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Monographie Kein Zugriff

Die Textualität des Rechts

Zur poststrukturalistischen Kritik des Rechts
Autor:innen:
Verlag:
 2016

Zusammenfassung

Agamben, Derrida, Menke und Nancy kritisieren das Recht als gerechtfertigte und sich durch seine Anwendung rechtfertigende Gewalt. Die Entscheidung des Gesetzes schließt Gerechtigkeit aus. Die vorliegende Arbeit akzentuiert demgegenüber in historischen, philosophischen, literaturwissenschaftlichen und soziologischen Überlegungen die plurale Textualität des Rechts, die sich auf den Wortlaut des Gesetzesbefehls nicht reduzieren lässt. Der Poststrukturalismus kommt mit Blick auf die Vergangenheit über eine Kritik an der permanenten Wiederholung der Gewalt der Gründung des Rechts nicht hinaus und setzt dagegen in unterschiedlichen Versionen die Zukunft einer messianischen Wiedergewinnung der Gerechtigkeit.

Das Buch sieht eine Alternative in der Betonung der Gegenwart des Operierens mit praktischen Zwängen und Möglichkeiten, die das Recht unter Bedingungen von Ungewissheit ermöglichen muss. Das Recht kann immer nur fern vom Gleichgewicht »Ordnung aus Unordnung« generieren, indem es mit Fiktionen arbeitet, aber die jeweils andere Seite der Fiktionen nie dauerhaft ausschließt. Die Arbeit geht von einer systemtheoretischen Position aus, die am Ende medientheoretisch erweitert wird. Dadurch kann die permanente Unruhe erfasst werden, innerhalb deren sich der Text des Rechts fortschreiben muss.


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Bibliographische Angaben

Copyrightjahr
2016
ISBN-Print
978-3-958-32080-2
ISBN-Online
978-3-8452-7792-9
Verlag
Velbrück Wissenschaft, Weilerswist
Sprache
Deutsch
Seiten
342
Produkttyp
Monographie

Inhaltsverzeichnis

KapitelSeiten
  1. Titelei/Inhaltsverzeichnis Kein Zugriff Seiten 1 - 10
  2. Vorwort Kein Zugriff Seiten 11 - 12
  3. Vorbemerkung: Subjekt Kein Zugriff Seiten 13 - 18
      1. Der Beginn einer unendlichen Geschichte: Aufstieg und Wiederkehr des Kant’schen Transzendentalismus Kein Zugriff
      2. Kant und die Gabe des Gesetzes Kein Zugriff
      3. Ein neuer Anschluss an den Kant’schen Transzendentalismus: Die Durchlässigkeit für das Empirische? Kein Zugriff
      1. Gerechtigkeit »nach Kant« – Rawls, Habermas, Honneth Kein Zugriff
      2. Nach dem Kantianismus: Die Unmöglichkeit der Selbstgebung des Gesetzes und die Souveränität der Setzung des Rechts Kein Zugriff
      1. Derrida – die unmögliche Möglichkeit der Gerechtigkeit Kein Zugriff
      2. Die Unmöglichkeit der Gerechtigkeit Kein Zugriff
        1. . Das Gesetz als »Ver-sprechen«? Kein Zugriff
      3. Recht als Gewalt Kein Zugriff
      4. Der »singuläre« Mensch außerhalb der Institutionen und das singuläre Ereignis ohne Geschichte Kein Zugriff
      1. Vorbemerkung: Zerfall der Gemeinschaft der »Werke« und der Konventionen Kein Zugriff
      2. Agambens homo sacer, die Figur der »Souveränität« und die Sprache als »Anfang« Kein Zugriff
      3. Zwischenbemerkung zu Agambens Konstruktion des »homo sacer« nach dem römischen Recht Kein Zugriff
      4. Die gewaltsame Gründung des Rechts: Agamben Kein Zugriff
      1. Nancy und die »Gemeinschaft« der »Einzigen« Kein Zugriff
      2. Nancy und die Gerechtigkeit Kein Zugriff
      3. Die »entwerkte« Gemeinschaft der Einzigen (Nancy) Kein Zugriff
      4. Die »Figuren« des Nationalsozialismus und die neue Demokratie Kein Zugriff
      5. Der projektive Gehalt der »Figur« und die Netzwerke der Gesellschaft Kein Zugriff
      6. Anstelle des Kant’schen Universalismus: die ursprüngliche »partage des voix« (Nancy)? Kein Zugriff
      7. Nach dem Ende des logozentrischen Subjekts: der »Einzige« (»singulier«) im Widerstand Kein Zugriff
      8. Der Einzige und das Kommen (»à venir«) der Zukunft Kein Zugriff
      9. Das Recht als ein Recht der »Werke« und die »entwerkte« Gemeinschaft Kein Zugriff
      1. Die ursprüngliche Gewalt des Rechts bei Menke Kein Zugriff
      2. Die Entstehung des Rechts aus der griechischen Tragödie Kein Zugriff
      3. Die Voraussetzung des griechischen Rechtsbildungsprozesses: Die Entstehung eines »gemeinsamen Wissens« Kein Zugriff
      4. Menke und die »Entsetzung« des Rechts Kein Zugriff
      5. Ein Beispiel für die »Entsetzung« des Rechts nach Heiner Müller Kein Zugriff
      1. Der Grund des Gesetzes vor Kant Kein Zugriff
      2. Die Textualität des jüdischen Gesetzes als Alternative Kein Zugriff
      3. »Politische Theologie des Nachbarn« Kein Zugriff
      1. Das Recht als ein System von transsubjektiven Beziehungen – römisches Recht Kein Zugriff
      2. Das antike Recht und die Stadt als Paradigma artifizieller Ordnung Kein Zugriff
      3. Die Herstellung des Rechts in Rom Kein Zugriff
      4. Die Gründung der »Souveränität« und des Rechtssubjekts im antiken Recht? Kein Zugriff
      5. Zwischenbemerkung zum Wandel des mittelalterlichen Rechts Kein Zugriff
      6. Recht als azentrisches System von »mapped relations« Kein Zugriff
      7. Die »Herstellung« des Rechts und seine »Anwendung« Kein Zugriff
      1. Der Bildungsroman und die Abspaltung der »world of facts« Kein Zugriff
      2. Die Abspaltung der »world of facts« und ihre Rückwirkung auf die Literatur der »Möglichkeiten« Kein Zugriff
      3. Die Krise der Integrationsleistung des Bildungsbürgers Kein Zugriff
      4. Der Wandel des Bildungsbürgertums und der Aufstieg der Kleinbürger Kein Zugriff
      5. Die Krise des Bildungsromans und die Fragmentierung des »Selbst« Kein Zugriff
      6. Der Verlust einer universellen Sprachwelt Kein Zugriff
      7. Literatur als Medium des Subjekts und die Entwicklung einer »culture of facts« Kein Zugriff
      8. Der Aufstieg des »Gewöhnlichen« und die Krise der Sprache selbst Kein Zugriff
      9. Nach dem Ende des Kant’schen Universalismus: der Aufstieg der »Philosophie des Verdachts« (B. Groys) Kein Zugriff
      10. Die Historizität des »Ordnungsschwundes« in der Sprache und in der Bildung des Subjekts Kein Zugriff
      1. Das praktische Wissen der Lebenswelten – insbesondere die materialistische Logik der Technik Kein Zugriff
      2. Das westliche Wissen Kein Zugriff
      3. Das »technische Individuum« (G. Simondon) Kein Zugriff
      4. Vom »Ding an sich« zur Aktivität der Dinge Kein Zugriff
      1. Textuale Rationalität Kein Zugriff
      2. Die Rationalität des Artifiziellen – die technische Logik der Operationen Kein Zugriff
      3. Die instituierten Konventionen und die Sprache Kein Zugriff
      4. Die »Grundlosigkeit« der Praxis Kein Zugriff
      5. Die Materialität des Gehirns und die Logik der modularen Ordnung Kein Zugriff
      6. Die Kopplung zwischen praktischem und theoretischem Register des Wissens Kein Zugriff
      7. Die ewige Wiederholung (Iteration) des »Anfangs« – die wahre transzendentale Gründung des Rechts in der Gewalt Kein Zugriff
      1. Der Messianismus – ohne Messias und ohne Lebensform Kein Zugriff
      2. Die Instabilität des Subjekts und die poststrukturalistische Kritik Kein Zugriff
      3. Das differentielle Spiel der Signifikanten als das Andere des Logozentrismus – das Wahre ist das Unbestimmte Kein Zugriff
      1. Eine linke und eine rechte Variante der Revolte gegen die »world of facts« Kein Zugriff
      2. Am Ende: Die leere Selbstreferenz der Zeichen Kein Zugriff
      3. Die Gewalt des Rechts als Verstellung – und ein Kompromiss der Gerechtigkeit mit dem Recht Kein Zugriff
      1. Von der Widerständigkeit in der Sprache zur Revolution der Sprache! Kein Zugriff
      2. Vorspiel: Die »göttliche Gewalt« nach Benjamin Kein Zugriff
      3. Das »Ereignis« als Exzess über das Alltägliche Kein Zugriff
      4. Exkurs: Das neue, sich selbst revolutionierende Subjekt bei A. Badiou Kein Zugriff
      5. Die kommunistische »Dekonstruktion« von Normativität und Normalität durch Stalin und die Zeichenlosigkeit des Kommunismus in der Perestroika Kein Zugriff
      6. »Il n’y a pas de hors-texte« – auch nicht die Revolution! Kein Zugriff
      7. Die »Entgleisung« (»dévoiement«) der Revolution unter Stalin Kein Zugriff
      8. Die Revolution, der »falsche Messias« und seine »falschen Wunder« Kein Zugriff
      9. Die »permanente Revolution« als Diktatur der Zeichen über die Realität Kein Zugriff
      10. Stalinistische Schauprozesse: Das Überbieten des geschriebenen Rechts durch das orale Recht der Situation Kein Zugriff
      11. Die Revolution als Abschaffung der »world of facts« Kein Zugriff
      12. Die Selbstaufhebung des Rechts in der Revolution Kein Zugriff
      13. Der Kontrapunkt: C. Schmitt und die Gründung des Rechts in der Entscheidung Kein Zugriff
      14. J. Derrida liest W. Benjamins »Zur Kritik der Gewalt« Kein Zugriff
      1. Gegen die »abstrakten Identifikationen«! Kein Zugriff
      2. Ist die »Ideologie des Subjekts«… faschistisch? Kein Zugriff
      3. Die »Wunder des Führers« Kein Zugriff
      4. Subjektivität ohne Einheitsstiftung über eine »symbolische Ordnung«? Kein Zugriff
      5. Politische Theologie des »Führers« Kein Zugriff
      6. Der Nationalsozialismus als Figur der »Intensität« (S. Lash) Kein Zugriff
      7. Die Juden als Repräsentanten der »Rationalität der Operationen« Kein Zugriff
      1. Recht als Fabrikation einer artifiziellen Ordnung Kein Zugriff
      2. Offenheit und Opakheit der Demokratie Kein Zugriff
      3. Die Notwendigkeit der Annahme eines faktischen Erbes und die Hermeneutik als Übernahme einer Schuld Kein Zugriff
      4. Verknüpfung von Normativität und Normalität – als Grenze der Gerechtigkeit Kein Zugriff
      5. Revision der Systemtheorie als Antwort auf die Provokation der Dekonstruktion: »Serielle Ordnung« jenseits der Stabilität des Subjekts Kein Zugriff
      1. Die Leistung einer Medientheorie des Rechts Kein Zugriff
      2. Die bewegliche Infrastruktur des Rechts Kein Zugriff
      3. Zwischenüberlegung zum »Buch des Rechts« Kein Zugriff
      4. »Güterabwägung« als »Rechtskonkretisierung« – und die organisierten Subjekte Kein Zugriff
      5. Die Veränderung der Wissensordnung Kein Zugriff
      6. Der Computer als neues Medium des Rechts Kein Zugriff
      7. Die neuen Netzsubjekte Kein Zugriff
      8. Medien und Maschinen Kein Zugriff
      9. Neue Kontrollprojekte des Rechts Kein Zugriff
      10. Serielles Recht? Kein Zugriff
  4. Schlusswort: »La théorie, c’est bon, mais ça n’empêche pas d’exister« Kein Zugriff Seiten 311 - 312
  5. Literaturverzeichnis: Kein Zugriff Seiten 313 - 342

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