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Monographie Kein Zugriff

Der Ort des Rechts

Gemeinsinn und richterliches Urteilen nach Hannah Arendt
Autor:innen:
Verlag:
 2013

Zusammenfassung

Diese Arbeit zeigt, wie Arendts Konzeption des Urteilens produktiv für richterliches Urteilen und Verfassungsrecht werden kann. Soll das richterliche Urteilen 'unter der Regel' oder 'ohne Regel' urteilen, oder sind beide Formen unausweichlich gewalttätig? Arendts Lösung ist, das Urteilen auf den Gemeinsinn zu beziehen.

Das Richterurteil enthält demnach drei Typen des Urteilens mit zwei Formen der Korrektur durch Gemeinsinn in der phronesis und in der reflektierenden Urteilskraft. Die Idee des Gemeinsinns arbeitet als 'koordinierendes' Prinzip, sodass die Einbildungskraft spontan ist und nicht unter der Leitung des Verstandes steht: Sie kann deshalb auch neue Fälle beurteilen. Das reflektierende Urteil ist nicht nur schöpferisch, sondern auch politisch, weil es plurale Positionen einbezieht. Mit dieser Konzeption sind Abgrenzungen zu klassischen Theorien des richterlichen Urteilens verbunden, nach denen eine Korrektur der Subsumtion durch das Gewissen, oder durch Ausgriff in ‚Materielle Gerechtigkeit’(BVErfG) erfolgt, oder eine Willensdezision gewagt werden muss. Für das richterlich fortgebildete (Verfassungs-)Recht ergibt sich, dass es Politik ermöglichen und dabei immer neue Beispiele politischen Handelns inkludieren soll. Erst vor Gericht, an diesem ‚Ort des Rechts’, entfaltet das Recht seinen eigentlichen Raum.


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Bibliographische Angaben

Auflage
1/2013
Copyrightjahr
2013
ISBN-Print
978-3-8487-0220-6
ISBN-Online
978-3-8452-4634-5
Verlag
Nomos, Baden-Baden
Reihe
Studien zur Politischen Soziologie. Studies on Political Sociology
Band
24
Sprache
Deutsch
Seiten
471
Produkttyp
Monographie

Inhaltsverzeichnis

KapitelSeiten
  1. Titelei/Inhaltsverzeichnis Kein Zugriff Seiten 2 - 12
    Autor:innen:
  2. Einleitung und Überblick: Politisierung durch Gemeinsinn im richterlichen Urteilen Kein Zugriff Seiten 13 - 32
    Autor:innen:
      1. Das Urteilen und der Eichmann-Bericht. Zur Systematik der Schriften Kein Zugriff Seiten 33 - 39
        Autor:innen:
      2. Eichmann missverstanden: Die Kritik am Prozess Kein Zugriff Seiten 39 - 50
        Autor:innen:
      1. Autor:innen:
        1. Wille oder Tugend? Die Kritik der Willensfreiheit Kein Zugriff
          Autor:innen:
        2. Unterbrechung und Initium Kein Zugriff
          Autor:innen:
        3. Wille und Virtú Kein Zugriff
          Autor:innen:
        4. Der herrschende Wille als ‚weltloser‘ Akteur Kein Zugriff
          Autor:innen:
        5. Nach dem Willen: Akteur, Zuschauer und phronesis Kein Zugriff
          Autor:innen:
        6. Zur falschen Verklammerung von Wille und Herstellen Kein Zugriff
          Autor:innen:
      2. Autor:innen:
        1. Gegen Platon: Die herrschende Vernunft 1 Kein Zugriff
          Autor:innen:
        2. Autor:innen:
          1. Sokrates’ Gewissen als Grenze des Politischen Kein Zugriff
            Autor:innen:
          2. Sokrates’ Fehler oder die Aporien des Gewissens Kein Zugriff
            Autor:innen:
        3. Kants vier Irrtümer: Diktat der Vernunft 2 Kein Zugriff
          Autor:innen:
        4. Autor:innen:
          1. Gewissen: Gefühl und Denken Kein Zugriff
            Autor:innen:
          2. Fundierung im Zwischen Kein Zugriff
            Autor:innen:
          3. Freundschaft im Gewissen Kein Zugriff
            Autor:innen:
          4. Relationale Unschuld Kein Zugriff
            Autor:innen:
      1. Kein Gesetz aus Gewissen Kein Zugriff Seiten 101 - 103
        Autor:innen:
      2. Kein innerer Gerichtshof Kein Zugriff Seiten 103 - 106
        Autor:innen:
      1. Denken oder juristische Herleitung Kein Zugriff Seiten 107 - 110
        Autor:innen:
      2. Gehorchen oder selbst entscheiden Kein Zugriff Seiten 110 - 111
        Autor:innen:
      3. Eichmanns „kategorischer Imperativ“ Kein Zugriff Seiten 111 - 115
        Autor:innen:
      1. Aporien des richterlichen Urteils nach Derrida Kein Zugriff Seiten 115 - 122
        Autor:innen:
      2. Autor:innen:
        1. Das BGH-Urteil zur Rechtsgeltung im Unrechtsstaat Kein Zugriff
          Autor:innen:
        2. Das Urteil des BVerfG: Radbruch Kein Zugriff
          Autor:innen:
      1. Radikales und banales Böses Kein Zugriff Seiten 134 - 142
        Autor:innen:
      2. Arendts Maßstab: Recht oder Gerechtigkeit? Kein Zugriff Seiten 142 - 147
        Autor:innen:
      3. Konsequenzen für Radbruch, nulla poena und das neue Verbrechen Kein Zugriff Seiten 147 - 151
        Autor:innen:
      4. Konsequenzen für Eichmanns Beurteilung Kein Zugriff Seiten 151 - 156
        Autor:innen:
      1. Kritik der Subsumtion Kein Zugriff Seiten 156 - 157
        Autor:innen:
      2. Dreifaches Urteilen Kein Zugriff Seiten 157 - 160
        Autor:innen:
      3. Ausblick: Das bestimmende Urteilen als ‚Normalfall‘ des juristischen Urteilens? Kein Zugriff Seiten 160 - 162
        Autor:innen:
      1. Inkongruenz Kein Zugriff Seiten 163 - 166
        Autor:innen:
      2. Denken als Teil des Urteilens Kein Zugriff Seiten 166 - 170
        Autor:innen:
      3. Universales oder plurales Urteilen? Kein Zugriff Seiten 170 - 171
        Autor:innen:
      4. Lösungsansätze Kein Zugriff Seiten 171 - 175
        Autor:innen:
      5. Auf Politisches reflektieren Kein Zugriff Seiten 175 - 176
        Autor:innen:
      6. Common sense als Kontinuum Kein Zugriff Seiten 176 - 180
        Autor:innen:
      7. Fazit: Akteur und Zuschauer als politisch Teilnehmende Kein Zugriff Seiten 180 - 183
        Autor:innen:
    1. Exposition der These: Richterliches Urteilen als Akteur und Zuschauer Kein Zugriff Seiten 183 - 197
      Autor:innen:
      1. Subsumieren als eine Form des Verstehens Kein Zugriff Seiten 197 - 205
        Autor:innen:
      2. Das ‚andere Verstehen‘ in Vom Leben des Geistes: phronesis Kein Zugriff Seiten 205 - 208
        Autor:innen:
      3. Autor:innen:
        1. Die Zusammenarbeit von ethischer areté und dianoetischer phronesis Kein Zugriff
          Autor:innen:
        2. Anleitung durch die phronesis Kein Zugriff
          Autor:innen:
        3. Die areté im praktischen Handeln Kein Zugriff
          Autor:innen:
        4. Zur Systematik von areté und aretai Kein Zugriff
          Autor:innen:
        5. Mesotes-Lehre im Handeln – eudaimonia durch ergon Kein Zugriff
          Autor:innen:
        6. Die Rolle der phronesis im Handeln Kein Zugriff
          Autor:innen:
        7. Formulierung und Impuls. Zum Zusammenspiel von phronesis und bouleusis Kein Zugriff
          Autor:innen:
        8. Woran orientiert sich die phronesis? Kein Zugriff
          Autor:innen:
      4. Autor:innen:
        1. Handlungsimpuls ohne Willensentscheidung Kein Zugriff
          Autor:innen:
        2. phronesis und Einbildungskraft als Korrektive des bestimmenden Urteilens Kein Zugriff
          Autor:innen:
      5. Zwischenergebnis für das richterliche ‚Akteursurteil‘ Kein Zugriff Seiten 231 - 234
        Autor:innen:
      1. Autor:innen:
        1. Der Kompass und die Ortlosigkeit des Gemeinsinns Kein Zugriff
          Autor:innen:
        2. Zur Methode 1: Zwischen Husserl und Kant Kein Zugriff
          Autor:innen:
        3. Zur Methode 2: Tonalitäten der Tätigkeiten und innere Kriege Kein Zugriff
          Autor:innen:
      2. Autor:innen:
        1. Gemeinsinn als Gefühl, Empfindung und Sinn Kein Zugriff
          Autor:innen:
        2. Autor:innen:
          1. Der Gemeinsinn als koinê aisthesis und als ‚passive Synthesis‘ Kein Zugriff
            Autor:innen:
          2. Konstituierender Gemeinsinn Kein Zugriff
            Autor:innen:
      1. Vorgriff auf Kant. Arendts Kritik an der Abstraktion Kein Zugriff Seiten 263 - 272
        Autor:innen:
      2. Autor:innen:
        1. Repräsentation und Reproduktion des Geschmacks Kein Zugriff
          Autor:innen:
        2. Vertrag als Idee Kein Zugriff
          Autor:innen:
      3. Weltbezug im Selbstdenken Kein Zugriff Seiten 288 - 293
        Autor:innen:
      4. Die Mitteilbarkeit als ‚Lösung des Rätsels‘ und die Zusammenarbeit von praktischem Sinn und innerem Sinn Kein Zugriff Seiten 293 - 302
        Autor:innen:
      5. Zwischenergebnis für richterliches Zuschauerurteilen Kein Zugriff Seiten 302 - 308
        Autor:innen:
      1. Autor:innen:
        1. Urteilen unter dem Gesetz Kein Zugriff
          Autor:innen:
        2. Reflektierendes Urteilen ‚ohne‘ Gesetz Kein Zugriff
          Autor:innen:
      2. Autor:innen:
        1. Reflektierende Interpretation unserer Welt Kein Zugriff
          Autor:innen:
        2. Autor:innen:
          1. Zwei Typen von Prinzipien Kein Zugriff
            Autor:innen:
          2. Bestimmende fußt auf reflektierender Urteilskraft Kein Zugriff
            Autor:innen:
          3. Formen der Reflexion Kein Zugriff
            Autor:innen:
          4. Orientierung und Entscheidung im Gefühl Kein Zugriff
            Autor:innen:
          5. Erweitertes Denken im richterlichen Urteilen Kein Zugriff
            Autor:innen:
      1. Zur Aporie der Regel Kein Zugriff Seiten 341 - 346
        Autor:innen:
      2. Zur Narrativität des beispiellosen Falls Kein Zugriff Seiten 346 - 348
        Autor:innen:
      3. Beipielsrecht statt Ausnahmerecht Kein Zugriff Seiten 348 - 354
        Autor:innen:
      1. Zur Autorität des Supreme Courts bei Arendt Kein Zugriff Seiten 355 - 365
        Autor:innen:
      2. Autor:innen:
        1. Autor:innen:
          1. Gemeinsinn als Motivation zur Normbefolgung Kein Zugriff
            Autor:innen:
          2. Zur Sonderstellung des BVerfG: Recht ‚lenken‘ oder Politik ‚sprechen‘ Kein Zugriff
            Autor:innen:
          3. Zur staatstheoretischen Legitimation des BVerfG im Gemeinsinn. Allgemeiner Konsens und Verfahren Kein Zugriff
            Autor:innen:
          4. Konsens und Integration. Modelle des Grundkonsenses Kein Zugriff
            Autor:innen:
        2. Arendts Gemeinsinn. Verfassungsintegration qua Urteilen Kein Zugriff
          Autor:innen:
      1. Autor:innen:
        1. Politik der Menschenrechte Kein Zugriff
          Autor:innen:
        2. Dominanz des vorpolitischen Rechts? Kein Zugriff
          Autor:innen:
        3. Bindung und Räumlichkeit des Gesetzes – Zäune, Brücken, Grenzen Kein Zugriff
          Autor:innen:
      2. Drei Weltbegriffe Kein Zugriff Seiten 411 - 418
        Autor:innen:
      3. Autor:innen:
        1. Vertrauen und Lebendigkeit der Urteilsinstitution Kein Zugriff
          Autor:innen:
        2. Die andere Grenze Kein Zugriff
          Autor:innen:
        3. Zur Räumlichkeit des Rechts Kein Zugriff
          Autor:innen:
        4. De jure- und de facto-Geltung Kein Zugriff
          Autor:innen:
        5. Zu Grundrechten als Schranken und Prinzipien Kein Zugriff
          Autor:innen:
        6. Einbildungskraft als politische Erweiterung des richterlichen Urteilens Kein Zugriff
          Autor:innen:
  3. Nachwort und Dank Kein Zugriff Seiten 445 - 446
    Autor:innen:
      1. Hannah Arendt. Deutschsprachige Ausgaben Kein Zugriff Seiten 447 - 449
        Autor:innen:
      2. Hannah Arendt. Englischsprachige Ausgaben Kein Zugriff Seiten 449 - 449
        Autor:innen:
      3. Weitere Werke Kein Zugriff Seiten 449 - 450
        Autor:innen:
    1. Weitere Literatur Kein Zugriff Seiten 450 - 471
      Autor:innen:

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