
Literarische Selbstreflexion im Medium der Liebe
Untersuchungen zur Liebessemantik bei Rousseau und in der europäischen Romantik- Autor:innen:
- Reihe:
- Litterae, Band 92
- Verlag:
- 2002
Zusammenfassung
Die These dieses Buches ist, dass die Literatur, die sich bekanntlich im späten 18. Jh. zu einem autonomen Funktionsbereich ausdifferenziert, durch den Entwurf von neuartigen Liebesmodellen nicht nur einen wichtigen Beitrag zur Evolution der gesellschaftlich sanktionierten Rede über Liebe (Liebessemantik im Sinne von Luhmann) leistet, sondern dass sie im Medium der Liebe zugleich sich selbst thematisiert. Liebe wird zur Metapher bzw. Metonymie für Literatur und umgekehrt. Die These wird durch die eingehende Analyse von Texten Jean-Jacques Rousseaus, Friedrich Hölderlins, Ugo Foscolos, Madame de Staëls und Giacomo Leopardis untermauert. Ein wichtiger Ertrag dieser vergleichenden Untersuchung ist der Nachweis einer gesamteuropäischen Gemeinsamkeit der literarischen Rede über Liebe um 1800.
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Bibliographische Angaben
- Copyrightjahr
- 2002
- ISBN-Print
- 978-3-7930-9308-4
- ISBN-Online
- 978-3-96821-683-6
- Verlag
- Rombach Wissenschaft, Baden-Baden
- Reihe
- Litterae
- Band
- 92
- Sprache
- Deutsch
- Seiten
- 284
- Produkttyp
- Monographie
Inhaltsverzeichnis
- Titelei/InhaltsverzeichnisSeiten 1 - 8 Download Kapitel (PDF)
- Vorbemerkung Seiten 9 - 10 Download Kapitel (PDF)
- Das Aufschreibesystem 1800
- Die Epochenschwelle 1800 aus soziologischer, historischer, ästhetikgeschichtlicher und diskursarchäologischer Sicht
- Liebe als Gegenstand gesellschaftlicher Selbstbeschreibung
- Liebeskonzeptionen aus diachroner Sicht
- Erkenntnisgewinn durch Systemtheorie
- Das Wechselspiel von Ausdifferenzierung und Entdifferenzierung
- Die Diskursivierung von Sexualität
- Exkurs: Die Problematisierung des Allianzdispositivs bei Madame de Lafayette
- Saint-Preux’ Passion zwischen Vernunft und Gefühl
- Probleme der Codierung zwischen Opazität und Transparenz
- Paradoxe Konfl iktlösung durch die Kombination von Allianz- und Sexualitätsdispositiv (Clarens)
- Die Unmöglichkeit der Transparenz (Elisée)
- Die Medialität der Liebe und die Gedächtnisfunktion des Textes
- Die Funktion der Liebe im Prosa-Entwurf zur metrischen Fassung des Hyperion
- Liebe als Rezeptionshaltung und illusionäre Verschmelzung mit der Natur
- Hyperion und Adamas: Die Parallelität von Lieben und Erzählen als Mangelerfahrung
- Hyperion und Alabanda: Die Affi nität von Liebe und Gewalt
- Hyperion und Diotima: Liebe als Metonymie und Metapher des Schreibens
- Der Ortis als romantischer Metaroman
- Gedächtnispfl ege und scheiternde Entdifferenzierung: Die Petrarca-Wallfahrt als metapoetische Keimzelle
- Exklusionsindividualität und poetologische Codierung der Liebe
- Vernetzungen: Schreibexperimente im Umfeld des Ortis
- Schreiben als Supplement für Liebe und Politik
- Die Begegnung von Corinne und Oswald im Zeichen der Opposition Dichtung vs. Liebe: Vom Theaterdiskurs zur Intimkommunikation
- Der Gegensatz von weiblicher Autonomie und männlicher Heteronomie unter den Bedingungen des Allianzdispositivs
- Der Zusammenhang von Dichtung, Liebe und Tod
- Von der Mündlichkeit zur Schriftlichkeit: Corinnes Autorwerdung
- Die »teoria del piacere« (Zibaldone)
- Liebe und Dichtung als »fantasmi« (Storia del genere umano)
- Liebe als Refl exionsmodell und als Anlaß zum Dichten (Memorie del primo amore)
- Liebe als Gegenstand ausgewählter Canti
- Zusammenfassung Seiten 249 - 260 Download Kapitel (PDF)
- Literaturverzeichnis Seiten 261 - 278 Download Kapitel (PDF)
- Register Seiten 279 - 284 Download Kapitel (PDF)




