürzungen Kein Zugriff Seiten 333 - 334
  12. Namensregister Kein Zugriff Seiten 335 - 338

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