Walter Benjamin Politisches Denken
- Herausgeber:innen:
- |
- Reihe:
- Staatsverständnisse, Band 93
- Verlag:
- 2016
Zusammenfassung
Bislang wurde Walter Benjamins Werk nicht auf Staatlichkeit hin gelesen, weist es doch weder eine Staatstheorie noch deren explizite Kritik auf. Der Staat als genuin politische Kategorie wird zwar kaum direkt, dafür aber über andere Begriffe adressiert, wie Souveränität und Gewalt, Produktionsverhältnisse und Warenform oder soziale Kollektive wie Klasse und ‚Volk‘. Mit Problemen moderner Staatlichkeit beschäftigte sich Benjamin zeitlebens über die kulturelle Sphäre, und sein politisches Denken motivierte sich wesentlich aus Beobachtungen an Alltagsdingen und Konsumgütern sowie der Auseinandersetzung mit neuen künstlerischen Verfahren und Technologien.
Der Band stellt diesen mittelbaren Zugriff heraus und versucht aufzuzeigen, welche Problemfelder von Benjamins politischem Denken je schon auf die Phänomene Staat und Staatlichkeit verweisen, ohne dass diese direkt angesprochen und ausgeführt würden.
Mit Beiträgen von:
Nils Baratella, Christine Blättler, Astrid Deuber-Mankowsky, Wolfram Ette, Jeanne Marie Gagnebin, Sebastian Jähn, Heinz Dieter Kittsteiner, Esther Leslie, Daniel Loick, Gérard Raulet, Sven Rücker, Gerhard Scheit, Falko Schmieder, Uwe Steiner, Martin Vialon, Christian Voller, Jannis Wagner
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Bibliographische Angaben
- Copyrightjahr
- 2016
- ISBN-Print
- 978-3-8487-3425-2
- ISBN-Online
- 978-3-8452-7760-8
- Verlag
- Nomos, Baden-Baden
- Reihe
- Staatsverständnisse
- Band
- 93
- Sprache
- Deutsch
- Seiten
- 307
- Produkttyp
- Sammelband
Inhaltsverzeichnis
- Titelei/Inhaltsverzeichnis Kein Zugriff Seiten 1 - 8
- Einleitung Kein Zugriff Seiten 9 - 32 Christine Blättler, Christian Voller
- Walter Benjamins »Wendung zum politischen Denken« Kein Zugriff Seiten 33 - 72 Uwe Steiner
- as Verschwinden des Souveräns im Ausnahmezustand. Über Walter Benjamins immanente Kritik an Carl Schmitts politischer Theologie – vom Trauerspiel-Buch bis zu den Thesen Über den Begriff der Geschichte... Kein Zugriff Seiten 73 - 96 Gerhard Scheit
- Herrschermacht und Herrschvermögen. Benjamins Kritik der Entscheidung Kein Zugriff Seiten 97 - 110 Daniel Loick
- Benjamin gegen den Staat Kein Zugriff Seiten 111 - 132 Esther Leslie
- Theorie der Gewalt und Ausnahmezustand Kein Zugriff Seiten 133 - 158 Gérard Raulet
- Kritik der Staatsgewalt bei Benjamin und bei Hermann Cohen Kein Zugriff Seiten 159 - 176 Astrid Deuber-Mankowsky
- Gewalt: essentialistisch, demokratisch, theologisch. Zu den Gewaltbegriffen von Carl Schmitt, Hannah Arendt und Walter Benjamin Kein Zugriff Seiten 177 - 192 Nils Baratella, Sven Rücker
- Gewalt und Eingedenken. Zur Benjamin-Rezeption in Brasilien Kein Zugriff Seiten 193 - 208 Jeanne Marie Gagnebin
- »Gewinnen soll, wenn es nach mir geht, die Türkenpuppe, die bei den Philosophen Materialismus heißt.« Zum Verhältnis von Marxismus und Theologie im Spätwerk Walter Benjamins Kein Zugriff Seiten 209 - 232 Sebastian Jähn
- Zwang wird Sinn. Kittsteiners Benjaminlektüren im Kontext Kein Zugriff Seiten 233 - 242 Falko Schmieder, Christian Voller, Jannis Wagner
- Adornos Blick auf die Geschichte Kein Zugriff Seiten 243 - 258 Heinz Dieter Kittsteiner
- Rettende Kritik des Messianismus. Benjamins Geschichtsthesen und ihre Aufnahme bei Alexander Kluge Kein Zugriff Seiten 259 - 276 Wolfram Ette
- Warum Walter Benjamins Moskau-Pläne scheiterten Kein Zugriff Seiten 277 - 302 Martin Vialon
- Verzeichnis der Autorinnen und Autoren Kein Zugriff Seiten 303 - 307





