
Tertiarität
Studien zur Sozialontologie- Autor:innen:
- Verlag:
- 2022
Zusammenfassung
»Fast alles, was sozial geschieht, geschieht unter der Beobachtung Dritter. Bald ist es das Publikum, bald das Wahlvolk, bald sind es die Konsumenten, die Eltern, die Kinder oder die Gerichte, deren Existenz beim sozialen Handeln in Rechnung gestellt wird. […] Solange es zwei gibt, gibt es nur Sozialität, sobald es einen Dritten gibt, gibt es Gesellschaft« (Jürgen Kaube). Diesen Status der Figur des Dritten im Verhältnis zum Anderen und zum Einen, von Tertiarität mit Bezug auf Alterität und Identität fokussieren die »Studien zur Sozialontologie«.
Auf den Schultern von Simmel und Freud, von Sartre und Lacan, von Lévinas und Girard, von Elias und Berger/Luckmann, die je Figuren und Funktionen des Dritten (der bzw. die Dritte) reflektiert haben, werden sprachanalytische, ödipal-trianguläre, sozialphänomenologische und polymorphologische Argumente systematisiert, um den unhintergehbaren Stellenwert des Tertius in den Urszenen der Vergesellschaftung aufzuweisen. In der Konsequenz zeigen sich die »generalisierte Dritte« und »dreifache Kontingenz« als produktive Sozialkategorien, um die bekannte Kluft zwischen Intersubjektivitätstheorien (Ego und Alter Ego) und Transsubjektivitätstheorien (das Kollektive bzw. das Dritte) zu überbrücken. Abschließende Erprobungen demonstrieren, dass relevante soziale Teilsysteme wie Recht, Marktökonomie, Politik, Medien und Familiarität, selbst die Liebe nur unter Einbeziehung der dritten Person sinngesetzlich adäquat verstanden und erklärt werden können.
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Bibliographische Angaben
- Copyrightjahr
- 2022
- ISBN-Print
- 978-3-95832-158-8
- ISBN-Online
- 978-3-7489-1461-7
- Verlag
- Velbrück Wissenschaft, Weilerswist
- Sprache
- Deutsch
- Seiten
- 326
- Produkttyp
- Monographie
Inhaltsverzeichnis
- Titelei/Inhaltsverzeichnis Kein Zugriff Seiten 1 - 7
- Einleitung Kein Zugriff Seiten 8 - 11
- Sozialontologie/Sozialtheorie Kein Zugriff
- Figuren und Funktionen der Tertiarität Kein Zugriff
- »Tertiarität. Studien zur Sozialontologie«: Vorgeschichte, Kernidee, Aufbau Kein Zugriff
- Der lachende Dritte. Schlüsselfigur der Theorien Simmels und Freuds Kein Zugriff
- Die Triade. Gründungsszene der Simmelschen Soziologie Kein Zugriff
- Der Dritte. Zur Anthropologie der Intersubjektivität Kein Zugriff
- Das Verzeihen. Seine Sozialontologie im Lichte der Theorie »sozialer Akte« (Reinach) oder »Sprechakte« (Searle) Kein Zugriff
- Tertiarität. Soziologie als Schlüsseldisziplin Kein Zugriff
- Turn to the Third: A Systematic Consideration of an Innovation in Social Theory Kein Zugriff
- Rückblick und Vorausblick auf die Argumentation: Aporie, Peripetie und Dialektik Kein Zugriff
- Gesellschaft als »generalisierte Dritte«: Zur Vermittlung von Handlung und Struktur bzw. von Mikro- und Makroebene Kein Zugriff
- Soziale Teilsysteme als Ausdifferenzierung spezifischer »Formen« »dreifacher Kontingenz« Kein Zugriff
- Recht: Die Schiedsrichter:in als Kernfigur des Gerichts im kommunikativen Zentrum des Rechtssystems Kein Zugriff
- Ökonomie: Das kaufende Publikum als lachende Dritte der Marktkonkurrenz Kein Zugriff
- Politik: Majorität/Minorität als die politische Drittenfiguration der Demokratie Kein Zugriff
- Medien: Das Medium ist die Botin. Zur Soziologie der Massenmedien aus der Perspektive einer Sozialtheorie des Dritten Kein Zugriff
- Familiarität: Sozialkognitiv-affektiver Quellfond aller dyadischen und triadischen Figurationen der Vergesellschaftung Kein Zugriff
- Liebe: Die Präsenz der Dritten in Liebesdyaden. Zur Sozialtheorie dreifacher Kontingenz Kein Zugriff
- Nachweise Kein Zugriff Seiten 313 - 314
- Ausführliches Inhaltsverzeichnis Kein Zugriff Seiten 315 - 326



