Staatsräson
Steht die Macht über dem Recht?- Herausgeber:innen:
- Reihe:
- Staatsverständnisse, Band 50
- Verlag:
- 2012
Zusammenfassung
Staatsräson ist ein schillernder Begriff, der sowohl positive wie negative Elemente enthält. Jeder Staat hat einen harten Kern von Werten, Zielen und Gewissheiten, die man als Staatsräson im positiven Sinne bezeichnen könnte. Die dunkle Seite der Staatsräson, die rücksichtslose Durchsetzung von Staatszielen mit Gewalt, schien hingegen im liberalen demokratischen Rechtsstaat der Gegenwart überwunden zu sein. Der weltweite Kampf gegen den Terrorismus lässt das Pendel jedoch wieder in die andere Richtung ausschlagen.
Der Gegensatz zwischen dem Recht des Staates auf Selbstverteidigung einerseits und dem Anspruch, Staatsfeinde ohne Gerichtsverfahren außerhalb rechtsstaatlicher Verfahren in letzter Konsequenz auch gezielt töten zu dürfen, bildet den Ausgangspunkt für die hier anzustellenden Überlegungen. In vier Teilen, die unterschiedliche Perspektiven eröffnen, aus denen das Problem „Staatsräson“ betrachtet werden kann, analysieren Politik- und RechtswissenschaftlerInnen sowie SoziologInnen diese Problematik.
Publikation durchsuchen
Bibliographische Angaben
- Copyrightjahr
- 2012
- ISBN-Print
- 978-3-8329-7054-3
- ISBN-Online
- 978-3-8452-3908-8
- Verlag
- Nomos, Baden-Baden
- Reihe
- Staatsverständnisse
- Band
- 50
- Sprache
- Deutsch
- Seiten
- 243
- Produkttyp
- Sammelband
Inhaltsverzeichnis
- Titelei/Inhaltsverzeichnis Kein Zugriff Seiten 1 - 8
- Vorwort Kein Zugriff Seiten 9 - 10
- Einleitung Kein Zugriff Seiten 11 - 30 Rüdiger Voigt
- „libertas et anima nostra in dubio est“. Die Hinrichtung der Catilinarier in der Überlieferung Sallusts als Frage der Staatsraison Kein Zugriff Seiten 31 - 56 Christoph Lundgreen
- Wahre und falsche ragione di stato Kein Zugriff Seiten 57 - 68 Norbert Campagna
- „Ragionare dello stato“ – „mantenere la libertà“: Die Staatsräson und die republikanische Theorie des Notstandes bei Machiavelli Kein Zugriff Seiten 69 - 88 Stefano Saracino
- „Quanto sia laudabile in uno principe mantenere la fede e vivere con integrità“ – Überlegungen zum Problem der Staatsräson im Anschluss an Machiavelli Kein Zugriff Seiten 89 - 106 Peter Schröder
- Zur politischen Geografie der targeted killings Kein Zugriff Seiten 107 - 120 Jochen Kleinschmidt
- Klasse, Rasse und Hypereinkerkerung im revanchistischen Amerika Kein Zugriff Seiten 121 - 144 Loïc Wacquant
- Die Prärogative der [rechtsstaatlichen] Exekutive. Die Ausnahme und die Geltung des Rechts Kein Zugriff Seiten 145 - 162 Eike Hennig
- Staatsräson als strafrechtliches Argument? Zur demokratietheoretischen Kritik des „Feindstrafrechts“ Kein Zugriff Seiten 163 - 182 Beatrice Brunhöber
- Aspekte des Völkerstrafrechts Kein Zugriff Seiten 183 - 206 Pedro Hermílio Villas Bôas Castelo Branco
- Politischer Schmerz. Kalküle der Staatsgewalt zwischen Notwehr und Schutz Kein Zugriff Seiten 207 - 224 Marion Löffler
- Wir werden, was wir tun. Zum Spannungsverhältnis von Recht, Staatsräson und Gewalt Kein Zugriff Seiten 225 - 240 Oliver Flügel-Martinsen
- Autoren Kein Zugriff Seiten 241 - 243





