
Genossenschaften in Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft
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- Verlag:
- 2022
Zusammenfassung
Die Entstehung des europäischen Bürgertums ist ohne Zünfte und Gilden nicht denkbar. Diese frühen Formen genossenschaftlicher Selbstorganisation haben bei den Klassikern der Soziologie und innerhalb jener sozialistischen Bewegungen, die sich nicht auf Marx beriefen, eine bis heute unterschätzte Rolle gespielt. Der Blick zurück ins Mittelalter und auf das bemerkenswerte Interesse vieler Soziolog/innen an genossenschaftlichen Modellen dient nicht der romantischen Verklärung, sondern erlaubt intellektuelle Lockerungsübungen angesichts der angeblichen »Alternativlosigkeit« unserer Lebensverhältnisse. Die Krise der Demokratie verweist auf eine gewisse kulturelle Bedürfnislosigkeit, auf einen historischen Gedächtnisverlust, auf Sorglosigkeit im Hinblick auf die Leistungsfähigkeit gesellschaftlicher Institutionen. Das Thema Zünfte, Gilden und Genossenschaften ist jedenfalls mehr als geeignet, die gegenwärtige Debatte über die »Zukunft des Kapitalismus« in ein anderes Fahrwasser zu lenken. Mit Beiträgen u.a. vonKnut Schulz (Kommune, Gilden und Zünfte im Mittelalter), Heinz-Gerhard Haupt (Das Ende der Zünfte), Otto Gerhard Oexle (Tönnies, Simmel, Durkheim und Max Weber über Berufsmoral, Solidarismus und Genossenschaften), Niklas Luhmann (Mein Mittelalter), Richard Vernon (G.D.H. Cole und der Gildensozialismus), Christiane Mossin (Ein Brief G.D.H. Coles an einen Freund), Susanne Elsen (Genossenschaften in Italien), Oscar Kiesewetter (Das Potential von Genossenschaften), Markus Römer (Die heutige Dynamik des traditionellen Gesellenwanderns), Kurt Biedenkopf (Die Genossenschaftsidee) und einem Vorwort von Ingo Schulze (Gegen Alternativlosigkeit).
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Bibliographische Angaben
- Copyrightjahr
- 2022
- ISBN-Print
- 978-3-7489-3266-6
- ISBN-Online
- 978-3-7489-3266-6
- Verlag
- Velbrück Wissenschaft, Weilerswist
- Sprache
- Deutsch
- Seiten
- 300
- Produkttyp
- Sammelband
Inhaltsverzeichnis
- Titelei/Inhaltsverzeichnis Kein Zugriff Seiten 1 - 8
- Vorwort: Bindung und Freiheit Kein Zugriff Seiten 9 - 12Autor:innen:
- Kommune, Gilden und Zünfte im Mittelalter: die Gegenwart der Vergangenheit? Kein Zugriff Seiten 15 - 36Autor:innen:
- Sind die historischen Handwerkszünfte Vorbilder für das moderne Genossenschaftswesen in Deutschland? Kein Zugriff Seiten 37 - 47Autor:innen:
- Kulturwissenschaftliche Reflexionen über soziale Gruppen in der mittelalterlichen Gesellschaft: Tönnies, Simmel, Durkheim und Max Weber Kein Zugriff Seiten 48 - 94Autor:innen:
- Wesenwille. Über eine soziologische Aporie bei Ferdinand Tönnies und Max Weber Kein Zugriff Seiten 97 - 104Autor:innen:
- Émile Durkheim: Berufsmoral, Solidarismus und Gilden. Ein Rekonstruktionsversuch Kein Zugriff Seiten 105 - 144Autor:innen:
- Dear Beatrice. The never written memoir of a guild socialist Kein Zugriff Seiten 145 - 174Autor:innen:
- Drei Morgen Land und eine Gilde: Der berufsständige Gedanke im Distributismus Chestertons und Bellocs. Ein Essay Kein Zugriff Seiten 175 - 184Autor:innen:
- Luhmanns Mittelalter Kein Zugriff Seiten 185 - 197Autor:innen:
- Mein »Mittelalter« Kein Zugriff Seiten 198 - 202Autor:innen:
- Merkmale und Besonderheiten der italienischen Genossenschaften Kein Zugriff Seiten 205 - 228Autor:innen:
- Genossenschaften als Organisationen sozialer Transformation und Entwicklung. Von Italien lernen Kein Zugriff Seiten 229 - 239Autor:innen:
- Sozialgenossenschaften in Polen Kein Zugriff Seiten 240 - 249Autor:innen:
- Bürgerstiftungen. Das genossenschaftliche Prinzip der Selbsthilfe Kein Zugriff Seiten 250 - 256Autor:innen:
- Warum sich Seniorengenossenschaften gründen Kein Zugriff Seiten 257 - 270Autor:innen:
- »Die waren völlig überrascht, dass da plötzlich wieder ein Bäcker kommt« – Von der gegenwärtigen Dynamik traditionellen Gesellenwanderns Kein Zugriff Seiten 271 - 294Autor:innen:
- Autorinnen und Autoren Kein Zugriff Seiten 295 - 300



