Eine Frage der Intuition
Ermittlungspraktiken und Spureninterpretation in Kriminalnovellen von Fontane, Storm und Raabe- Autor:innen:
- Reihe:
- Das Unsichere Wissen in der Literatur, Band 5
- Verlag:
- 2017
Zusammenfassung
Die Faszination am Verbrechen ist der Literatur seit der Antike eigen. Doch erst im 19. Jahrhundert rückt die Frage nach den Modalitäten der Verbrechensaufklärung in den Vordergrund. Im Fokus stehen nicht mehr die Relation von Schuld und Sühne, sondern die konkreten Mechanismen der Verbrechensrekonstruktion. Erstmals werden die an der Ermittlung Beteiligten als eigenständige Figuren selbst zum Gegenstand der Literatur. Diese Entwicklung ist verbunden mit der Entstehung der Kriminalistik als Wissenschaft, der Professionalisierung der Polizeiarbeit sowie der Etablierung der freien Beweiswürdigung im deutschen Strafrecht. In diesem Kontext untersucht die vorliegende Arbeit, wie die Autoren Theodor Fontane, Theodor Storm und Wilhelm Raabe auf den historischen Wandel reagieren und in ihren Novellen daran anknüpfen oder sich davon abgrenzen. Gerade im Poetischen Realismus kann das Verbrechen als literarischer Stoff eine gesellschaftliche, moralische sowie emotionale Intensität entfalten.
Publikation durchsuchen
Bibliographische Angaben
- Copyrightjahr
- 2017
- ISBN-Print
- 978-3-96821-579-2
- ISBN-Online
- 978-3-96821-784-0
- Verlag
- Rombach Wissenschaft, Baden-Baden
- Reihe
- Das Unsichere Wissen in der Literatur
- Band
- 5
- Sprache
- Deutsch
- Seiten
- 380
- Produkttyp
- Monographie
Inhaltsverzeichnis
- Titelei/Inhaltsverzeichnis Kein Zugriff Seiten 1 - 8
- Einleitung Kein Zugriff Seiten 9 - 40
- Historische Entwicklungen in Strafrecht und Polizeiwesen Kein Zugriff
- Kriminalistische Handbücher des frühen 19. Jahrhunderts Kein Zugriff
- Melcher Harms sieht alles. Der kriminalistische Blick eines Schafhirten Kein Zugriff
- Ohne Reue keine Gnade. Die unausweichliche Selbstbestrafung des Heidereiters Kein Zugriff
- »Alles ist klar und doch ist nichts bewiesen.« Ein Gerichtsverfahren auf dem Land Kein Zugriff
- »Awers ick tru em nich.« Die Aufklärungsarbeit der Witwe Jeschke Kein Zugriff
- Detektion als Erzählstrategie und die Polyvalenz der Indizien Kein Zugriff
- »Erzählen Sie mir, wie sich die Sache zutrug.« Die Verhörstrategien eines Amtsvogts auf dem Land Kein Zugriff
- »Aber ich musste weiterfragen.« Die Psychologie der Pflichterfüllung Kein Zugriff
- Nicht bloß »Spitzbuben-«, sondern »Gewaltsgeschichten.« Ein Einbruchdiebstahl mit Folgen Kein Zugriff
- »Der Mensch sieht gefährlich aus.« Der Zuchthäusler John Glückstadt Kein Zugriff
- Die Rahmenerzählung als Detektion qua Intuition Kein Zugriff
- »Man führe mir den Verbrecher vor!« Die Frage nach der Schuld und die Zweigleisigkeit der Ermittlungen Kein Zugriff
- Zwei Lehrer und ihr kriminalistisches Gespür. Werner Eckerbusch und Viktor Windwebel als Detektive Kein Zugriff
- »Diese Geschichte wird noch mal gedruckt auf dem Jahrmarkt verkauft!« Die Schemata des Kriminalromans – ironisiert Kein Zugriff
- »Nicht bloß gesehen, sondern auch gefühlt.« Das Aufschieben der Aufklärung und die Selbstaufhebung der Intuition Kein Zugriff
- Die Grenzen gerechter Notwehr. Die Tat des Briefträgers Störzer Kein Zugriff
- »Es war gegen den Menschen nicht anzuerzählen.« Die kriminalistische Erzählstruktur und die Spielräume des Erzählers Kein Zugriff
- Fazit Kein Zugriff Seiten 319 - 328
- Abkürzungen Kein Zugriff Seiten 329 - 330
- Quellenverzeichnis Kein Zugriff Seiten 331 - 338
- Literaturverzeichnis Kein Zugriff Seiten 339 - 376
- Danksagung Kein Zugriff Seiten 377 - 380





