Gesundheitssemantiken der Moderne
Eine Diskursanalyse der Debatten über die Reform der Krankenversicherung- Autor:innen:
- Verlag:
- 2007
Zusammenfassung
Gesundheitspolitik ist in der Bundesrepublik seit Beginn der 1990er Jahre zum politischen Dauerbrenner geworden. Die Rede ist von einer Krise der gesetzlichen Krankenversicherung und der objektiv gegebenen Notwendigkeit einer Reform. Dem hält der Autor in diesem Buch die These entgegen, dass Gesundheitspolitik heute als das Ergebnis der kommunikativen Umstellung von der wohlfahrtsstaatlichen auf die reflexive Risikosemantik zu verstehen ist. Der Umgang mit Krankheit und Gesundheit ist damit keine Antwort auf »objektiv« gegebene Rahmenbedingungen, sondern Resultat gesellschaftlichen und damit sozial konstruierten Wissens. Gegenwärtige Gesundheitspolitik reagiert auf die Folgen des eigenen vergangenen Handelns. Sie begegnet nicht mehr primär Krankheitszuständen, sondern sucht eine Antwort auf die Fragen zu finden, was als medizinischer Fortschritt zu gelten habe, wie dieser zu finanzieren sei und wer darüber entscheiden solle. Der Autor rekonstruiert die historischen Diskurse zur gesetzlichen Krankenversicherung vom ausgehenden 19. Jahrhundert bis heute und untersucht diskursanalytisch Bundestagsdebatten zur Reform der gesetzlichen Krankenversicherung zwischen 1998 und 2003.
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Bibliographische Angaben
- Copyrightjahr
- 2007
- ISBN-Print
- 978-3-89404-552-4
- ISBN-Online
- 978-3-8452-6722-7
- Verlag
- Nomos, Baden-Baden
- Sprache
- Deutsch
- Seiten
- 264
- Produkttyp
- Monographie
Inhaltsverzeichnis
- Titelei/Inhaltsverzeichnis Kein Zugriff Seiten 1 - 6
- Vorwort Kein Zugriff Seiten 7 - 8
- 1 Gesundheitspolitik in der fortgeschrittenen Moderne Kein Zugriff Seiten 9 - 18
- 2.1 Die diskursive Konstruktion gesundheitspolitischer Realität Kein Zugriff
- 2.2 Zur diskursanalytischen Methodik Kein Zugriff
- 3 Eine kurze Geschichte der gesetzlichen Krankenversicherung Kein Zugriff Seiten 51 - 62
- 4.1.1 Vom Reichshaftpflichtgesetz zur gesetzlichen Krankenversicherung: von der liberalen zur wohlfahrtsstaatlichen Risikosemantik Kein Zugriff
- 4.1.2 Zum Wandel von Krankheit und Gesundheit im Übergang vom Mittelalter zur Neuzeit Kein Zugriff
- 4.1.3 Die Kassenarztfrage: das Verhältnis von Krankenkasse, Kassenarzt und Kassenpatient Kein Zugriff
- 4.1.4 Die Kosten- und Beitragsexplosion in der gesetzlichen Krankenversiche- rung: Solidarität, Subsidiarität und Eigenverantwortung Kein Zugriff
- 4.1.5 Die diskursive Ausgangslage: das moderne Unsicherheitsdispositiv Kein Zugriff
- 4.2.1 Zur Ausgangssituation der gesundheitspolitischen Reformdiskussionen: vom Wachstum, von fehlenden Einnahmen und zukünftigen Generationen Kein Zugriff
- 4.2.2 Die Steuerung des Gesundheitswesens: Beitragssatzstabilität, Lohnneben- kosten und die Grenzen des medizinischen Fortschritts Kein Zugriff
- 4.2.3 Von ›Krankheiten‹ und ›individuellen Befindlichkeitsstörungen‹ Kein Zugriff
- 4.2.4 Subjektkonstitution in der gesetzlichen Krankenversicherung Kein Zugriff
- 4.2.5 Von der solidarischen Grundversorgung und der Rundum- oder Vollversorgung Kein Zugriff
- 5 Begrenzungsdiskurs und Entgrenzungsdiskurs: Varianten reflexiver Risikosemantik? Kein Zugriff Seiten 205 - 222
- Anhang A: Aufstellung der verwendeten Textmaterialien Kein Zugriff Seiten 223 - 231
- Anhang B: Leitfaden Kein Zugriff Seiten 232 - 236
- Tabellenverzeichnis Kein Zugriff Seiten 237 - 238
- Literatur Kein Zugriff Seiten 239 - 264





