Biomedizinische Forschung in Europa
- Herausgeber:innen:
- |
- Reihe:
- IUS EUROPAEUM, Band 49
- Verlag:
- 2010
Zusammenfassung
Die medizinische Forschung in Europa liegt im internationalen Wettbewerb zurück, so dass Maßnahmen zu ihrer Verbesserung zu ergreifen sind. Insbesondere ist eine Entschlackung der die Forschung behindernden Europäischen Regelungen erforderlich. Die vielfältigen, teils widersprüchlichen Regelungsebenen stellen ein erhebliches Problem für die biomedizinische Forschung dar. Dies liegt nicht zuletzt an unterschiedlichen nationalen Einstellungen zur Biotechnologie – während in Deutschland und Italien Vorbehalte gegen die Embryonenforschung bestehen, ist im Vereinigten Königreich auch das Forschungsklonen zulässig.
Diese Uneinigkeit hat gute Gründe, da sie auf den Divergenzen der nationalen Kulturen und Moralvorstellungen basiert, die in Europa gerade aufrechterhalten bleiben sollen. Die Unterschiede stellen jedoch ein Hindernis für die Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Medizinforschung dar, da diese einer Bündelung der Ressourcen und Fähigkeiten aus ganz Europa bedarf. Somit ist ein Kompromiss zwischen nationalen Eigenheiten und europäischen Gesamtinteressen zu finden. Ein erster Schritt ist die Sichtung und Analyse der Probleme, ihrer theoretischen Hintergründe und die Erarbeitung möglicher Lösungswege.
Hierzu einen Beitrag zu leisten war die Intention der 15. Würzburger Europarechtstage, die unter dem Titel „Biomedizinische Forschung in Europa“ namhafte Referenten aus den Naturwissenschaften und dem Recht zusammenführten. In dem dort aufgenommenen Dialog wurden die Schwierigkeiten der interdisziplinären Zusammenarbeit, aber auch erste Lösungsmöglichkeiten deutlich.
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Bibliographische Angaben
- Copyrightjahr
- 2010
- ISBN-Print
- 978-3-8329-5484-0
- ISBN-Online
- 978-3-8452-2436-7
- Verlag
- Nomos, Baden-Baden
- Reihe
- IUS EUROPAEUM
- Band
- 49
- Sprache
- Deutsch
- Seiten
- 227
- Produkttyp
- Sammelband
Inhaltsverzeichnis
- Titelei/Inhaltsverzeichnis Kein Zugriff Seiten 2 - 8
- Einleitung: Die rechtliche Einhegung der Biotechnologie Kein Zugriff Seiten 9 - 18 Eric Hilgendorf
- Biomedizinische Forschung in Europa und die rechtlichen Vorgaben: Hilfe oder Hemmnis? Kein Zugriff Seiten 19 - 28 Martin J. Lohse, Ralf Schreck
- Unterschiedliche (Rechts-)Kulturen – einheitliche Forschung? Kein Zugriff Seiten 29 - 46 Rudolf Streinz
- Der Verweis auf „ethische Grundprinzipien“ als europäisches Embryonenschutzkonzept? Kein Zugriff Seiten 47 - 60 Lothar Michael
- Das siebte Forschungsrahmenprogramm und seine Herausforderungen Kein Zugriff Seiten 61 - 74 Brigitte Tag
- Der Status der Forschung in der EU-Grundrechtecharta und in der Europäischen Menschenrechtskonvention Kein Zugriff Seiten 75 - 116 Carsten Nowak
- Die Forschung an Nicht-Einwilligungsfähigen als rechtliche Möglichkeit Kein Zugriff Seiten 117 - 138 Henning Rosenau
- Beschränkung der Forschung durch Europarecht am Beispiel der Gentechnologie Kein Zugriff Seiten 139 - 152 Winfried Kluth
- Können europäische Vorgaben ein Tätigwerden des nationalen Strafgesetzgebers erzwingen? Kein Zugriff Seiten 153 - 200 Gerhard Dannecker
- Verheißung auf das Ewige Leben? – Naturwissenschaftliche, ethische und juristische Aspekte der neuen Biomedizin Kein Zugriff Seiten 201 - 210 Jörg Hacker
- Forschungen am Menschen und an Embryonen in der Türkei und die Würde des Menschen Kein Zugriff Seiten 211 - 222 Yener Ünver
- Autorenverzeichnis Kein Zugriff Seiten 223 - 224
- Sachverzeichnis Kein Zugriff Seiten 225 - 227





