Politische Existenz und republikanische Ordnung
Zum Staatsverständnis von Hannah Arendt- Herausgeber:innen:
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- Reihe:
- Staatsverständnisse, Band 48
- Verlag:
- 2012
Zusammenfassung
Inmitten der totalitären Katastrophe des 20. Jahrhunderts hat Hannah Arendt die Abgründigkeit unserer Zeit erfahren. Angesichts moderner Weltentfremdung erörtert sie die Herausforderungen, die mit einer Lebensweise der Freiheit verbunden sind. Als Anwältin des Politischen verknüpft Arendt unsere humane Selbstsorge mit einer republikanisch inspirierten „Sorge um die Welt“. Angesichts der voranschreitenden „Entzauberung der Welt“ und unter den Bedingungen metaphysischer Obdachlosigkeit bietet Arendt kein abschließendes Vokabular an, das mit der einen Wahrheit und ihrem letzten Grund argumentiert. Die Substanz des Menschen ist für uns Menschen nicht einsehbar, aber die Existenz der Menschen ist sehr wohl deut- und auslegbar. Wir sind nicht zu existenziellem Blindflug verurteilt. Als politische Denkerin schärft Hannah Arendt unseren Blick für die Errungenschaft des Politischen. So wie menschliches Dasein der Selbstauslegung bedarf, so ist jedes Bürgersein auf eine öffentliche Selbstauslegung angewiesen. Mit Arendt wird klar: Politische Existenz und republikanische Ordnung bedingen sich wechselseitig. Auch ohne einen absoluten Boden können Bürgerinnen und Bürger in der Welt zu Hause sein und im weltlichen Zwischen einer Bürgerordnung einen Zwischenboden einziehen.
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Bibliographische Angaben
- Copyrightjahr
- 2012
- ISBN-Print
- 978-3-8329-5350-8
- ISBN-Online
- 978-3-8452-3838-8
- Verlag
- Nomos, Baden-Baden
- Reihe
- Staatsverständnisse
- Band
- 48
- Sprache
- Deutsch
- Seiten
- 279
- Produkttyp
- Sammelband
Inhaltsverzeichnis
- Titelei/Inhaltsverzeichnis Kein Zugriff Seiten 2 - 10
- Einleitung Kein Zugriff Seiten 11 - 28 Karl-Heinz Breier, Alexander Gantschow
- Hannah Arendt und die Existenzphilosophie Kein Zugriff Seiten 29 - 49 Peter Trawny
- Conditio humana – eine politische Kategorie Kein Zugriff Seiten 49 - 73 Christina Schües
- Philosophie und Politik bei Hannah Arendt Kein Zugriff Seiten 73 - 95 Hans-Martin Schönherr-Mann
- Von der Selbstsorge zur Sorge um die Welt – Hannah Arendts Umwendung existenzphilosophischen Denkens Kein Zugriff Seiten 95 - 116 Alexander Gantschow
- Reflektierende Urteilskraft als Ethos der Macht – eine Annäherung an einen emanzipatorischen Begriff von Macht Kein Zugriff Seiten 117 - 137 Waltraud Meints
- Hannah Arendt und die politischen Städte Kein Zugriff Seiten 137 - 161 Regine Romberg
- Revolution und Bürgerordnung Kein Zugriff Seiten 161 - 187 Karl-Heinz Breier, Evelyn Temme
- Hannah Arendt und das Recht Kein Zugriff Seiten 187 - 219 Christian Volk
- Das Soziale bei Hannah Arendt Kein Zugriff Seiten 219 - 253 Anne Junger, Gisela Riescher
- Narrativität und Bildlichkeit des politischen Handelns Kein Zugriff Seiten 253 - 278 Wolfgang Heuer
- Die Autorinnen und Autoren Kein Zugriff Seiten 279 - 279





