Bilder der Wohnungsnot
Ideologische Phantasmen in der Geschichte der Fürsorge- Autor:innen:
- Reihe:
- Psyche und Gesellschaft
- Verlag:
- 01.03.2024
Zusammenfassung
Die Geschichte der Wohnungsnot wird lesbar anhand von stereotypen Bildern, die in unterschiedlichen historischen Epochen über Menschen in Not vorherrschten – als »Vagabunden« oder »Taugenichtse«, »Nichtsesshafte« oder »asozial« Stigmatisierte. Die Auseinandersetzung mit diesen Bildern lenkt den Blick auf die historische Kontinuität sozialer Entkoppelung und politischer Ausgrenzung sowie auf die bis heute ungebrochene Wirkungsmacht symbolischer Spaltungen. Saskia Gränitz unternimmt nicht nur eine ideologiekritische Entzauberung dieser Bilder, sondern befragt sie auch als real wirkmächtige Phantasmen hinsichtlich ihrer Funktion, Ausbeutungs- und Herrschaftsverhältnisse in jeder Epoche aufs Neue durchzusetzen. Dabei erweist sich die 500-jährige Geschichte der Herausbildung und Transformation kapitalistischen Wohnens als ein Drama mit wiederkehrenden Krisen, immer neuen Erscheinungsformen der Not und überwiegend gewaltsamen Versuchen ihrer politischen Regulierung.
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Bibliographische Angaben
- Copyrightjahr
- 2024
- Erscheinungsdatum
- 01.03.2024
- ISBN-Print
- 978-3-8379-3304-8
- ISBN-Online
- 978-3-8379-6209-3
- Verlag
- Psychosozial-Verlag, Gießen
- Reihe
- Psyche und Gesellschaft
- Sprache
- Deutsch
- Seiten
- 244
- Produkttyp
- Monographie
Inhaltsverzeichnis
- Titelei/Inhaltsverzeichnis Kein Zugriff Seiten 1 - 8
- Einleitung Kein Zugriff Seiten 9 - 14
- 1.1 Zur Funktionalität von Bildern Kein Zugriff
- 1.2 Die soziale Frage des Wohnens Kein Zugriff
- 1.3 Entwurf einer materialistischen Ideologiekritik Kein Zugriff
- 1.4 Zum Begriff der Geschichte Kein Zugriff
- 1.5 Zur Frage des Standorts der Erzählung Kein Zugriff
- 2.1 Barmherzigkeit und Ablasshandel – Armut und Almosen im Mittelalter Kein Zugriff
- 2.2 Integriert – soziale Sicherung in den Grenzen der Gemeinschaft Kein Zugriff
- 3.1 Exklusion und Misstrauen – keine Fürsorge für arbeitsfähige und fremde Arme Kein Zugriff
- 3.2 Entkoppelt – die Geburt des ›Vagabunden‹ als innerer Fremder Kein Zugriff
- 4.1 Abschreckung und Kriminalisierung – von der Verbannung zum Arbeitshaus Kein Zugriff
- 4.2 Enteignet – Vagabundenverfolgung und ursprüngliche Akkumulation Kein Zugriff
- 5.1 Proletarisierung und Moralisierung – Wanderarbeit auf den Wegen der Fürsorge Kein Zugriff
- 5.2 Mobilisiert – Eingliederung unter dem Vorzeichen der Arbeitsprekarität Kein Zugriff
- 6.1 Normierung und Pathologisierung – urbane Wohnungsnot als ›Hygiene-Problem‹ Kein Zugriff
- 6.2 Zusammengedrängt – Unterschlupf im freien Spiel von Lohn, Miete und Rendite Kein Zugriff
- 7.1 Biologisierung und Rassifizierung – die nationalsozialistische Vernichtungspolitik Kein Zugriff
- 7.2 Entrechtung – Sozialdarwinismus und Eugenik als ›Lösung‹ der sozialen Frage? Kein Zugriff
- 8.1 Psychiatrisierung und Vertreibung – der dunkle Schatten sozialer Normalität Kein Zugriff
- 8.2 An den Rand gedrängt – Exklusion und Exklusivität fordistischer Sicherheit Kein Zugriff
- 9.1 Responsibilisierung und Aktivierung – des eigenen Glückes Schmied? Kein Zugriff
- 9.2 Prekarisiert – die Wiederkehr der sozialen Frage und der negative Individualismus Kein Zugriff
- 10 Ideologische Phantasmen in Zeiten der Krise Kein Zugriff Seiten 183 - 214
- Literatur Kein Zugriff Seiten 215 - 236
- Abbildungen Kein Zugriff Seiten 237 - 240
- Danksagung Kein Zugriff Seiten 241 - 244





