
Strafrechtliche Verantwortung beim Zusammenwirken von Mensch und Maschine
- Herausgeber:innen:
- Verlag:
- 2025
Zusammenfassung
Die Habilitation untersucht die strafrechtliche Verantwortung beim Zusammenwirken von Mensch und Maschine. Sie arbeitet heraus, wie sich Technisierung und insbesondere der Einsatz immer autonomerer Technologie in der Verantwortlichkeit niederschlagen. Herausforderungen ergeben sich, wo Handlungsmacht gänzlich an (intelligente) Technik abgetreten wird oder aufgrund mangelhafter Organisation und Nachvollziehbarkeit des Mensch-Maschine-Zusammenwirkens die Zuschreibung von Verantwortung erschwert ist. Das Werk nimmt sich der Verfeinerung der Zurechnungslehre im Individual- und Kollektivstrafrecht an und diskutiert dabei mitunter neue Formen der actio libera in causa, die Begründung von Garantenpflichten sowie die Schaffung eines eigentlichen Automationsdelikts.
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Bibliographische Angaben
- Copyrightjahr
- 2025
- ISBN-Print
- 978-3-7560-3354-6
- ISBN-Online
- 978-3-7489-6317-2
- Verlag
- Nomos, Baden-Baden
- Sprache
- Deutsch
- Seiten
- 477
- Produkttyp
- Sammelband
Inhaltsverzeichnis
- Titelei/InhaltsverzeichnisSeiten I - LXXVI Download Kapitel (PDF)
- 1.Einleitung
- 2.Ausgangslage und Fragestellung
- 3.Struktur der Untersuchung
- 1.1.Technische Grundbegriffe
- 1.2.Handlungstheoretische Grundbegriffe
- 2.1.Ausgangspunkt: Mensch-Maschine-Dualismus
- 2.2.Analyseschema
- 2.3.1.Zurechnung von Kommunikation
- 2.3.2.Technik als Rationalität
- 2.4.1.Vorherrschaft des Sozialen
- 2.4.2.Technik als Institutionalisierung
- 2.5.1.Dualität von Struktur und Handlung
- 2.5.2.Technik als Strukturation
- 2.6.1.Soziales Handeln
- 2.6.2.Technik als Ausdruck von Sinn
- 2.7.1.Kommunikatives Handeln
- 2.7.2.Technik als rationalisierte Herrschaft
- 2.8.1.Von der Soziologie zur Techniksoziologie
- 2.8.2.Interaktivität zwischen Mensch und Maschine
- 2.8.3.Ebenen des Handelns
- 3.1.Technik und Handeln in der Soziologie
- 3.2.Technik als Gestaltung von Gesellschaft
- 3.3.1.Dualität oder Gleichartigkeit
- 3.3.2.Handlungsfähigkeit technischer Systeme
- 3.3.3.Relevanz der sozialen Praxis
- 1.Ausgangslage
- 2.1.Automation
- 2.2.1.Begriff
- 2.2.2.Massgebliche Eigenschaften
- 2.3.1.Begriff
- 2.3.2.Ausprägungen
- 3.1.Hypothesen
- 3.2.1.Vignetten und Variablen
- 3.2.2.Stichprobe und Limitationen
- 3.3.1.Handlungsträgerschaft von Technik
- 3.3.2.Einfluss technischer Autonomie
- 3.3.3.Grade der Handlungsträgerschaft
- 3.3.4.Kontrollvariablen
- 3.4.Diskussion
- 1.1.Variabilität soziotechnischen Zusammenwirkens
- 1.2.Arten, Grade und Modi
- 2.1.Verteilte Handlungsträgerschaft
- 2.2.Situations- oder Strukturveränderung
- 2.3.Direkte oder mittelbare Einflussnahme
- 3.Technik zwischen Struktur und Handeln
- 1.Handlung als Grundlage jeder Strafbarkeit
- 2.1.1.Kausale Handlungslehre
- 2.1.2.Finale Handlungslehre
- 2.1.3.Soziale Handlungslehre
- 2.1.4.Jakobs’sche Handlungslehre
- 2.1.5.Gegenüberstellung
- 2.2.1.Enger oder weiter Handlungsbegriff
- 2.2.2.Gegenstand oder Ergebnis der Zurechnung
- 2.2.3.Rechtliche oder ausserrechtliche Setzung
- 2.2.4.Gegenüberstellung
- 2.3.1.Arten
- 2.3.2.Massgeblicher Zeitpunkt
- 2.3.3.Handelnde
- 3.1.Technik und strafrechtliche Handlungslehre
- 3.2.1.Überblick
- 3.2.2.Handeln der Technik
- 3.2.3.Handeln mittels Technik
- 3.2.4.Technisch beeinflusstes Handeln
- 3.3.Leistungen und Grenzen der Handlungslehre
- 1.Überblick
- 2.1.Voraussetzungen der vorsätzlichen Tatbegehung
- 2.2.1.Massgebliche Ursachen
- 2.2.2.Technisches Wirken als Werk des Täters
- 2.3.Voraussehbarkeit des Geschehensablaufs
- 3.1.Voraussetzungen der fahrlässigen Tatbegehung
- 3.2.1.Sorgfaltspflichten
- 3.2.2.Sorgfaltsmassstab und erlaubte Risiken
- 3.2.3.Pflichten bei Automation
- 3.2.4.Pflichten bei technischer Autonomie
- 3.2.5.Voraussehbarkeit technischen Wirkens
- 3.2.6.Beherrschbarkeit technischen Wirkens
- 3.3.Kausalität und objektive Zurechnung
- 4.1.1.Voraussetzungen der fahrlässigen Mittäterschaft
- 4.1.2.Technische Systeme als Gesamtwerk
- 4.2.1.Voraussetzungen der Begehung durch Unterlassen
- 4.2.2.Verantwortlichkeit des Herstellers
- 4.2.3.Technische Systeme als Gefahrenquelle
- 4.2.4.Geschäftsherrenhaftung im Besonderen
- 4.3.1.Voraussetzungen der Unternehmensstrafbarkeit
- 4.3.2.Anlasstaten aufgrund soziotechnischer Organisationsmängel
- 5.1.Technische Einflüsse auf menschliches Wirken
- 5.2.Möglichkeit technisch bedingter Schuldunfähigkeit
- 6.1.Mittelbarkeit, Komplexität und vorhersehbare Unvorhersehbarkeit
- 6.2.Rechtsunsicherheit
- 6.3.Risiko «Verantwortlichkeitslücke»
- 1.Ausgangslage
- 2.1.Hypothesen
- 2.2.1.Vignetten
- 2.2.2.Variablen
- 2.2.3.Stichprobe und Limitationen
- 2.3.1.Komplexität der Verantwortungszuschreibung
- 2.3.2.Verantwortungszuschreibung in den einzelnen Fällen
- 2.3.3.Verantwortungszuschreibung zu den einzelnen Akteuren
- 2.3.4.Unternehmens- und Individualverantwortlichkeit
- 2.3.5.Verzicht auf Verantwortungszuschreibung
- 2.3.6.Synthese: Verantwortliche Akteure
- 2.3.7.Kontrollvariablen
- 2.4.Diskussion
- 1.1.Vielfältigkeit des Handlungsbegriffs
- 1.2.Praktische und dogmatische Diskrepanzen
- 2.1.Handlungsbegriffe
- 2.2.1.Normativierung des Handlungsbegriffs
- 2.2.2.Voraussetzungen des Handelns
- 2.2.3.Konstitution des Handlungsbegriffs
- 2.2.4.Konsequenzen für den kriminalpolitischen Diskurs
- 3.1.1.Technik als Gestaltung von Gesellschaft
- 3.1.2.Dualität oder Gleichartigkeit
- 3.1.3.Technik als Kausalfaktor, Intermediär oder Subjekt
- 3.2.1.Situatives und strukturelles Handeln
- 3.2.2.Setzen oder Nichtabwenden riskanter Bedingungen
- 3.2.3.Unmittelbares und mittelbares Handeln
- 3.2.4.Verursachung, Abtreten von Macht und Desorganisation
- 1.1.Leitplanken für das Strafrecht des digitalen Zeitalters
- 1.2.1.Automations-, Autonomie- und Systemrisiken
- 1.2.2.Lösungsansätze
- 2.1.E-Person
- 2.2.Soziotechnische Netzwerke
- 2.3.Technische Tatbeiträge
- 3.1.1.Erwartete Gewöhnlichkeit des Kausalverlaufs
- 3.1.2.Erwartete Voraussehbarkeit des Kausalverlaufs
- 3.2.Beherrschbarkeit des technischen und soziotechnischen Wirkens
- 3.3.1.Gebotene, verbotene und sozial adäquat riskante Automation
- 3.3.2.Pflichten vor, bei und nach der Automation
- 3.4.1.Zuständigkeit für technische Systeme
- 3.4.2.Bedingt erlaubte Risiken
- 4.1.Erfassung gemeinschaftlicher Unsorgfalt
- 4.2.Ausweitung der Unternehmensstrafbarkeit
- 5.1.In der Ursache freie Automation
- 5.2.Technisch bedingte Schuldunfähigkeit
- 6.Synthese: Ansätze einer Fortentwicklung
- 1.Geschütztes Rechtsgut
- 2.1.Ausgangspunkt: Das Prinzip der Nicht-Delegation
- 2.2.Gute und schlechte Gründe
- 3.1.Ausgangspunkt: Erhalt der Organisationsherrschaft
- 3.2.Pflichten im Einzelnen
- 4.Ausgestaltung und Würdigung
- XI.Résumé
- Anhang I
- Anhang II
- Anhang III
- Anhang IV




