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Strafrechtliche Auswirkungen des LkSG und der CSDDD
Internationale Unternehmensverantwortung in globalen Lieferketten- Autor:innen:
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- Verlag:
- 2026
Zusammenfassung
Weder das deutsche Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz (LkSG) noch das EU-Lieferkettengesetz (CSDDD) enthalten strafrechtliche Regelungen. Die Statuierung verbindlicher Sorgfaltsmaßstäbe und Überwachungspflichten in der Lieferkette geht allerdings mit neuen Sorgfalts- und Garantenpflichten einher, die zwangsläufig Auswirkungen auch auf die Reichweite strafrechtlicher Verantwortlichkeit haben. Die Studie untersucht, welche Implikationen mit den Regelwerken über internationale Unternehmensverantwortung im Hinblick auf die strafrechtliche Geschäftsherrenhaftung verbunden sind und welche Bedeutung die lieferkettenrechtlichen Sorgfaltspflichtmaßstäbe für die Fahrlässigkeitsdelikte zum Schutz von Leib, Leben und Umwelt haben.
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Bibliographische Angaben
- Copyrightjahr
- 2026
- ISBN-Print
- 978-3-7560-3276-1
- ISBN-Online
- 978-3-7489-6661-6
- Verlag
- Nomos, Baden-Baden
- Reihe
- Schriftenreihe zum deutschen, europäischen und internationalen Wirtschaftsstrafrecht
- Sprache
- Deutsch
- Seiten
- 202
- Produkttyp
- Monographie
Inhaltsverzeichnis
KapitelSeiten
- Vorwort
- Zeichen- und Abkürzungsverzeichnis
- A. EinleitungSeiten 23 - 26 Download Kapitel (PDF)
- I. Ausgangsproblem
- a) Grundsatz: Territorialitätsprinzip, § 3 StGB
- b) Eröffnung des Schutzbereichs
- (a) Arbeitsteiliges Zusammenwirken: der Tatbeitrag des Einzelnen (Tathandlung)
- (b) Gemeinsamer Tatentschluss: Tatplan aller
- (2) Fahrlässige Mittäterschaft
- (3) Kollegial-/Gremienentscheidungen
- (4) Mittäterschaft bei Unterlassungsdelikten / Mittäterschaft durch Unterlassen
- (5) Sonderpflichtdelikte
- bb) Teilnahme
- aa) Gesetzliche Grundlage: § 25 Abs. 1 Alt. 2 StGB
- (1) Zurechnung in staatlichen Machtapparaten
- (2) Ausdehnung auf Wirtschaftsunternehmen: Abfallbeseitigungs-Fall
- aa) Grundlagen: Garantenstellung
- (1) Physisch-reale Handlungsmöglichkeit
- (2) Quasi-Kausalität
- (3) Objektive Zurechnung
- (1) Meinungsstand in der Literatur
- (2) Entwicklung der Rechtsprechung
- (3) Einschränkung der Haftung: Betriebsbezogenheit der Straftat
- (4) Adressatenkreis
- (5) Delegation der Garantenpflicht
- (1) Grundsätze zur Bestimmung der „im Verkehr erforderlichen Sorgfalt“
- (2) Indizwirkung von Sondernormen
- ee) Zusammenfassung
- aa) Hintergrund und Normzweck des § 130 OWiG
- (1) Normadressat: Inhaber des Betriebs oder Unternehmens
- (2) Tathandlung
- (3) Subjektiver Tatbestand
- (4) Objektive Ahndungsbedingung: Zuwiderhandlung
- (1) Verfolgungspraxis und Rechtsprechung
- (2) Meinungsstand in der Literatur
- 3. Fazit
- 1. Ausgangsfall: Produktionsbetrieb in Indien (Fall 1)
- 2. Fallvarianten auf gesellschaftsrechtlicher Ebene
- 3. Fallvarianten auf Wissensebene
- 4. Fallvarianten auf „Sorgfaltsebene“
- 1. Anwendbarkeit deutschen Strafrechts
- 2. Schutzbereich deutscher Straftatbestände
- 3. Die einschlägige Beteiligungsform bei vorsätzlichem aktivem Tun
- a) Garantenstellung für im Ausland tätige Unternehmen?
- b) Delegation der Garantenpflicht auf im Ausland tätige Zulieferbetriebe?
- c) Bestimmung des Sorgfaltsmaßstabs in transnationalen Lieferketten
- 5. Aufsichtspflichtverletzung nach § 130 OWiG
- III. Fazit
- 1. Hintergrund
- a) Persönlicher Anwendungsbereich
- b) Sachlicher Anwendungsbereich
- 3. Schutzgüter des LkSG
- a) Exkurs: Bemühenspflicht vs. Erfolgspflicht – Begriffsbestimmung und Folgen
- b) Risikomanagement (§ 4 LkSG)
- aa) Zweck der Risikoanalyse
- bb) Angemessenheit der Risikoanalyse
- cc) Pflicht zur Kommunikation/Dokumentation
- dd) Gegenstand und Reichweite der Risikoanalyse
- aa) Präventionsmaßnahmen im eigenen Geschäftsbereich
- bb) Präventionsmaßnahmen gegenüber unmittelbaren Zulieferern
- aa) Abhilfemaßnahmen im eigenen inländischen Geschäftsbereich
- bb) Abhilfemaßnahmen im eigenen ausländischen Geschäftsbetrieb oder in einer (inländischen) konzernangehörigen Gesellschaft i.S.v. § 2 Abs. 6 S. 3 LkSG
- cc) Abhilfemaßnahmen gegenüber unmittelbaren Zulieferern
- dd) Monitoring der Abhilfemaßnahmen
- f) Beschwerdeverfahren (§ 8 LkSG)
- aa) Beschwerdeverfahren bei mittelbaren Zulieferern
- bb) Anpassung des Risikomanagements
- (1) Begriff der substantiierten Kenntnis
- (2) Risikoanalyse
- (3) Präventions- und Abhilfemaßnahmen
- h) Dokumentations- und Berichtspflicht (§ 10 LkSG)
- 5. Bußgeldvorschriften (§ 24 LkSG)
- a) Schutz des Lebens und der Gesundheit
- b) Arbeitnehmerschutz/Arbeitnehmerrechte
- c) Umweltschutz
- 2. LkSG als abschließendes Regelungsregime?
- 3. Strafanwendungsrecht
- a) Vorsätzliche Tatbegehung
- aa) Eigener Geschäftsbereich im Inland (§ 7 Abs. 1 S. 3 LkSG)
- bb) Eigener Geschäftsbereich im Ausland (§ 7 Abs. 1 S. 4 LkSG)
- cc) Konzernweite Garantenpflicht (§ 7 Abs. 1 S. 4 LkSG)
- dd) Unmittelbarer Zulieferer (§ 7 Abs. 1 S. 1, Abs. 2 LkSG)
- ee) Mittelbarer Zulieferer (§ 9 Abs. 3 LkSG)
- aa) LkSG-Sorgfaltspflichten als strafrechtlicher Fahrlässigkeitsmaßstab
- (1) Kausalität
- (2) Objektive Zurechnung
- (1) LkSG als Safe Harbour-Regel
- (2) Angemessenheit gem. § 3 Abs. 2 LkSG
- 5. (Kein) Verstoß gegen Bestimmtheitsgrundsatz
- E. ZusammenfassungSeiten 183 - 188 Download Kapitel (PDF)
- LiteraturverzeichnisSeiten 189 - 202 Download Kapitel (PDF)




