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Der Gottlose

Geschichte eines Feindbilds in der Frühen Neuzeit
Autor:innen:
Reihe:
Klostermann Rote Reihe, Band 132
Verlag:
 2021

Zusammenfassung

Schon lange, bevor es Atheisten im heutigen Wortsinn gab, wurde über den Unglauben oder die Gottlosigkeit geschrieben und vor den angeblich damit verbundenen Gefahren gewarnt. Die Studie folgt der Hypothese, dass es sich nicht um eine präzise Bezeichnung für reale Personen handelte, sondern um ein Feindbild, das verschiedensten Zwecken dienen konnte. Es blieb für mehr als 200 Jahre konstant und trat unter verschiedenen Bezeichnungen auf. Ob Atheist, Politicus, impius, Epikureer, Religionsspötter oder Freigeist: Von der Reformationszeit bis zur Aufklärung lässt sich durchgehend die Spur dieses Vorstellungskomplexes verfolgen, anhand dessen sich eine im Wandel befindliche Gesellschaft über ihre eigenen Grundlagen verständigte. Führende Geister aus mehreren Epochen nahmen daran teil. Sie kommen hier in zahlreichen Einzelanalysen zu Wort. Die Annahme, dass allein die Orthodoxie gegen den ›Unglauben‹ kämpfte, muss endgültig als überholt gelten.

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Bibliographische Angaben

Copyrightjahr
2021
ISBN-Print
978-3-465-04557-1
ISBN-Online
978-3-465-14557-8
Verlag
Klostermann, Frankfurt am Main
Reihe
Klostermann Rote Reihe
Band
132
Sprache
Deutsch
Seiten
772
Produkttyp
Monographie

Inhaltsverzeichnis

KapitelSeiten
  1. Titelei/Inhaltsverzeichnis Kein Zugriff Seiten I - 2
    1. 1. Problemaufriss, Fragestellung, Vorklärungen Kein Zugriff
    2. 2. Diskursgeschichte des Unglaubens. Forschungslage, Vorgehen, Methodik Kein Zugriff
    3. 3. Die Arbeitshypothese: Nichtorthodoxe Unglaubenskritik im Spannungsfeld von Kirche, Politik und New Science Kein Zugriff
    4. 4. Zur Zitierweise Kein Zugriff
    5. 5. Abgekürzt zitierte Nachschlagewerke Kein Zugriff
    1. 1. Unglaube als Unmoral. Genese und Funktion eines Argumentationssystems Kein Zugriff
    2. 2. Ein neuer Feind? Konfessionspolitische Wurzeln der Atheismusdebatte um 1600 Kein Zugriff
    3. 3. Vinculum societatis. Die Religion als ›Band der Gesellschaft‹ und der Atheist als Staatsfeind in politischen Theorien des konfessionellen Zeitalters Kein Zugriff
    4. 4. Stultitia Atheismi. Der Unglaube als Vorurteil und die Vernünftigkeit der Religion Kein Zugriff
    5. 5. Leben, als ob kein Gott sei. Das Modell des praktischen Atheismus in Gisbert Voetius’ »De atheismo« (1639) Kein Zugriff
    1. 1. Neuer Wein in alten Schläuchen? Überlegungen zum Funktionswandel der Kontroverstheologie Kein Zugriff
    2. 2. Atheismus ohne Atheisten? Contra-Irenik, Frühpietismus und lutherischer Anti-Machiavellismus ab 1648 Kein Zugriff
    3. 3. Speners Netzwerke. Fromme Zeitklage und Reformprotestantismus nach 1660 (Großgebauer, Spizel) Kein Zugriff
    4. 4. De extrema saeculi nostri corruptione. Psychologische Vertiefung und reformtheologische Perspektivierung der Atheismusdebatte bei Philipp Jakob Spener Kein Zugriff
    1. 1. »In Atheos«. Der Atheismus in Kasuallyrik und Epigrammatik um 1600 Kein Zugriff
    2. 2. Apologetik ad oculos. Poetische und rhetorische Strategien Kein Zugriff
    3. 3. Gegen die »Politici hodierni«. Spuren der Atheismusdebatte in barocker Erzählprosa Kein Zugriff
    4. 4. Humoristische Entschärfung. Der alltägliche Unglaube und die Verteidigung des Politischen in Christian Weises Komödie »Bäurischer Machiavellus« (1679) Kein Zugriff
    1. 1. Frühe Neuzeit und Aufklärung. Zum Verlauf des Unglaubensdiskurses im späten 17. Jahrhundert Kein Zugriff
    2. 2. Offene Kritik – heimliche Sympathien? Pierre Bayles Angriff auf die Apologetik Kein Zugriff
    3. 3. Praktisches Christentum und politisches Kalkül. Zur Entstehung einer deutschsprachigen Laienapologetik am Beispiel von Seckendorffs »Christen-Stat« (1685) Kein Zugriff
    4. 4. Die »Thorheit« der Gottesleugner. Rationaltheologie und christliche Vorurteilslehre im Umfeld der europäischen Frühaufklärung Kein Zugriff
    5. 5. De viris falso Atheismi suspectis. Rettungen für Sokrates und Hobbes Kein Zugriff
    1. 1. Was heißt hier ›praktisch‹? Kritik und Präzisierung von Voetius’ Atheismusmodell in der akademischen Diskussion bis 1740 Kein Zugriff
    2. 2. Wider das Denunziantentum und wider den Unglauben. Kritik und Neuausrichtung der Apologetik bei Christian Thomasius Kein Zugriff
    3. 3. Hobbes liberatus – Plato ἄθεος Nicolaus Hieronymus Gundling und die Eklektik zwischen den Fronten Kein Zugriff
    4. 4. Begriffliche Präzision und politischer Konservativismus. Der Fall Christian Wolff und die Ambivalenzen der Aufklärung Kein Zugriff
    5. 5. Unzeitgemäße Betrachtungen? Der Stand der lutherischen Polemik nach 1700 Kein Zugriff
    6. 6. »De atheo cive non bono«. Umrisse einer akademischen Diskussion ab 1700 Kein Zugriff
    1. 1. Gelehrte versus Ungelehrte. Gottsched und der Weg in die doppelte Aufklärung Kein Zugriff
    2. 2. Vernünftige Unglaubenskritik in den frühen Moralischen Wochenschriften Kein Zugriff
    3. 3. Religiosität als Schöpfungsgenuss oder der missvergnügte Atheist (Barthold Heinrich Brockes) Kein Zugriff
    4. 4. Anthropologische Skepsis und Freigeistschelte in der Lyrik Albrecht von Hallers Kein Zugriff
    5. 5. Vom Atheisten zum Freigeist. Begriffswandel und Problemkontinuität im 18. Jahrhundert Kein Zugriff
    6. 6. Aufklärung und kein Ende. Hinweise zum Fortgang des Unglaubensdiskurses Kein Zugriff
    1. 1. Rückschau, Ergebnisse, Perspektiven Kein Zugriff
    2. 2. Öffentlichkeit und Untergrund. Zum Problem der Aufklärung ›von oben‹ Kein Zugriff
    3. 3. Nachwort. Der Unglaube, der Glaube und das sogenannte Böse Kein Zugriff
      1. 1. Quellen Kein Zugriff
      2. 2. Forschungsliteratur Kein Zugriff
    1. 1. Namen Kein Zugriff
    2. 2. Orte Kein Zugriff
    3. 3. Sachen Kein Zugriff
    4. 4. Bibelstellen Kein Zugriff

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