
Wissen - Macht - Meinung
Demokratie und Digitalisierung- Herausgeber:innen:
- Verlag:
- 24.01.2019
Zusammenfassung
Für Hannah Arendt gehörte die kommunikative Macht zu den wichtigsten Elementen der Politik. Lange vor dem Internet war sie von der besonderen Bedeutung der Vernetzung für das politische Handeln überzeugt. Doch löst die Digitalisierung ihr demokratisches Versprechen, allen Menschen gleichermaßen Zugang zu Informationen und eine Stimme zu geben, überhaupt ein? Mit Bezug auf die politische Philosophin Arendt diskutieren die Autorinnen und Autoren des Bandes, welche Chancen das für einen raum- und grenzüberschreitenden Diskurs geradezu prädestinierte Internet, lokal wie global, verspricht und welche Herausforderungen sich für politische Akteurinnen und Akteure von der Kommune bis zum Bundestag stellen. In welcher Intensität und Reichweite erzeugt das Netz – nicht zuletzt dank künstlicher Intelligenz – gemeinsame Öffentlichkeiten und Gegenöffentlichkeiten, in denen Individuen als tatsächlich Freie und Gleiche miteinander kommunizieren? Inwiefern unterstützen soziale Medien diese erstrebenswerten Räume der Gleichheit und Freiheit von Personen und in welcher Hinsicht entstehen wiederum auch in ihnen politische Machtasymmetrien und soziale Ausschlüsse? Oder ist die Idee digitaler Teilhabe und Mitbestimmung vor dem Hintergrund der Dominanz von Algorithmen vielmehr ein Trugschluss? Droht angesichts der Undurchsichtigkeit ökonomischer und rechtlicher Machtverhältnisse in der digitalen Sphäre unter den Bedingungen eines sogenannten Plattformkapitalismus nicht eher ein Rückfall in eine neue selbst verschuldete Unmündigkeit (Immanuel Kant)?
Der Sammelband widmet sich aus unterschiedlichen Perspektiven der Auseinandersetzung mit neuen Formen politischer Kommunikation und von Gestaltungsspielräumen im digitalen Zeitalter. Technologische und sozialwissenschaftliche sowie politiktheoretische Zugänge reflektieren die Potenziale der Digitalisierung für eine tragfähige Demokratie des world wide web, ebenso wie mögliche demokratiegefährdende Dynamiken.
Publikation durchsuchen
Bibliographische Angaben
- Copyrightjahr
- 2018
- Erscheinungsdatum
- 24.01.2019
- ISBN-Print
- 978-3-95832-148-9
- ISBN-Online
- 978-3-8452-9892-4
- Verlag
- Velbrück Wissenschaft, Weilerswist
- Sprache
- Deutsch
- Seiten
- 108
- Produkttyp
- Sammelband
Inhaltsverzeichnis
- Titelei/Inhaltsverzeichnis Kein Zugriff Seiten 1 - 6
- Danksagung Kein Zugriff Seiten 7 - 8
- Vorwort Kein Zugriff Seiten 9 - 13 Franziska Martinsen
- Digitalisierung und demokratischer Wandel als Spiegelbilder? Kein Zugriff Seiten 14 - 21 Jeanette Hofmann
- Demokratie digital: Gestaltungswille und Gestaltungsanspruch der Politik Kein Zugriff Seiten 22 - 26 Lars Klingbeil
- Die vollautomatische Kommune Kein Zugriff Seiten 27 - 40 Mike Weber
- Geheim! Macht und Ohnmacht der Archive in der demokratischen Gesellschaft. Zur gesetzlichen Absicherung archivischer Funktionen Kein Zugriff Seiten 41 - 58 Clemens Rehm
- Wir prägen die digitale Evolution: Ein neues Lebensgefühl entsteht Kein Zugriff Seiten 59 - 66 Kurt Schneider
- Die Spione im eigenen Haus Kein Zugriff Seiten 67 - 80 Oliver Bendel
- ›Fake News‹ sind Fake News. Über automatisierte Meinungsmache und Urteilskraft Kein Zugriff Seiten 81 - 85 Matthias Spielkamp
- Die wundersame Datengläubigkeit. Daten und IT-Sicherheit heute Kein Zugriff Seiten 86 - 90 Constanze Kurz
- Digitale Revolution, gesellschaftlicher Umbruch: Eine Technikfolgenbewertung Kein Zugriff Seiten 91 - 98 Yvonne Hofstetter
- Warum gerade Hannah Arendt? Laudatio für Detlef Horster Kein Zugriff
- Die Autorinnen und die Autoren Kein Zugriff Seiten 104 - 108



