Der Schutz der Kinderseele vor Verletzungen
Eine (unlösbare) Aufgabe für das Familienrecht?- Autor:innen:
- Reihe:
- Schriften zum Familien- und Erbrecht, Band 14
- Verlag:
- 2015
Zusammenfassung
Was ist die Seele – kann man sie mit rechtlichen Mitteln effektiv vor Verletzungen schützen – und ist ein solcher Schutz überhaupt erstrebenswert?
Das vorliegende Werk befasst sich mit dem im Jahr 2000 durch den Gesetzgeber in § 1631 Abs. 2 BGB eingefügten Recht des Kindes auf gewaltfreie Erziehung und hinterfragt kritisch dessen mögliche Wirkung als faktisches Erziehungsverbot. Es vollzieht den historischen Weg des Seelenbegriffs in das Bürgerliche Gesetzbuch nach und betritt – unter Heranziehung interdisziplinärer Erkenntnisse u.a. aus der Psychologie – das bislang nur unzureichend erforschte Gebiet der Verwendung des Terminus „seelisch“ in Abgrenzung zum Terminus „geistig“ innerhalb des BGB. Erstmals werden systematisch die Möglichkeiten und Grenzen eines Schutzes der kindlichen Psyche durch das Familienrecht auch im Rahmen der Kindeswohlklausel beleuchtet und die Auswirkungen der Verwendung des rechtlich nicht fassbaren Seelenbegriffs auf Rechtstheorie und Rechtspraxis untersucht.
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Bibliographische Angaben
- Copyrightjahr
- 2015
- ISBN-Print
- 978-3-8487-2737-7
- ISBN-Online
- 978-3-8452-7081-4
- Verlag
- Nomos, Baden-Baden
- Reihe
- Schriften zum Familien- und Erbrecht
- Band
- 14
- Sprache
- Deutsch
- Seiten
- 228
- Produkttyp
- Monographie
Inhaltsverzeichnis
- Titelei/Inhaltsverzeichnis Kein Zugriff Seiten 1 - 16
- Abkürzungsverzeichnis Kein Zugriff Seiten 17 - 19
- Einleitung Kein Zugriff Seiten 19 - 23
- a) Regelungshintergrund Kein Zugriff
- b) Diskurs innerhalb der Beratungen Kein Zugriff
- c) seelische Tüchtigkeit im Sinne der WRV Kein Zugriff
- a) Regelungshintergrund Kein Zugriff
- b) Diskurs in den Beratungen und Bedeutung der „seelischen Tüchtigkeit“ im RJWG Kein Zugriff
- c) Das Jugendwohlfahrtsgesetz und das SGB VIII Kein Zugriff
- aa) Regelungshintergrund Kein Zugriff
- bb) Diskurs in den Beratungen Kein Zugriff
- cc) Die Formulierung des Art. 6 Abs. 2 GG Kein Zugriff
- dd) Bedeutung der „seelischen Entwicklung“ im GG Kein Zugriff
- aa) Regelungshintergrund Kein Zugriff
- bb) Bedeutung der „seelischen Misshandlung“ im GG Kein Zugriff
- c) Ein Begriff und zwei Wortinhalte? Kein Zugriff
- a) ursprüngliche Fassung Kein Zugriff
- b) Änderung durch das Sorgerechtsänderungsgesetz Kein Zugriff
- 5. Von Religion zu Psyche Kein Zugriff
- (1) „Störung der Geistestätigkeit" im allgemeinen Teil: §§ 104 Nr. 2; 105 Abs. 2 BGB Kein Zugriff
- (2) „Störung der Geistestätigkeit" und „geistiger Zustand" im Deliktsrecht: §§ 827 S. 1; 832 Abs. 1 S. 1 BGB Kein Zugriff
- (3) „Störung der Geistestätigkeit", „Geisteszustand" und „geistige Behinderung" im Familienrecht: §§ 1314 Abs. 2 Nr. 1; 1315 Abs. 1 Nr. 3; 1572; 1666 Abs. 1; 1748 Abs. 3; 1760 Abs. 2 lit. a, 3 BGB Kein Zugriff
- (4) „geistige Behinderung" im Betreuungsrecht: §§ 1896 Abs. 1 S. 1; 1906 BGB Kein Zugriff
- (5) „Störung der Geistestätigkeit" im Erbrecht: § 2229 Abs. 4 BGB Kein Zugriff
- (a) Determinismus, Indeterminismus und der (freie) Wille Kein Zugriff
- (b) Vernunft, Intellekt und Intelligenz Kein Zugriff
- (7) Zusammenfassung und Fazit: Das geistige Wohl Kein Zugriff
- bb) Der Wortinhalt des Seelischen Kein Zugriff
- cc) Die geistig-seelische Wechselbeziehung Kein Zugriff
- b) Vom Fehlen einer Definition Kein Zugriff
- a) Psychologie Kein Zugriff
- b) Psychiatrie Kein Zugriff
- c) Die Kollision mit den Naturwissenschaften - „seelisches Wohl" in der Medizin Kein Zugriff
- 3. Die Seele im allgemeinen Sprachgebrauch Kein Zugriff
- 4. Die Unergründbarkeit der Seele Kein Zugriff
- a) Begriff und Bedeutung des Kindeswohls Kein Zugriff
- b) Kritik am Kindeswohlprinzip Kein Zugriff
- 6. Fazit: Das Kindeswohl - ein in seinem seelischen Aspekt unbestimmbarer unbestimmter Rechtsbegriff? Kein Zugriff
- 1. Das Seelische als zentraler Kindeswohlaspekt Kein Zugriff
- a) Begriff der psychischen Kindesmisshandlung Kein Zugriff
- b) Subjektivität Kein Zugriff
- c) Formen seelischer Misshandlung Kein Zugriff
- d) Folgen seelischer Gewalt Kein Zugriff
- e) Das Problem der Unsichtbarkeit Kein Zugriff
- 3. Das „Schattendasein“ seelischer Gewalt in Theorie und Praxis Kein Zugriff
- 4. Die Kinderseele als besonders schützenswertes Gut Kein Zugriff
- 1. § 1666 BGB Kein Zugriff
- aa) Weg ins Gesetz Kein Zugriff
- bb) Das "Recht auf gewaltfreie Erziehung" Kein Zugriff
- cc) Vom Leitbild zur Verbotsnorm Kein Zugriff
- aa) ...im Gesetzessinne Kein Zugriff
- bb) ... im allgemeingesellschaftlichen Sprachverständnis Kein Zugriff
- aa) Der Begriff der „seelischen Verletzungen“ nach dem Willen des Gesetzgebers Kein Zugriff
- bb) „Verletzung“ statt „Misshandlung“ - von der Handlung zum Erfolg Kein Zugriff
- cc) Die (tatsächliche) Bedeutung des Begriffs der „seelischen Verletzung“ Kein Zugriff
- dd) Effektiver Schutz vor schweren nicht körperlichen Verletzungen? Kein Zugriff
- ee) Die Vorbilder für ein deutsches Gewaltverbot Kein Zugriff
- ff) Fazit Kein Zugriff
- d) Andere entwürdigende Maßnahmen Kein Zugriff
- e) Kein generelles Bestrafungsverbot? Kein Zugriff
- aa) Verstoß gegen Art. 6 Abs. 2 GG Kein Zugriff
- bb) Verstoß gegen den Bestimmtheitsgrundsatz Kein Zugriff
- cc) Verfassungskonforme Auslegung Kein Zugriff
- aa) Keine Kriminalisierung der Familie Kein Zugriff
- (1) Körperverletzung, § 223 StGB Kein Zugriff
- (2) Misshandlung von Schutzbefohlenen, § 225 StGB Kein Zugriff
- (3) Beleidigung, § 185 StGB Kein Zugriff
- (4) Nötigung, § 240 StGB Kein Zugriff
- (5) Verletzung der Fürsorge- und Erziehungspflicht, § 171 StGB Kein Zugriff
- cc) Fazit: Grundsätzlich keine Elternstrafbarkeit bei seelischer Verletzung des Kindes Kein Zugriff
- h) Übertragung auf Dritte Kein Zugriff
- 3. Konkurrenzverhältnis von § 1631 Abs. 2 BGB und § 1666 BGB Kein Zugriff
- a) Leistungs – und Unterlassungsansprüche Kein Zugriff
- b) Schadensersatzansprüche Kein Zugriff
- c) familiengerichtliches Tätigwerden nach § 1666 BGB Kein Zugriff
- a) Beratungs- und Beteiligungsansprüche des Kindes Kein Zugriff
- b) Förderung der Erziehung in der Familie Kein Zugriff
- c) Hilfe zur Erziehung Kein Zugriff
- d) Vorläufige Maßnahmen zum Schutz von Kindern und Jugendlichen Kein Zugriff
- a) Familiengerichtliches Verfahren Kein Zugriff
- b) Schutz vor Gewalt und Nachstellungen nach dem Gewaltschutzgesetz Kein Zugriff
- c) Strafanzeige und Strafantrag Kein Zugriff
- 4. Zusammenfassung Kein Zugriff
- 1. Die Abgeschlossenheit der Familie Kein Zugriff
- a) Nachteile von § 1666 BGB Kein Zugriff
- (1) Reiner Symbolcharakter des „Rechts auf gewaltfreie Erziehung“? Kein Zugriff
- (a) Akzeptanz des sanktionsfreien Gewaltverbots Kein Zugriff
- (b) Akzeptanz, Bewusstseinsänderung und die Kommunikationsmedientheorie Kein Zugriff
- (c) Das problematische Verhältnis von Recht und Semantik – Gewalt und Unrecht Kein Zugriff
- (3) Tatsächliche Wirksamkeit Kein Zugriff
- bb) Teilweise Ineffektivität des Gewaltverbots? Kein Zugriff
- VII. Das Gewaltverbot als Gebot elterlicher Liebe? Kein Zugriff Seiten 159 - 161
- 1. Beteiligtenstellung, § 7 FamFG Kein Zugriff
- a) Verfahrensfähigkeit Jugendlicher ab 14 Jahren Kein Zugriff
- b) Verfahrensrechtliche Stellung Minderjähriger unter 14 Jahren Kein Zugriff
- a) Bestellung und Aufgabenkreis Kein Zugriff
- b) Qualifikation Kein Zugriff
- c) Eigenständige Wahrnehmung der Kindesinteressen? Kein Zugriff
- 4. Zeugenstellung Kein Zugriff
- 5. Anhörung, § 159 FamFG Kein Zugriff
- II. Mitwirkung des Jugendamtes, § 162 FamFG Kein Zugriff Seiten 177 - 179
- 1. Einsetzung des Sachverständigen Kein Zugriff
- 2. Formulierung der Beweisfrage Kein Zugriff
- a) Herleitung einer psychologischen Fragestellung Kein Zugriff
- b) Begründung der Auswahl diagnostischer Verfahren Kein Zugriff
- c) Qualität der Datenerhebungsverfahren Kein Zugriff
- d) Methodenkritische Interpretation der Ergebnisse Kein Zugriff
- 4. Überprüfung des Gutachtens durch den Richter Kein Zugriff
- 5. Fazit Kein Zugriff
- 6. Der Referentenentwurf eines Gesetzes zur Änderung des Sachverständigenrechts Kein Zugriff
- IV. Beschlussfindung Kein Zugriff Seiten 195 - 197
- V. Folgen des Verfahrens – Abschluss oder weitere Verletzung der Kinderseele? Kein Zugriff Seiten 197 - 199
- C. Gesamtbetrachtung und Ausblick Kein Zugriff Seiten 199 - 203
- D. Literaturverzeichnis Kein Zugriff Seiten 203 - 228





