
Die Philosophiegeschichtsschreibung im Ersten Weltkrieg
- Herausgeber:innen:
- |
- Reihe:
- Kulturphilosophische Studien, Band 9
- Verlag:
- 2022
Zusammenfassung
Wie lässt sich die Stellung der deutschen Philosophie zum Ausbruch des 1. Weltkrieges, zum Wiedererstarken der Nationalismus in Konkurrenz zum europäischen Einheitsideal und zur Entstehung einer globalen Landschaft der Philosophie nach der Katastrophe von 1914/18 beschreiben?In der »geistigen Mobilmachung« der Philosophen während des Krieges wurden die klassischen Autoren der Geschichte der Philosophie oft herangezogen, wenn nicht sogar instrumentalisiert, um nationalistische Absichten zu unterstützen. Dies führte zu einer Verformung der historischen Narrative der Philosophie, die bereits um 1900 zwischen einer Restitution der nationalistischen Perspektive und einer sich weitenden globalen Perspektive gespannt waren. Für vielen Jahre hat sich das Narrativ konkurrierender Nationalgeschichten der Philosophie durchgesetzt, das auch heute noch einen Referenzrahmen bildet. Die vorliegende Sammlung von Beiträgen unternimmt den Versuch, diese Stereotype zu analysieren und zu durchbrechen, um auf einer transnationalen Ebene die Auswirkungen des Krieges von 1914/18 auf die Werke der Historiker der Philosophie in Deutschland, Frankreich, Italien und in der angelsächsischen Welt zu thematisieren.Dabei handelt es sich um einen Vorstoß in die Richtung einer Überwindung der historiographischen Fragmentierung einer europäischen Philosophiegeschichte des frühen 20. Jahrhunderts.Mit Beiträgen vonProf. Dr. Olivier Agard, Prof. Dr. Elena Alessiato, Dr. Jörn Bohr, PD Dr. Arne Karsten, Prof. Antonello La Vergata und Prof. Dr. Ursula Renz.
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Bibliographische Angaben
- Copyrightjahr
- 2022
- ISBN-Print
- 978-3-495-49237-6
- ISBN-Online
- 978-3-495-99932-5
- Verlag
- Karl Alber, Baden-Baden
- Reihe
- Kulturphilosophische Studien
- Band
- 9
- Sprache
- Deutsch
- Seiten
- 176
- Produkttyp
- Sammelband
Inhaltsverzeichnis
- Titelei/InhaltsverzeichnisSeiten 1 - 8 Download Kapitel (PDF)
- Einleitung – Die Philosophiegeschichtschreibung im Ersten WeltkriegSeiten 9 - 18 Gerald Hartung, Caterina Zanfi Download Kapitel (PDF)
- 1. Meinungskrieg und Melancholie. Die deutschen Intellektuellen und der Erste WeltkriegSeiten 19 - 33 Arne Karsten Download Kapitel (PDF)
- 2. »Der neue Fichte«: Rudolf Eucken und die Vergeistigung des KriegesSeiten 34 - 56 Elena Alessiato Download Kapitel (PDF)
- 3. Welchen Sinn hat jetzt Studium und Wissenschaft? Wilhelm Windelband als Lehrer der akademischen Jugend vom Augusterlebnis bis zur FeldpostausgabeSeiten 57 - 75 Jörn Bohr Download Kapitel (PDF)
- 4. Historische Zuversicht im Angesicht des Krieges. Hermann Cohens einsamer Versuch, den weltanschaulichen Idealismus zu rettenSeiten 76 - 92 Ursula Renz Download Kapitel (PDF)
- 5. Dewey und Santayana gegen deutsche Philosophie und deutschen »Fanatismus«Seiten 93 - 115 Antonello La Vergata Download Kapitel (PDF)
- 6. Émile Boutroux als Historiker der deutschen PhilosophieSeiten 116 - 136 Olivier Agard Download Kapitel (PDF)
- 7. Von Bologna nach Neapel. Zwei internationale philosophische Kongresse vor und nach dem KriegSeiten 137 - 155 Caterina Zanfi Download Kapitel (PDF)
- 8. Georg Simmel und die Philosophiegeschichtsschreibung vor und im Ersten WeltkriegSeiten 156 - 174 Gerald Hartung Download Kapitel (PDF)
- Autorinnen und AutorenSeiten 175 - 176 Download Kapitel (PDF)




