Nichts zu klagen? Der Rückgang der Klageeingangszahlen in der Justiz
Mögliche Ursachen und Folgen- Herausgeber:innen:
- |
- Verlag:
- 2016
Zusammenfassung
Nach Jahrzehnten starker Inanspruchnahme der Justiz in Deutschland lässt sich eine Umkehrung der Entwicklung feststellen: Über alle Gerichtsbarkeiten hinweg wird weniger geklagt. Die Zahlen der Klageeingänge sinken mittlerweile selbst in der Sozialgerichtsbarkeit, die ab 2005 einen steilen Aufschwung erfahren hatte. Welche Ursachen hat das? Weniger Rechtsprobleme oder andere Formen der Bearbeitung? Werden Probleme inzwischen bei Kundenbeschwerdestellen gelöst? Wird die Qualität von Leistungen nicht länger durch rechtliche Kategorien evaluiert, sondern durch Punktesysteme und Bewertungen, eine digitale Form sozialer Kontrolle? Liegt es an der guten wirtschaftlichen Konjunktur? Arbeitet die deutsche Justiz nicht effizient genug? Gibt es einen Wandel im Rechtsbewusstsein? Ist die Konkurrenz der alternativen Streitbeilegung zu groß? Sind es Änderungen im materiellen Recht? Allgemeingültige Erklärungen gibt es bislang nicht. Aber auch aus einzelnen Beobachtungen kann Erkenntnis erwachsen. Die Beiträge auf einem im Dezember 2015 an der Universität Halle veranstalteten Symposium zu diesem Thema bieten weiterführende Beobachtungen und Deutungen aus der Gerichts- und Schlichtungspraxis und aus der empirischen Rechtsforschung.
<b>Mit Beiträgen von:</b>
<li>Armin Höland und Caroline Meller-Hannich, Rückgang der Klageeingangszahlen – wo liegt das Problem?
<li>Winfried Schubert, Gehen der Justiz in Deutschland die Zivilverfahren aus? Fakten, Überlegungen, Maßnahmen insbesondere mit Bezug zu Sachsen-Anhalt;
<li>Monika Nöhre, Erfahrungen mit Streitverhalten und Streitbeilegung aus Justiz und Schlichtung;
<li>Eberhard Natter, Die Arbeitsgerichtsbarkeit Baden-Württemberg im Wechsel der Konjunkturzyklen;
<li>Michael Moeskes, Entscheidung und Schlichtung im Verwaltungsrecht;
<li>Holger Scheiding, Streitverhalten und Streitbeilegung in der Wirtschaft: Erfahrungen aus der Sicht des Handwerks;
<li>Kerstin Kols, Streitverhalten und Streitbeilegung im Bereich der Arzthaftung in Deutschland aus Sicht der Schlichtungsstelle für Arzthaftpflichtfragen der norddeutschen Ärztekammern;
<li>Hubert Rottleuthner, Prozessflut und Prozessebbe – Fragen und Forschungsbedarf;
<li>Bernd Hirtz, Die Zukunft des Zivilprozesses;
<li>Reinhard Greger, Postkutsche auf der Autobahn – Ist der Zivilprozess noch zeitgemäß?
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Bibliographische Angaben
- Auflage
- 1/2016
- Copyrightjahr
- 2016
- ISBN-Print
- 978-3-8487-3228-9
- ISBN-Online
- 978-3-8452-7588-8
- Verlag
- Nomos, Baden-Baden
- Sprache
- Deutsch
- Seiten
- 153
- Produkttyp
- Sammelband
Inhaltsverzeichnis
- Titelei/Inhaltsverzeichnis Kein Zugriff Seiten 1 - 10
- Autor:innen: |
- I. Nachweisbarer Rückgang der Klageeingangszahlen Kein ZugriffAutor:innen: |
- II. Mögliche Ursachen Kein ZugriffAutor:innen: |
- III. Warum sind Rückgänge in den Klageeingangszahlen ein Forschungsthema? Kein ZugriffAutor:innen: |
- IV. Forschungsansätze in diesem Buch Kein ZugriffAutor:innen: |
- Autor:innen:
- I. Zahlen und Fakten Kein ZugriffAutor:innen:
- Autor:innen:
- 1. Vertrauen in die Justiz ? Kein ZugriffAutor:innen:
- 2. Konkurrenz anderer Institutionen ? Kein ZugriffAutor:innen:
- 3. Typisch Zivilprozeß ? Kein ZugriffAutor:innen:
- Autor:innen:
- I. Einleitung Kein ZugriffAutor:innen:
- Autor:innen:
- 1. Zulässigkeitsvoraussetzung als Zugangshürde? Kein ZugriffAutor:innen:
- 2. Schriftlichkeit versus Mündlichkeit Kein ZugriffAutor:innen:
- 3. Die überschätzte Öffentlichkeit im Zivilverfahren Kein ZugriffAutor:innen:
- 4. Die Bedeutung der fehlenden Beweisaufnahme Kein ZugriffAutor:innen:
- 5. Schlichtungsempfehlung versus Urteil Kein ZugriffAutor:innen:
- III. Die Bedeutung von Verfahrenslaufzeit und Kosten Kein ZugriffAutor:innen:
- IV. Richter versus Schlichter Kein ZugriffAutor:innen:
- V. Bemerkungen zur Attraktivität und zum Reformbedarf des Zivilprozesses Kein ZugriffAutor:innen:
- VI. Schlussbemerkung Kein ZugriffAutor:innen:
- Autor:innen:
- I. Einleitung Kein ZugriffAutor:innen:
- Autor:innen:
- 1. Erste Instanz Kein ZugriffAutor:innen:
- 2. Zweite Instanz Kein ZugriffAutor:innen:
- Autor:innen:
- 1. Wechselbeziehung zwischen Klageeingängen und Arbeitslosenquote Kein ZugriffAutor:innen:
- Autor:innen:
- a) Betriebspolitische Instrumente Kein ZugriffAutor:innen:
- b) Arbeitsmarktpolitische Instrumente Kein ZugriffAutor:innen:
- c) Tarifpolitische Instrumente Kein ZugriffAutor:innen:
- d) Sonstige Faktoren? Kein ZugriffAutor:innen:
- e) Defizite des arbeitsgerichtlichen Verfahrens? Kein ZugriffAutor:innen:
- Autor:innen:
- 1. Fallgestaltungen Kein ZugriffAutor:innen:
- 2. Gründe Kein ZugriffAutor:innen:
- 3. Möglichkeiten der Abhilfe Kein ZugriffAutor:innen:
- V. Schluss Kein ZugriffAutor:innen:
- Autor:innen:
- Autor:innen:
- 1. Begriffliche Eingrenzungen Kein ZugriffAutor:innen:
- 2. Empirische Befunde Kein ZugriffAutor:innen:
- Autor:innen:
- 1. Praktisches Bedürfnis Kein ZugriffAutor:innen:
- 2. Relevanz multipolarer Rechtsverhältnisse Kein ZugriffAutor:innen:
- 3. Besondere Relevanz des »polycentrism« bei Zweckprogrammen und Ermessen im öffentlichen Umweltrecht und Planungsrecht Kein ZugriffAutor:innen:
- 4. Recht und Richter Kein ZugriffAutor:innen:
- III. Ausblick Kein ZugriffAutor:innen:
- Autor:innen:
- I. Beratung Kein ZugriffAutor:innen:
- II. Vermittlung Kein ZugriffAutor:innen:
- III. Vorgehen bei wettbewerbsrechtlichen Streitigkeiten Kein ZugriffAutor:innen:
- IV. Mediation Kein ZugriffAutor:innen:
- V. Zeitlicher und finanzieller Aufwand Kein ZugriffAutor:innen:
- VI. Gesamtergebnis Kein ZugriffAutor:innen:
- Streitverhalten und Streitbeilegung im Bereich der Arzthaftung in Deutschland aus Sicht der Schlichtungsstelle für Arzthaftpflichtfragen der norddeutschen Ärztekammern Kein Zugriff Seiten 89 - 99Autor:innen:
- Autor:innen:
- Autor:innen:
- 1. Demographische Entwicklung Kein ZugriffAutor:innen:
- 2. Ökonomische Entwicklung Kein ZugriffAutor:innen:
- 3. Änderung der Streitgegenstände? Kein ZugriffAutor:innen:
- 4. Alternativen zur Justiz? Kein ZugriffAutor:innen:
- 5. Einstellungen zur Justiz Kein ZugriffAutor:innen:
- 6. Kosten Kein ZugriffAutor:innen:
- 7. Die Rolle von Rechtsschutzversicherungen Kein ZugriffAutor:innen:
- 8. Weitere Faktoren Kein ZugriffAutor:innen:
- II. Familiengerichte Kein ZugriffAutor:innen:
- III. Arbeitsgerichte Kein ZugriffAutor:innen:
- IV. Sozialgerichte Kein ZugriffAutor:innen:
- V. Verwaltungsgerichte Kein ZugriffAutor:innen:
- VI. Finanzgerichte Kein ZugriffAutor:innen:
- VII. Bundesverfassungsgericht Kein ZugriffAutor:innen:
- Autor:innen:
- I. Zu viele oder zu wenige Zivilprozesse? Kein ZugriffAutor:innen:
- II. Überlange Verfahren Kein ZugriffAutor:innen:
- Autor:innen:
- 1. Möglichkeiten sachorientierter Verfahrensförderung Kein ZugriffAutor:innen:
- 2. Schriftsatzgestaltung und elektronischer Rechtsverkehr Kein ZugriffAutor:innen:
- IV. Mehr Spezialisierung? Kein ZugriffAutor:innen:
- Autor:innen:
- 1. Fortbildungspflicht auch für Anwälte Kein ZugriffAutor:innen:
- 2. Kontrolle richterlicher Tätigkeit Kein ZugriffAutor:innen:
- VI. »Lieblingsgericht« Kein ZugriffAutor:innen:
- VII. Gute Kommunikation Kein ZugriffAutor:innen:
- VIII. Abschließende Thesen Kein ZugriffAutor:innen:
- Autor:innen:
- Autor:innen:
- Autor:innen:
- a) Die Zahl der Zivilprozesse geht deutlich zurück. Kein ZugriffAutor:innen:
- b) Immer mehr Prozesse werden durch Vergleich erledigt. Kein ZugriffAutor:innen:
- c) Trotzdem dauern Zivilprozesse immer länger. Kein ZugriffAutor:innen:
- d) Es wird weniger gemahnt. Kein ZugriffAutor:innen:
- Autor:innen:
- a) Zunehmender Anteil am Geschäftsanfall Kein ZugriffAutor:innen:
- b) Zunehmende Vergleichsbereitschaft Kein ZugriffAutor:innen:
- c) Schlechte Erfolgsaussichten für den Kläger Kein ZugriffAutor:innen:
- d) Geringe Zahl von Verfahren ohne materielle Regelung Kein ZugriffAutor:innen:
- e) Immer längere Verfahrensdauer Kein ZugriffAutor:innen:
- f) Noch geringere Nutzung des Mahnverfahrens Kein ZugriffAutor:innen:
- 3. Zusammenfassende Bewertung Kein ZugriffAutor:innen:
- Autor:innen:
- 1. Vorbereitung der Verhandlungstermine Kein ZugriffAutor:innen:
- 2. Richterliches Zeit- und Verfahrensmanagement Kein ZugriffAutor:innen:
- 3. Sukzessive Substantiierung des Parteivorbringens Kein ZugriffAutor:innen:
- 4. Inadäquate Fallbehandlung Kein ZugriffAutor:innen:
- 5. Nichtausschöpfen angebotener Beweise Kein ZugriffAutor:innen:
- 6. Einbringen spezifischer Sachkunde Kein ZugriffAutor:innen:
- 7. Besetzung der Richterbank Kein ZugriffAutor:innen:
- Autor:innen:
- 1. Optionen de lega lata Kein ZugriffAutor:innen:
- 2. Optionen de lega ferenda Kein ZugriffAutor:innen:





