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Freudenberg

Ein Familienunternehmen in Kaiserreich, Demokratie und Diktatur
Autor:innen:
Verlag:
 2016

Zusammenfassung

Das traditionsreiche Familienunternehmen Freudenberg, zu dem so bekannte Marken wie Vileda gehören, zählt zu den größten deutschen Industrieunternehmen. Die 497 Gesellschaften der Freudenberg Gruppe sind an 170 Produktionsstandorten in weltweit 57 Ländern tätig. Joachim Scholtyseck legt nun die erste wissenschaftlich unabhängige Geschichte dieses "hidden champion" der deutschen Industrie vor, die von den Anfängen bis ins Jahr 1949 reicht.

Das 1849 gegründete Unternehmen war einst der größte Lederhersteller Europas. In der Weimarer Republik weitete die Firma angesichts der wirtschaftlichen und strukturellen Krisen ihre Geschäfte mit Erfolg auf das Feld der Dichtungstechnik und ab Mitte der 1930er Jahre auch der "Lederersatzstoffe" aus. Die Freudenbergs dachten politisch liberal und lehnten den Nationalsozialismus ab. Dennoch kamen sie in den Jahren des "Dritten Reiches" ihren Geschäftsidealen immer weniger nach und spielten sowohl bei "Arisierungen" als auch bei der Planung und der Nutzung von Testergebnissen auf der "Schuhprüfstrecke" im KZ Sachsenhausen eine Rolle. Daher lässt sich anhand der Geschichte des Unternehmens auch zeigen, warum sich selbst ehrliche Kaufleute wie die Freudenbergs im "Dritten Reich" die verwerflichen und verbrecherischen Rahmenbedingungen der nationalsozialistischen Politik für ihren Geschäftserfolg zu Nutze machten.


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Bibliographische Angaben

Copyrightjahr
2016
ISBN-Print
978-3-406-68853-9
ISBN-Online
978-3-406-68854-6
Verlag
C.H.BECK Literatur - Sachbuch - Wissenschaft, München
Sprache
Deutsch
Seiten
642
Produkttyp
Monographie

Inhaltsverzeichnis

KapitelSeiten
  1. Titelei/Inhaltsverzeichnis Kein Zugriff Seiten 1 - 10
  2. Einleitung Kein Zugriff Seiten 11 - 20
    1. Anfänge des Unternehmens Kein Zugriff
    2. Das Unternehmen in der Kaiserzeit Kein Zugriff
    3. Carl Freudenberg als Familienunternehmen Kein Zugriff
    4. Ein badischer Patriarch: Hermann Ernst Freudenberg Kein Zugriff
    5. Der Erste Weltkrieg Kein Zugriff
    1. Das Ende des Krieges und der Übergang zur Friedenswirtschaft Kein Zugriff
    2. Wirtschaftliche Aufholjagd im Zeichen der Inflation Kein Zugriff
    3. Eine Scheinblüte Kein Zugriff
    4. Struktureller Wandel und Weltwirtschaftskrise: Vorboten des Überlebenskampfs der deutschen Lederindustrie Kein Zugriff
    1. Dem politischen Liberalismus verpflichtet Kein Zugriff
    2. Verteidiger des Bürgertums und der Demokratie Kein Zugriff
    1. Unternehmer zwischen Pragmatismus und Opportunismus Kein Zugriff
    2. Nähe und Distanz zum «Dritten Reich» in der Familie Freudenberg Kein Zugriff
    3. Der Nationalsozialismus in Weinheim Kein Zugriff
    1. Das Eindringen der Nationalsozialisten in den Betrieb Kein Zugriff
    2. Der Betriebsalltag Kein Zugriff
    1. «Arisierungen» in Deutschland Kein Zugriff
    2. Eine frühe «Arisierung»: Die Übernahme der Conrad Tack & Cie. AG im Jahr 1933 Kein Zugriff
    3. Die Übernahmeverhandlungen und die Einigung mit den Tack-Eigentümern 1933 Kein Zugriff
    4. Das Schicksal Hermann Krojankers Kein Zugriff
    5. Guter Wille oder gutes Geschäft? – Die Ambivalenz einer «freundlichen Arisierung» Kein Zugriff
    6. Die Entwicklung von Tack unter Freudenberg Kein Zugriff
    7. Bottina und Leiser Kein Zugriff
    8. Die «Arisierung» der Lederwerke Sigmund Hirsch Kein Zugriff
    9. Zunehmende Routine: Weitere «Arisierungen» und «Arisierungs»-Überlegungen in Deutschland Kein Zugriff
    10. Restitutionsverhandlungen und -vergleiche Kein Zugriff
  3. Kapitel 7 Der Weg zur Kommanditgesellschaft Kein Zugriff Seiten 181 - 188
    1. Die Autarkiepolitik und ihre Folgen Kein Zugriff
    2. Die Entwicklung des Ledergeschäfts Kein Zugriff
    3. Der Erwerb der Gustav Hoffmann AG Kein Zugriff
    1. Verwissenschaftlichung und Diversifizierung Kein Zugriff
    2. Der Simmerring Kein Zugriff
    3. Neue Werkstoffe Kein Zugriff
    4. Die Nora-Sohle Kein Zugriff
    5. Lederfaserwerkstoffe Kein Zugriff
    6. Synthetisches Gummi oder Lederfaserwerkstoffe? Kein Zugriff
    7. Verbandsstreitigkeiten Kein Zugriff
    8. Die «Gemeinschaft Schuhe» Kein Zugriff
    1. Die gescheiterte Übernahme der Del-Ka in Österreich Kein Zugriff
    2. Die Schuhfabrik Langfelder Kein Zugriff
    3. Erfolglose Sondierungen im Sudetenland, in der annektierten Tschechoslowakei und im besetzten Polen Kein Zugriff
    4. Die Naturin AG in Prag Kein Zugriff
  4. Kapitel 11 Aufträge im Zeichen von Aufrüstung und Krieg: Die Werke Schopfheim, Schriesheim und das Simmerwerk Kein Zugriff Seiten 261 - 272
    1. Die deutsche Herrschaft über die polnische Industrie Kein Zugriff
    2. Dienste des Beauftragten für die Rohstofferfassung Kein Zugriff
    1. Die Grundzüge der deutschen Expansionsstrategie im Westen Kein Zugriff
    2. Ein gescheiterter «Arisierungsversuch» in den Niederlanden Kein Zugriff
    3. Der Fall Chromex Kein Zugriff
    4. Ein französischer Tack-Konzern? Der Beteiligungsversuch an den Chaussures André Kein Zugriff
    5. Verantwortlichkeit und Motive in Frankreich Kein Zugriff
  5. Kapitel 14 Der kollektive Parteibeitritt der Führungsriege im Jahr 1943 Kein Zugriff Seiten 313 - 320
    1. Grundbedingungen und Planungen Kein Zugriff
    2. Eine Prüfstrecke für die deutsche Schuhindustrie Kein Zugriff
    3. Die Organisation der «Schuhprüfstrecke» im KZ Sachsenhausen Kein Zugriff
    4. Arbeits- und Lebensbedingungen der «Schuhläufer» Kein Zugriff
    5. Freudenberg-Experten bei der «Schuhprüfstrecke» Kein Zugriff
    6. Verantwortlichkeit und Motive Kein Zugriff
    1. Der Zwangsarbeitereinsatz im «Dritten Reich»: Ein kurzer Überblick Kein Zugriff
    2. Kriegsgefangene und Zwangsarbeiter in den Freudenberg-Betrieben Kein Zugriff
    3. Der Zwangsarbeitereinsatz und die Unternehmensleitung Kein Zugriff
    1. Kontakte ins Ausland Kein Zugriff
    2. Neuordnung des Wirtschaftsraums und Teilevakuierungen: Die Versuche, den Betrieb zu retten Kein Zugriff
    3. Carl Freudenberg und die letzten Kriegsmonate in Weinheim Kein Zugriff
    1. Harte Bestrafung oder pragmatisches Vorgehen? – Die amerikanische Debatte über den Umgang mit der deutschen Wirtschaft Kein Zugriff
    2. Im Visier der Justiz Kein Zugriff
    3. Richard Freudenberg in Haft Kein Zugriff
    4. Verfahren oder Freiheit? Kein Zugriff
    5. Die Entnazifi zierung Kein Zugriff
    1. Neuanfang mit bewährten Kräften Kein Zugriff
    2. Eine Zeit des Übergangs – Freudenberg in der Nachkriegszeit Kein Zugriff
    3. Richard Freudenbergs Rückkehr in die Politik Kein Zugriff
  6. Fazit Kein Zugriff Seiten 439 - 454
  7. Nachwort und Dank Kein Zugriff Seiten 455 - 458
    1. Abkürzungen Kein Zugriff
    2. Anmerkungen Kein Zugriff
      1. Archivquellen Kein Zugriff
      2. Literatur Kein Zugriff
    3. Bildnachweis Kein Zugriff
    4. Personenregister Kein Zugriff
    5. Firmenregister Kein Zugriff
  8. Stammbaum Familie Freudenberg Kein Zugriff Seiten 641 - 641
  9. Zum Buch Kein Zugriff Seiten 642 - 642
  10. Über den Autor Kein Zugriff Seiten 642 - 642

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