Volkssouveränität und Freiheitsrechte
Emmanuel Joseph Sieyes' Staatsverständnis- Herausgeber:innen:
- Reihe:
- Staatsverständnisse, Band 29
- Verlag:
- 2009
Zusammenfassung
Emmanuel Joseph Sieyes (1748-1836) vereinigt in seinen politischen Schriften natur-rechtlich-kontraktualistische Legitimationskonzepte mit verfassungsrechtlich-organisatorischen Entwürfen, deren Differenziertheit ihm den Ruf eines „Verfassungskünstlers“ einbrachte. Man sagte ihm nach, „über Nacht“ jeweils neue, in sich konsistente Verfassungsskizzen erarbeiten zu können, die jedoch durch eine gewisse „Künstlichkeit“ und „Abstraktheit“ beeinträchtigt seien. Dieses u.a. von Hegel lancierte Klischee dementiert sich bei genauerer Betrachtung von selbst: Sichtbar wird dann ein ausgesprochen sorgfältig argumentierender Autor, der seit den frühesten Schriften darauf bedacht war, die beiden Pole „Volkssouveränität“ und „Freiheits(grund)rechte“ durch immer wieder überarbeitete Gewaltenteilungsarrangements zusammenzubinden. Dabei ergaben sich nicht zuletzt bis heute maßgebliche Überlegungen über die Vereinbarkeit von Verfassungsjurisprudenz mit dem Prinzip der verfassunggebenden Gewalt des Volkes.
Die vorliegende Aufsatzsammlung bietet einen Überblick über den derzeitigen Forschungsstand und zugleich eine systematische Einführung in die rechtsphilosophischen Grundbegriffe und Theoreme der modernen Verfassungsdebatte.
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Bibliographische Angaben
- Copyrightjahr
- 2009
- ISBN-Print
- 978-3-8329-5075-0
- ISBN-Online
- 978-3-8452-2053-6
- Verlag
- Nomos, Baden-Baden
- Reihe
- Staatsverständnisse
- Band
- 29
- Sprache
- Deutsch
- Seiten
- 262
- Produkttyp
- Sammelband
Inhaltsverzeichnis
- Titelei/Inhaltsverzeichnis Kein Zugriff Seiten 1 - 12
- Volkssouveränität und Freiheitsrechte. Sieyes’ Versuch einer prozeduralen Vermittlung Kein Zugriff Ulrich Thiele
- Der lange Schatten des Abbé Bonnot de Mably. Divergenzen und Analogien seines Denkens in der Politischen Theorie des Grafen Sieyes Kein Zugriff Seiten 43 - 110 Charles Philippe Dijon de Monteton
- Kontraktualismus, Nation und Repräsentation bei Sieyes. Aneignung und Transformation der neuzeitlichen politischen Theorie in der Französischen Revolution Kein Zugriff Seiten 111 - 138 Olaf Asbach
- Arbeitsteilung und Gewaltenteilung. Der Streit um die repräsentative Demokratie zwischen Paine und Sieyes Kein Zugriff Seiten 139 - 166 Oliver W. Lembcke, Florian Weber
- Die zwei Körper des Publikums und der double bind der (Post-)Demokratie. Sieyes’ komplexes Verständnis von Parlamentsöffentlichkeit Kein Zugriff Seiten 167 - 190 Alexander Weiß
- Der Vater der Gewaltentrennung. Sieyes’ Begründung eines ‚französischen‘ Modells der vertikalen Gewaltenteilung Kein Zugriff Seiten 191 - 210 Oliver Eberl
- Zwei komplexe Modelle der Gewaltenteilung. Hegel und Sieyes im Vergleich Kein Zugriff Seiten 211 - 242 Ulrich Thiele
- Emmanuel Joseph Sieyes. Die Idee einer Verfassungsgerichtsbarkeit in der Französischen Revolution Kein Zugriff Gerhard Robbers
- Autorenverzeichnis Kein Zugriff Seiten 261 - 262





