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Verweigerte Heimat

Léon Jessel (1871-1942), Komponist des 'Schwarzwaldmädel'
Autor:innen:
Verlag:
 2024

Zusammenfassung

Der deutsche Komponist Léon Jessel lebte von 1871 bis 1942. Durch das Charakterstück 'Parade der Zinnsoldaten' und vor allem die zahllos aufgeführte und mehrfach verfilmte Operette 'Schwarzwaldmädel' ist sein Werk populär geblieben; das Gesamtwerk und letztlich auch er selbst sind dagegen mehr oder weniger in Vergessenheit geraten. Nach großen Erfolgen bis 1933 waren die letzten zehn Lebensjahre des Komponisten von Tragik und grotesker Fehleinschätzung der eigenen Lage geprägt. Jessel, der bereits 1894 aus der jüdischen Gemeinde ausgetreten und zum christlichen Glauben übergetreten war, stand den Nationalsozialisten auf Grund seiner deutschnationalen Ansichten von Anfang an wohlwollend gegenüber. Diese wiederum schätzten in ästhetischer und inhaltlicher Hinsicht sehr wohl die Werke des 'Volljuden'. Jessel ersuchte gar um Aufnahme in Alfred Rosenbergs 'Kampfbund für deutsche Kultur', wurde jedoch abgewiesen und mit Aufführungsverbot belegt. Nachdem ein privater Brief von ihm abgefangen worden war, in dem er seine verzweifelte Lage geschildert hatte, wurde der Siebzigjährige Ende 1941 zur Gestapo-Leitstelle in Berlin-Mitte vorgeladen und festgenommen. Von der Gestapo schwer misshandelt, verstarb Léon Jessel am 4. Januar 1942 im Jüdischen Krankenhaus Berlin. Die Biographie des Musikwissenschaftlers Albrecht Dümling bietet sowohl eine Analyse der Werkentwicklung Jessels als auch eine Beschreibung seines Lebens und Nachwirkens.

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Bibliographische Angaben

Auflage
1/2024
Copyrightjahr
2024
ISBN-Print
978-3-86732-127-3
ISBN-Online
978-3-86732-829-6
Verlag
Lukas Verlag, Berlin
Reihe
Studien und Dokumente zu Alltag, Verfolgung und Widerstand im Nationalsozialismus
Band
1
Sprache
Deutsch
Seiten
193
Produkttyp
Monographie

Inhaltsverzeichnis

KapitelSeiten
    1. Inhalt Kein Zugriff
    2. Vorwort Kein Zugriff
    3. Vorwort zur Neuausgabe Kein Zugriff
  1. »Zukunftsträume«. Jugend in Stettin Kein Zugriff Seiten 11 - 22
  2. »Die Brautwerbung«. Wanderjahre als Kapellmeister Kein Zugriff Seiten 23 - 30
  3. »Die Parade der Zinnsoldaten«. Charakterstücke fürs deutsche Haus Kein Zugriff Seiten 31 - 38
  4. »Alte Stadt, dich grüß ich wieder«. Lübecker Heimatkunst im Volkston Kein Zugriff Seiten 39 - 43
  5. »Die Nihilistin«. Pech mit eigenen Operetten Kein Zugriff Seiten 44 - 47
  6. »Horch, horch, der Storch«. Zwischen Berliner Posse und Operette Kein Zugriff Seiten 48 - 53
  7. »Erklingen zum Tanze die Geigen«. Sensationserfolg »Schwarzwaldmädel« Kein Zugriff Seiten 54 - 66
  8. »Das stehst machtlos vis-à-vis.« Schicksal und Themenzusammenhänge in »Schwarzwaldmädel« Kein Zugriff Seiten 67 - 77
  9. »Die Postmeisterin« und »Des Königs Nachbarin«. Bürgerstolz und Wiederentdeckung Preußens Kein Zugriff Seiten 78 - 85
  10. »Morgenröte«. Zwischen Modernität und konservativem Nationalismus Kein Zugriff Seiten 86 - 92
  11. »Von den Berliner jüdischen Theaterdirektoren niedergehalten«. Suche nach Identität im NS-Staat Kein Zugriff Seiten 93 - 102
  12. »Die goldene Mühle«. Nachlassende Aufführungen, weitergehende Produktivität Kein Zugriff Seiten 103 - 114
  13. »Gestapo, Gestapo«. Unpolitischer Künstler oder Regimekritiker? Kein Zugriff Seiten 115 - 126
  14. Heimatkunst in Ruinenlandschaft. »Schwarzwaldmädel« nach 1945 Kein Zugriff Seiten 127 - 134
  15. Vergangenheitsbewältigung und Wiedergutmachung. (Jessels Vermächtnis) Kein Zugriff Seiten 135 - 142
  16. Jessels Erben. Wilmersdorf und Norbert Schultze Kein Zugriff Seiten 143 - 148
  17. »Schwarzwaldmädel« – immer noch die Suche nach Heimat Kein Zugriff Seiten 149 - 159
    1. Musikalische Werke von Léon Jessel Kein Zugriff
    2. Zeittafel Kein Zugriff
    3. Bildnachweis Kein Zugriff
    4. Personenregister Kein Zugriff

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