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Krisen, Bedrohte Ordnungen, Zeitenwenden, Resilienz

Regierbarkeitsprobleme in gestressten Gesellschaften
Autor:innen:
Verlag:
 2024

Zusammenfassung

Das Buch behandelt Probleme des Regierens in gestressten Gesellschaften. Es geht einmal um das Phänomen der Krise, das bisher vor allem aus der Warte eines effektiven Krisenmanagements behandelt wurde, während es – wie hier gefordert – der Entwicklung einer umfassenden ganzheitlichen Perspektive bedarf, die Krisen als zugleich kognitive, kommunikative und sozialpsychologische Herausforderungen begreift. Dem gegenwärtigen Demokratiediskurs wird der Krisenbegriff nicht gerecht. Es handelt sich vielmehr um die Bedrohung der demokratischen Ordnung, um deren Erhalt die aktuelle Bedrohungskommunikation kreist. Nach einem Blick auf den überstrapazierten Begriff der Zeitenwende und die Frage, um wessen Resilienz es eigentlich geht, wird die Notwendigkeit betont, schon jetzt zu konzipieren, wie es weitergehen soll, ohne sich dabei mit der Formel von der „Neuen Normalität“ zu beruhigen.

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Bibliographische Angaben

Copyrightjahr
2024
ISBN-Print
978-3-7560-1618-1
ISBN-Online
978-3-7489-4536-9
Verlag
Nomos, Baden-Baden
Sprache
Deutsch
Seiten
93
Produkttyp
Monographie

Inhaltsverzeichnis

KapitelSeiten
  1. Titelei/InhaltsverzeichnisSeiten 1 - 8 Download Kapitel (PDF)
  2. A. Einleitung: Vom reinen Krisenmanagement zu einer ganzheitlichen krisenwissenschaftlichen Perspektive Seiten 9 - 12 Download Kapitel (PDF)
  3. Download Kapitel (PDF)
    1. I. Zehn Minuten Begriffsgeschichte
        1. Die Entscheidungssituation zu Beginn der Flüchtlingskrise: die Regierenden als Getriebene
        2. Die Entscheidungssituation zu Beginn der Corona-Krise: die Regierenden als Laienspielschar
        3. Die Entscheidungssituation am Beginn des Ukrainekrieges: Regieren am Limit
        1. Erfahrungen von Vulnerabilität und Ausgeliefertsein auf Seiten der Betroffenen
        2. Ohnmachtserfahrung der Regierenden: The Powerlessness of Powerful Governments
      1. 3. Krisenerfahrungen der Regierten: das Beispiel des Weimarer Krisenjahres 1923
      1. 1. Sozialfiguren im Kontext von Krisennarrativen: Raffkes, Schieber, Hamsterer
        1. Verschwörungstheoretiker als krisentypische Sozialfiguren
        2. Zur neuen Spezies der „Querdenker“
      2. 3. Inflationsheilige und völkische Agitatoren
      1. 1. Angst und Unsicherheit als eine Art Grundmelodie
      2. 2. Veränderungserschöpfung
      3. 3. Die These von der „posttraumatischen Belastungsstörung“
  4. Download Kapitel (PDF)
    1. I. Von der Krise zur Bedrohung
    2. II. Zum Verhältnis gefühlter und realer Bedrohungen
    3. III. Zum Verhältnis von Krisen- und Bedrohungskommunikation
      1. 1. Das Partikularinteressen ausgelieferte Gemeinwohl
      2. 2. Die Reformation als auch kommunikativ abzuwehrende Bedrohung
      3. 3. Die krisengeschüttelte bzw. – je nach Lesart – existenzbedrohte Demokratie
    4. V. „You never walk alone“: zur Rolle von Reziprozität und Solidarität
  5. Download Kapitel (PDF)
    1. I. Begriffe mit hohem Inflationsrisiko: „Krise“ und „Zeitenwende“ als gegenwärtig besonders aussichtsreiche Kandidaten
    2. II. Ein kurzer Blick auf die gängigsten Semantiken des sozialen Wandels
      1. 1. Nicht der Schlachtenlärm ist entscheidend, sondern die Wahrnehmung neuer Horizonte und neuer Deutungsschemata
      2. 2. Eine hilfreiche Differenzierung des Zeitenwende-Begriffs
      3. 3. Zeitenwende – Wahrnehmungen wollen kommuniziert werden: zur zentralen Rolle von Krisen-, Bedrohungs- und Wendezeitnarrativen
      1. 1. Die sicherheitspolitische Zeitenwende
      2. 2. Die sog. Energiewende
      3. 3. Die Wende in der Asylpolitik
      4. 4. Der „erinnerungspolitische Gezeitenwechsel“
      1. 1. Zur Beschaffenheit von Triggerpunkten
      2. 2. Zwei Triggerpunkte etwas genauer betrachtet
      3. 3. Vom Demokratie- und Populismusbarometer zum Gefühlsthermometer
  6. Download Kapitel (PDF)
    1. I. Um wessen Resilienz geht es eigentlich?
    2. II. Resilienz durch „Story Telling“
    3. III. Nach der Katastrophe: aus Trümmern eine neue Welt flicken – Zum hilfreichen Konzept des „re-ordering“ –
    4. IV. Ein versöhnlicher Ausblick: zum Phänomen der posttraumatischen Reifung

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