
Die Freiheit ist mir lieber als mein Leben
Hermann Flade – Eine Biographie- Autor:innen:
- Verlag:
- 2002
Zusammenfassung
Wenn es jemanden in der DDR gegeben hat, der die Staatsideologie der SED bereits in ihrer Anfangszeit schonungslos entlarvt hat, dann war es der aus dem Erzgebirge stammende Oberschüler Hermann Flade. Als im Oktober 1950 die ersten Volkskammerwahlen stattfinden sollten, griff er mit einer individuellen Protestaktion das von der Einheitspartei vertretene Demokratieverständnis frontal an und charakterisierte es als totalitäre Herrschaft, die weder Pluralität noch Gewaltenteilung kannte. Wie brutal der Staatsapparat auf die Verteilung von Flugblättern in der Provinz reagierte, wurde deutlich, als man den Achtzehnjährigen in einem Schauprozess zunächst zum Tode verurteilte. Erst eine internationale Protestkampagne führte dazu, dass das Urteil revidiert und Flade zu einer langjährigen Haftstrafe verurteilt wurde. Ein Jahrzehnt lang musste er die Qualen und Demütigungen so berüchtigter Gefängnisse wie Bautzen, Torgau und Waldheim über sich ergehen lassen. Als er 1960 entlassen wurde und sich in den Westen absetzen konnte, blieb der junge Oppositionelle weiter ein erbitterter Gegner des SED-Regimes. Er studierte Politische Philosophie, um seinem Handeln ein theoretisches Fundament geben zu können. Ein an Hannah Arendt orientierter Freiheitsbegriff schien ihm die entscheidende Voraussetzung für eine parlamentarische Demokratie, die ihren Namen verdiente. An einen heute vergessenen Mann wie Flade zu erinnern bedeutet auch, sich jener unteilbaren Fundamente zu vergewissern, die erst nach der deutschen Einigung für alle Deutschen gleichermaßen Geltung erlangt haben.
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Bibliographische Angaben
- Auflage
- 1/2002
- Copyrightjahr
- 2002
- ISBN-Print
- 978-3-86732-353-6
- ISBN-Online
- 978-3-86732-643-8
- Verlag
- Lukas Verlag, Berlin
- Sprache
- Deutsch
- Seiten
- 201
- Produkttyp
- Monographie
Inhaltsverzeichnis
- Inhalt Kein Zugriff
- Einleitung Kein Zugriff Seiten 7 - 9
- Die DDR im Jahr 1950 Kein Zugriff
- Eine Reise ins Erzgebirge Kein Zugriff
- Kindheit und Jugend Kein Zugriff
- Eine Entscheidung, die das Leben für immer verändert Kein Zugriff
- Nächtlicher Zwischenfall Kein Zugriff
- Sonntag, 15. Oktober 1950 – Tag der Wahl Kein Zugriff
- Untersuchungshaft Kein Zugriff
- Prozess und Todesurteil Kein Zugriff
- Fragwürdige Zustimmung und stiller Protest in der DDR Kein Zugriff
- Empörung im Westen Kein Zugriff
- Revision in Windeseile Kein Zugriff
- »Das Gebot des Gewissens ist stärker als der Befehl der Diktatur« Kein Zugriff
- Im Zuchthaus Waldheim Kein Zugriff
- Proteste im Westen – Observation im Osten Kein Zugriff
- »Strafgefangener Flade – Ihre Mutter kommt« Kein Zugriff
- Opfer und Täter zugleich – Hermann Flade im Visier der Staatssicherheit Kein Zugriff
- Entlassung in die Freiheit Kein Zugriff
- Ein zweites Leben beginnt Kein Zugriff
- »Ich will keinen Rummel – ich bin gar kein Held« Kein Zugriff
- Neubeginn im Westen Kein Zugriff
- Auftritte und Veranstaltungen Kein Zugriff
- Ehrgeizige Bildungspläne Kein Zugriff
- Engagement als Fluchthelfer Kein Zugriff
- Politische Lagerkämpfe Kein Zugriff
- Hermann Flades Promotion – Gegenstand universitärer Diskussionen Kein Zugriff
- Ehemann und dreifacher Vater Kein Zugriff
- Die neue Ostpolitik – Enttäuschung und Resignation Kein Zugriff
- Rehabilitation nach der Wende Kein Zugriff
- Danksagung Kein Zugriff
- Abbildungsnachweis Kein Zugriff
- Quellen und Literatur Kein Zugriff
- Personenregister Kein Zugriff





