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Der deutsche Glücksspielmarkt

Staatliche Regulierung im Spannungsfeld zwischen wohlwollender Konsumbeschränkung und individueller Handlungsfreiheit
Autor:innen:
Verlag:
 2018

Zusammenfassung

Gut gemeinte Konsumverbote sind ein kontroverses Thema. Wohl die wenigsten Menschen wünschen Anderen etwas Schlechtes, und so liegt der Impuls nahe, sein Gegenüber vor „falschen“ Entscheidungen bewahren zu wollen. Auch im Fall des Glücksspiels versucht der Gesetzgeber die Bevölkerung mit Verboten vor einer Suchterkrankung zu schützen. Die Verbote populärer Spielformen haben bisher allerdings dazu geführt, dass immer mehr Konsumenten auf Plattformen ohne wirksame Schutzmechanismen ausweichen. Neben Problemen bei der praktischen Umsetzung ist es auch aus theoretischer Perspektive nicht einfach, gut gemeinte Verbote systematisch zu begründen. Die Ansätze scheitern regelmäßig daran, dass es – zumindest nach ökonomischem Verständnis – keinen Maßstab für „falsche“ Konsumentscheidungen gibt, solange nicht unbeteiligte Dritte Leidtragende dieser Entscheidungen sind. Innerhalb des ökonomischen Analysegerüsts erscheint es logisch kaum möglich, die tatsächliche Vorteilhaftigkeit von gut gemeinten Verboten herzuleiten, auch wenn für einige Konsumenten eine langfristige Besserstellung durch Beschränkungen durchaus denkbar ist. Daraus folgt jedoch keine gleichgültige Haltung gegenüber den Suchtgefahren. Vielmehr werden unter Bezugnahme auf den andauernden Reformprozess der Glücksspielregulierung alternative Ansätze besprochen, die zur Suchtprävention einen möglichst wirksamen Mechanismus zur freiwilligen Begrenzung der Spieleinsätze vorsehen.


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Bibliographische Angaben

Copyrightjahr
2018
ISBN-Print
978-3-8288-4146-8
ISBN-Online
978-3-8288-7000-0
Verlag
Tectum, Baden-Baden
Reihe
Wirtschaftspolitische Forschungsarbeiten der Universität zu Köln
Band
60
Sprache
Deutsch
Seiten
96
Produkttyp
Monographie

Inhaltsverzeichnis

KapitelSeiten
  1. Titelei/Inhaltsverzeichnis Teilzugriff Seiten 1 - 8 Download Kapitel (PDF)
  2. 1 Fragestellung Kein Zugriff Seiten 9 - 12
    1. 2.1 Eigenschaften der Glücksspielsucht und Verbreitung in Deutschland Kein Zugriff
    2. 2.2 Abgrenzung von meritorisch motivierten Markteingriffen und Korrekturen in Folge eines Marktversagens Kein Zugriff
    1. 3.1 Vertragstheoretische Überlegungen auf Grundlage einer normativ individualistischen Grundposition Kein Zugriff
      1. 3.2.1 Vorüberlegungen zur Modellierung einer Abweichung zwischen individuellen Zielen und tatsächlichen Handlungen Kein Zugriff
      2. 3.2.2 Unterschiedliche Präferenzordnungen und zeitinkonsistentes Verhalten Kein Zugriff
      3. 3.2.3 Empirische Befunde zu zeitinkonsistentem Verhalten im Zusammenhang mit der Glücksspielsucht Kein Zugriff
      4. 3.2.4 Hypothetische Zustimmungen auf konstitutioneller Ebene Kein Zugriff
    2. 3.3 Zwischenfazit I: Die Vorteilhaftigkeit von generellen Konsumverboten zum Selbstschutz lässt sich konstitutionenökonomisch nicht herleiten Kein Zugriff
      1. 4.1.1 Externe Effekte durch Überschuldungskosten Kein Zugriff
      2. 4.1.2 Kosten der Spielsucht für das Mindestsicherungssystem Kein Zugriff
      3. 4.1.3 Kosten der Spielsucht für das Gesundheitssystem Kein Zugriff
      4. 4.1.4 Der Einfluss unterschiedlicher Spielformen auf die Entstehung einer Glücksspielsucht und daraus resultierender externer Kosten Kein Zugriff
      5. 4.1.5 Externe Effekte durch Geldwäsche auf dem Glücksspielmarkt Kein Zugriff
    1. 4.2 Informationsasymmetrien auf Glücksspielmärkten Kein Zugriff
    2. 4.3 Natürliche Monopole Kein Zugriff
    3. 4.4 Zwischenfazit II: Die Regulierung von Glücksspielmärkten bietet das Potential für allokative Verbesserungen Kein Zugriff
    1. 5.1 Die aktuelle Angebotsstruktur auf dem deutschen Glücksspielmarkt Kein Zugriff
    2. 5.2 Leitgedanken für eine sachgerechte Regulierung Kein Zugriff
      1. 5.3.1 Status Quo: Verbot von internetbasierten Casinospielen und Poker Kein Zugriff
      2. 5.3.2 Alternative Regulierung: Legalisierung von Onlineangeboten Kein Zugriff
      3. 5.3.3 Status Quo: Verbot von Live-Wetten und Versuch der mengenmäßigen Beschränkung privater Sportwettanbieter Kein Zugriff
      4. 5.3.4 Alternative Regulierung: Keine mengenmäßige Beschränkung für private Sportwettanbieter und Freigabe von Live-Wetten Kein Zugriff
      5. 5.3.5 Status Quo: Staatliches Lottomonopol Kein Zugriff
      6. 5.3.6 Alternative Regulierung: Privatwirtschaftliche Organisation des Lottoangebots Kein Zugriff
      7. 5.3.7 Status Quo: Glücksspielbesteuerung auf Grundlage der Spieleinsätze Kein Zugriff
      8. 5.3.8 Alternative Regulierung: Abgabe auf den Bruttospielertrag Kein Zugriff
    3. 5.4 Ausblick Kein Zugriff
  3. 6 Schlussbetrachtung Kein Zugriff Seiten 87 - 88
  4. 7 Literaturverzeichnis Kein Zugriff Seiten 89 - 96

Literaturverzeichnis (66 Einträge)

  1. 7 Literaturverzeichnis Google Scholar öffnen
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