
Der Dirigent, der nicht mitspielte
Leo Borchard 1899–1945- Autor:innen:
- Verlag:
- 2005
Zusammenfassung
Am 26. Mai 1945 gibt Leo Borchard als frisch ernannter Chefdirigent des Berliner Philharmonischen Orchesters sein erstes Konzert im Berliner Titania-Palast. Es ist zugleich das allererste Konzert der Philharmoniker nach dem Zweiten Weltkrieg. Sowohl die russischen Besatzer als auch die später in Berlin eintreffenden Amerikaner und Briten huldigen dem sechsundvierzig Jahre alten Dirigenten. Ist in ihm vielleicht schon der Nachfolger Wilhelm Furtwänglers gefunden? Aber schon das Konzert am 25. August dirigiert Borchard nicht mehr. Amerikanische Soldaten erschießen ihn zwei Tage zuvor, als er in dem Fahrzeug eines britischen Offiziers am heutigen Bundesplatz die Sektorengrenze passieren will. Die Kugeln treffen einen Dirigenten, der sich dem Dritten Reich standhaft verweigert hatte und mit der von ihm und seiner Lebensgefährtin Ruth Andreas-Friedrich gegründeten Widerstandsgruppe »Onkel Emil« vielen Verfolgten helfen konnte. Matthias Sträßner widmet sich dem »Fall Borchard« aufgrund des unerwartet aufgetauchten Archivs der Schwester des Dirigenten, Margarita von Kudriavtzeff, nach fast zwanzig Jahren ein zweites Mal und deutlich erweitert: Die Geschichte von Leo Borchard ist nicht nur wegen ihres tragischen Endes spannend, sondern gerade auch wegen seines ungewöhnlichen Lebens. In seiner Biographie fokussieren sich die Zeit nach dem Ersten Weltkrieg in Berlin und das Dritte Reich auf bemerkenswerte Weise. Und die hundert Tage des Chefdirigenten Borchard zeigen, dass die Nachkriegsgeschichte der Berliner Philharmoniker auch ganz anders hätte verlaufen können…
Schlagworte
Publikation durchsuchen
Bibliographische Angaben
- Auflage
- 1/2005
- Copyrightjahr
- 2005
- ISBN-Print
- 978-3-86732-272-0
- ISBN-Online
- 978-3-86732-693-3
- Verlag
- Lukas Verlag, Berlin
- Reihe
- Studien und Dokumente zu Alltag, Verfolgung und Widerstand im Nationalsozialismus
- Band
- 9
- Sprache
- Deutsch
- Seiten
- 537
- Produkttyp
- Monographie
Inhaltsverzeichnis
- Inhalt Kein Zugriff
- Einleitung Kein Zugriff Seiten 8 - 12
- Vorwort Kein Zugriff Seiten 13 - 18
- Ein Pass – ein Rubel. Jugend in Russland Kein Zugriff Seiten 19 - 31
- Emigration ohne Ortswechsel. Terijoki und Helsinki 1917–1920 Kein Zugriff Seiten 32 - 41
- Erste Erfahrungen mit Berliner Chören 1920–1925 Kein Zugriff Seiten 42 - 52
- Berliner Musikszene. An der Oper 1925–1927 Kein Zugriff Seiten 53 - 69
- Zwischen Zauberberg und Höllental. In der Schweiz 1927–1929 Kein Zugriff Seiten 70 - 79
- Königsberger Rundfunk- und Musikphilosophie. Die Jahre 1929–1931 Kein Zugriff Seiten 80 - 100
- »Beispiel und Beginn eines neuen Weges«. Die Partnerin Ruth Andreas-Friedrich Kein Zugriff Seiten 101 - 114
- Die Schwester: Margarita von Kudriavtzeff, geb. Borchard Kein Zugriff Seiten 115 - 134
- Der Austauschdirigent macht Skandal. Die Jahre 1932/33 Kein Zugriff Seiten 135 - 151
- »Eine Lanze für Leo Borchard!« Die erfolgreichen Spielzeiten 1934–1936 Kein Zugriff Seiten 152 - 165
- Der Olympionike stolpert. Die Spielzeit 1936/37 Kein Zugriff Seiten 166 - 185
- Bewerbung in Baden-Baden 1937 Kein Zugriff Seiten 186 - 195
- Warum geht er nicht? Steglitzer Emigration Kein Zugriff Seiten 196 - 206
- Arbeiten am Text. Der Übersetzer und Librettist Leo Borchard Kein Zugriff Seiten 207 - 218
- Ein europäisches Netzwerk neuer Musik – Auslandsgastspiele 1938/39 Kein Zugriff Seiten 219 - 236
- Lebenszwischenbilanz 1940 und ein Blick nach Japan Kein Zugriff Seiten 237 - 250
- An der Peripherie der Macht. Konzerte im Südosten Europas 1941/42 Kein Zugriff Seiten 251 - 266
- Weihrauch für Cherubino. Das merkwürdige Jahr 1943 Kein Zugriff Seiten 267 - 283
- Arbeit am Deutschen Europa-Sender in Hilversum 1943/44 Kein Zugriff Seiten 284 - 295
- Die Hilfe ist nicht umsonst Kein Zugriff Seiten 296 - 315
- »Und ein neuer Frühling folgt dem Winter nach«. Private und musikalische Aussichten Kein Zugriff Seiten 316 - 326
- Letzte Steglitzer Widerstandsaktivitäten zwischen 20. Juli 1944 und Kapitulation Kein Zugriff Seiten 327 - 339
- Berlin in russischer Hand. Mai/Juni 1945 Kein Zugriff Seiten 340 - 364
- Ein britisch-amerikanischer Zwischenfall. Die Todesfahrt am 23. August 1945 Kein Zugriff Seiten 365 - 385
- Vier in einem Auto Kein Zugriff Seiten 386 - 396
- Dostojewski und Christusfriede. Die Tage zwischen Tod und Begräbnis Kein Zugriff Seiten 397 - 408
- »Vis à vis de rien«. Die S.O.S.-Briefe der Margarita von Kudriavtzeff Kein Zugriff Seiten 409 - 425
- Die erste deutsche Kulturtat nach Kriegsende. Eine Schlussbetrachtung Kein Zugriff Seiten 426 - 438
- Dokumentation Kein Zugriff Seiten 439 - 439
- Konzertkalender 1928–1945 Kein Zugriff Seiten 440 - 468
- Frühe Rundfunkaufnahmen 1930–1933 Kein Zugriff
- Aufnahmen für die Telefunkenplatte GmbH und Filmaufnahmen 1933–1937 Kein Zugriff
- Rundfunkaufnahmen (Dauerbandaufnahmen) für die deutschen Europa-Sender, Außenstelle Hilversum Kein Zugriff
- Aufnahmen für den Berliner Rundfunk 1945 Kein Zugriff
- Wiederveröffentlichungen auf CD/DVD Kein Zugriff
- Im Verzeichnis verwendete Abkürzungen Kein Zugriff
- Danksagung Kein Zugriff
- Stammtafel Kein Zugriff
- Bildnachweis Kein Zugriff
- Primärdokumente zu Leo Borchard in chronologischer Reihenfolge ihres Entstehens Kein Zugriff
- Literarische Arbeiten von Leo Borchard Kein Zugriff
- Archivalien Kein Zugriff
- Sekundärliteratur Kein Zugriff
- Abkürzungen Kein Zugriff
- Register Kein Zugriff





