Wahrhaft sichtbar
Humangenomforscher in der Öffentlichkeit- Autor:innen:
- Reihe:
- Wissenschafts- und Technikforschung, Band 1
- Verlag:
- 2009
Zusammenfassung
Wissenschaftler sehen sich zunehmend mit der Erwartung konfrontiert, außerhalb der Wissenschaft sichtbar zu sein. Am Fall der Humangenomforschung, deren Sequenzen und Stars in den vergangenen Jahren hohe Medienaufmerksamkeit zuteil wurde, zeigt die Studie, wie diese Sichtbarkeit Wissenschaft und Wissenschaftler verändert. Anhand von Interviews mit 55 Humangenomforschern in Deutschland, Großbritannien, Frankreich und den USA zeichnet die Autorin die Ambivalenz von Wissenschaftlern den Erwartungen gegenüber nach, identifiziert Regeln angemessener Sichtbarkeit und analysiert die Bedeutung symbolischer Forschung. Das Ergebnis der Sichtbarkeitsfolgenabschätzung: Auch wenn sich eine Öffentlichkeitsorientierung unter Wissenschaftlern findet, bestehen sie dennoch auf dem Primat epistemischer Kriterien für ihre Forschung. Als Geeks, Missionare, Anwälte des Wissens und öffentliche Wissenschaftler entwickeln sie typspezifische Strategien, außerwissenschaftliche Öffentlichkeiten als Publika der Wissenschaft einzubeziehen, ohne dass die Prominenz einzelner Wissenschaftler die Reputationsautonomie der Fachkollegen bedroht. Damit belegt der Fall Humangenomforschung die anhaltende normative Stabilität der Differenzierungsthese.
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Bibliographische Angaben
- Copyrightjahr
- 2009
- ISBN-Print
- 978-3-8329-4268-7
- ISBN-Online
- 978-3-8452-1807-6
- Verlag
- Nomos, Baden-Baden
- Reihe
- Wissenschafts- und Technikforschung
- Band
- 1
- Sprache
- Deutsch
- Seiten
- 276
- Produkttyp
- Monographie
Inhaltsverzeichnis
- Titelei/Inhaltsverzeichnis Kein Zugriff Seiten 2 - 13
- Abbildungsverzeichnis Kein Zugriff Seiten 14 - 14
- Tabellenverzeichnis Kein Zugriff Seiten 14 - 14
- Abkürzungsverzeichnis Kein Zugriff Seiten 15 - 16
- Keynote in Cold Spring Harbor: „Scientists should be visible!“ Kein Zugriff Seiten 17 - 21
- Wissensgesellschaft, Mediengesellschaft, funktional differenzierte Gesellschaft Kein Zugriff Seiten 22 - 24
- Das Belohnungssystem der Wissenschaft: Reputation als Mechanismus der Selbststeuerung Kein Zugriff Seiten 24 - 30
- Die normative Struktur der Wissenschaft Kein Zugriff Seiten 30 - 33
- Beziehungen der Wissenschaft zu ihrer Umwelt Kein Zugriff Seiten 33 - 34
- Veränderte Rahmenbedingungen und Veränderungen in der Wissenschaft Kein Zugriff Seiten 34 - 37
- Vom Marktplatz zur Medienöffentlichkeit Kein Zugriff Seiten 37 - 40
- Die Realität der Massenmedien Kein Zugriff Seiten 40 - 45
- Medialisierung der Politik Kein Zugriff Seiten 45 - 47
- Medialisierung der Wissenschaft Kein Zugriff Seiten 47 - 53
- Sichtbarkeit als Erwartung Kein Zugriff Seiten 53 - 58
- Sichtbare Wissenschaftler und die Wissenschafts-Medien-Kopplung Kein Zugriff Seiten 58 - 63
- „Meide das Rampenlicht!“ Kein Zugriff Seiten 63 - 67
- Anzeichen für einen Wandel der traditionellen Sichtweise Kein Zugriff Seiten 67 - 69
- Sichtbarkeitsfolgenabschätzung Kein Zugriff Seiten 69 - 70
- Humangenomforschung als Big Science Kein Zugriff Seiten 71 - 74
- Humangenomforschung als legitimationsbedürftig Kein Zugriff Seiten 74 - 75
- Humangenomforschung als „heißes“ Forschungsfeld Kein Zugriff Seiten 75 - 77
- Humangenomforschung in der Krise Kein Zugriff Seiten 77 - 78
- Humangenomforschung unter hoher Medienaufmerksamkeit Kein Zugriff Seiten 78 - 79
- Forschungsansatz: Selbstbeschreibungen von Wissenschaftlern Kein Zugriff Seiten 80 - 82
- Methodologische Grundlagen Kein Zugriff Seiten 82 - 85
- Methodisches Vorgehen Kein Zugriff Seiten 85 - 90
- Methodologische Grundlagen Kein Zugriff Seiten 90 - 94
- Methodisches Vorgehen Kein Zugriff Seiten 94 - 97
- Sichtbarkeit als Erwartungserwartung Kein Zugriff Seiten 98 - 100
- Sichtbarkeit für verschiedene Öffentlichkeiten Kein Zugriff Seiten 100 - 104
- Fazit Kein Zugriff Seiten 104 - 104
- Bedeutung Kein Zugriff Seiten 105 - 107
- Ziele Kein Zugriff Seiten 107 - 108
- Institutionalisierung Kein Zugriff Seiten 108 - 110
- Angemessenheit Kein Zugriff Seiten 110 - 110
- „A natural for publicity“: Der Fall Humangenomprojekt Kein Zugriff Seiten 110 - 114
- „Wissenschaft macht man für sich und seine Kollegen“: Das Elfenbeinturm-Modell Kein Zugriff Seiten 114 - 118
- „We try having them to understand and to agree“: Das PUS-Modell Kein Zugriff Seiten 118 - 120
- „The broader picture“: Das gesellschaftlich kontextualisierte Modell Kein Zugriff Seiten 120 - 123
- Fazit Kein Zugriff Seiten 123 - 124
- Wissenschaftler sein. Eine Skizze des Berufsverständnisses Kein Zugriff Seiten 125 - 132
- Verbreitung Kein Zugriff Seiten 132 - 134
- Ziele Kein Zugriff Seiten 134 - 134
- Normative Erwartungen an sichtbare Wissenschaftler Kein Zugriff Seiten 134 - 136
- Ambivalenzen sichtbarer Wissenschaftler Kein Zugriff Seiten 136 - 143
- Sichtbarkeitsmodi und Rechtfertigungsstrategien Kein Zugriff Seiten 143 - 147
- Auswirkungen Kein Zugriff Seiten 147 - 149
- „A scientist should have no name“: Die Repräsentanten Kein Zugriff Seiten 149 - 155
- „Wissenschaft braucht Stars“: Die Exponenten Kein Zugriff Seiten 155 - 158
- Fazit Kein Zugriff Seiten 158 - 161
- „I just want to work in the lab and not be bothered with life“: Der Geek Kein Zugriff Seiten 162 - 170
- „Wissenschaft muss eine größere Rolle spielen in der Gesellschaft“: Der Missionar Kein Zugriff Seiten 170 - 175
- „A symptom of things that are worth worrying about“: Der Anwalt des Wissens Kein Zugriff Seiten 175 - 180
- „Talking to the public is just as important as talking to your peers“: Der öffentliche Wissenschaftler Kein Zugriff Seiten 180 - 185
- „More media experience than any other scientist“: Die Selbstwahrnehmung Kein Zugriff Seiten 185 - 189
- „A sensational way but a valuable contribution“: Die Fremdwahrnehmung Kein Zugriff Seiten 189 - 192
- Fazit Kein Zugriff Seiten 192 - 193
- Das Rollen-Set des Wissenschaftlers der Öffentlichkeit Kein Zugriff Seiten 194 - 201
- Die neue Ambivalenz sichtbarer Wissenschaftler Kein Zugriff Seiten 201 - 204
- Anerkennung für Wissenschaftler – Das Verhältnis von Reputation und Prominenz Kein Zugriff Seiten 204 - 207
- Publika einer Wissenschaft der Öffentlichkeit Kein Zugriff Seiten 207 - 212
- Ein Zwei-Stufen-Konzept „wahrhafter Sichtbarkeit“ Kein Zugriff Seiten 212 - 215
- Wahrhaft sichtbar – auch in Zeiten der Medialisierung? Kein Zugriff Seiten 215 - 221
- Das Humangenomprojekt als Anomalie Kein Zugriff Seiten 221 - 225
- Thesen zur Ausgestaltung der Wissenschafts-Medien-Kopplung Kein Zugriff Seiten 225 - 232
- Wahrhaft sichtbare Wissenschaft Kein Zugriff Seiten 232 - 239
- Cold Spring Harbor revisited: „We are your lab mice!“ Kein Zugriff Seiten 239 - 240
- Literatur Kein Zugriff Seiten 241 - 256
- Validierung anhand von Gütekriterien qualitativer Forschung Kein Zugriff Seiten 257 - 267
- Kategoriensystem Kein Zugriff Seiten 267 - 276





