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Zwischen Autorität und Autonomie

Der Einfluss islamischer Normativität im Internet auf die Lebensführung von Muslim:innen in Deutschland
Autor:innen:
Verlag:
 2026

Zusammenfassung

Diese interdisziplinäre Studie beleuchtet, wo und wie Muslim:innen online nach religiöser Orientierung suchen, welche Kriterien dabei eine Rolle spielen und wie sich die Nutzung digitaler Angebote auf ihren Alltag und den Umgang mit den Normen der Scharia auswirkt. Eine Kombination islamwissenschaftlicher, theologischer und sozialwissenschaftlicher Perspektiven liefert fundierte Einblicke in die Frage, wer im Netz als religiöse Autorität gilt und wie Migration und Medienwandel das muslimische Leben in Deutschland prägen. Sie bietet damit einen wertvollen Beitrag zum Verständnis der Scharia im Alltag, zur Vielfalt muslimischer Lebenswirklichkeit und zu aktuellen Debatten rund um politischen Islam, Islamismus und Salafismus, deren Präsenz die digitale islamische Landschaft zunehmend prägt. Dieser Titel erscheint auch Open Access.

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Bibliographische Angaben

Auflage
1/2026
Copyrightjahr
2026
ISBN-Print
978-3-98740-247-0
ISBN-Online
978-3-98740-248-7
Verlag
Ergon, Baden-Baden
Reihe
Religion in der Gesellschaft
Band
54
Sprache
Deutsch
Seiten
531
Produkttyp
Monographie

Inhaltsverzeichnis

KapitelSeiten
  1. Download Kapitel (PDF)
    1. Vorbemerkung
    2. Vorwort
    3. Abkürzungsverzeichnis
  2. Download Kapitel (PDF)
    1. 1. Fatwa, Migration und Internet
      1. 2.1. Religiöse Autorität im Islam
      2. 2.2. Cyberfatwas
      3. 2.3. Lived Islam
    2. 3. Forschungsdesiderate und -gegenstand
    3. 4. Aufbau, Verortung und Ziele
  3. Download Kapitel (PDF)
        1. 1.1. Charismatische Autorität
        2. 1.2. Traditionelle Autorität
        3. 1.3. Legale Autorität
        4. 1.4. Zwischenfazit
      1. 2. Autorität – Operationalisierung des Arbeitsbegriffs
        1. 3.1. Muḥammad – charismatische Autorität?
        2. 3.2. Die Veralltäglichung des Charismas
        3. 3.3. Religiöse Autorität am Scheideweg
        4. 3.4. Religiöse Autoritäten im „goldenen Zeitalter“
        5. 3.5. Zwischen Stillstand und Professionalisierung
        6. 3.6. Die Autoritätsinstanzen der Rechtsschulen
        7. 3.7. Kriterien religiöser Autoritätswerdung
        8. 3.8. Delegation und Bindungswirkung der Fatwas
        9. 3.9. Die Institutionalisierung religiöser Autorität
        10. 3.10. Zwischenfazit
      1. 1. Annäherung an den Begriff der Moderne
        1. 2.1. Säkularisierung
        2. 2.2. Individualisierung
        3. 2.3. Privatisierung
        4. 2.4. Relativierung des Religiösen
        1. 3.1. Traditionalismus
        2. 3.2. Liberalismus
        3. 3.3. Neo-Traditionalismus – eine Position der „Mitte“?
      1. 1. Neue Medien – Begriffsbestimmung
      2. 2. Medialisierung und Transformation religiöser Autorität
        1. 3.1. Digitalität und Mobilität
        2. 3.2. Konvergenz: Big Data und Algorithmen
        3. 3.3. Interaktivität und Virtualität
        4. 3.4. Anonymität
          1. 4.1.1. Fatwas in translokaler Reichweite
          2. 4.1.2. Digital Divide
          3. 4.1.3. Die Pluralisierung des religiösen Markts
          4. 4.1.4. „Social-Media-Revolution“
          1. 4.2.1. Institutioneller Islamismus online
          2. 4.2.2. Jihadistische Propaganda im Netz
          1. 4.3.1. Cyber-Moscheen in Deutschland
          2. 4.3.2. Die virtuelle Welt des Salafismus
      3. 5. Bilanz und Fragestellungen
  4. Download Kapitel (PDF)
      1. 1. Mit der GTM ins Feld
        1. 2.1. Erläuterungen zum Interviewleitfaden
        2. 2.2. Sampling: Auswahl der Interviewpersonen
        3. 2.3. Positionalität und (Selbst-)Reflexivität im Feld
        4. 2.4. Die Transkription: Technische Besonderheiten
      2. 3. Das Auswertungsverfahren
        1. 1.1. Fatwa als Grundkomponente der Scharia
        2. 1.2. Fatwa vor und nach der Konversion zum Islam
        3. 1.3. Fatwa als Fachvokabular und Auslöser von Hassgefühlen
        1. 2.1. Religiöse Rituale
        2. 2.2. Fragen zu sozialen Beziehungen
        3. 2.3. Glaubensfragen und Theodizee
        4. 2.4. Frauenspezifische Themen
        5. 2.5. Verschiedenes
      1. 3. Zwischenfazit
        1. 1.1. Das Internet als „große Gabe Gottes“
        2. 1.2. Das Netz als „Seekers Guidance“
        3. 1.3. Islam@home für Konvertit:innen
        4. 1.4. Logistische Herausforderungen
        1. 2.1. Cyberfatwas: Unübersichtlich und manipulierbar
        2. 2.2. Jugendliche auf der Suche nach Orientierung
        3. 2.3. Neukonvertit:innen springen „von Link zu Link“
        1. 3.1. „Ich bin immer im Internet.“
        2. 3.2. „Ich lehne das Internet komplett ab.“
        1. 4.1. YouTube – der visuelle Entertainer
        2. 4.2. Social Media und Messenger-Dienste
        3. 4.3. Online-Quellen mit „Wurde-kontrolliert-Stempel“
          1. 5.1.1. Von der Offline-Beratung zurück ins Netz
          2. 5.1.2. „Es gibt in Sachen Religion keine Scham.“
        1. 5.2. Zufall oder Algorithmen?
      1. 6. Zwischenresümee
        1. 1.1. Die Autorität des Textes
        2. 1.2. Rechtsschultradition: Autoritätsrückgang?
        3. 1.3. Die Autorität des Inhalts
        4. 1.4. Formale religiöse Professionalisierung?
        1. 2.1. Die Autorität des Verstandes
          1. 2.2.1. Sinn für die Lebensrealität
          2. 2.2.2. Vertrauen, Objektivität und Empathie
          3. 2.2.3. Die Autorität der Rhetorik
          4. 2.2.4. Politische Unparteilichkeit
        2. 2.3. Das Gewissen als Letztinstanz
        1. 3.1. Muftis mit „Potenzial von Gott“
        2. 3.2. Muftis mit Reputation und Tradition
        1. 4.1. Die Azhar und der ECFR
        2. 4.2. Die Azhar als autoritätsverleihende Institution
      1. 5. Zwischenresümee
          1. 1.1.1. Traditionelle Selbstverpflichtung
          2. 1.1.2. Ausweichoption in sozialen Netzwerken
          3. 1.1.3. „Also, das ist mir nicht wichtig.“
          1. 1.2.1. „Nein!“ – Deduktive Autonomie
          2. 1.2.2. „Es spricht nichts dagegen.“
          1. 1.3.1. „Sie sind für mich Ungläubige.“
          2. 1.3.2. Ablehnung der Exklusivität
          3. 1.3.3. „Vielleicht komme ich dann in die Hölle.“
          1. 2.1.1. Höflichkeit und Respekt: „Charakterzüge des Islam“
          2. 2.1.2. Kollision der Gratulation mit dem Loyalitätsgebot
          3. 2.1.3. „Was ist schon dabei?“
          1. 2.2.1. „Es kommt auf die Situation an.“
          2. 2.2.2. „Das gehört zu den islamischen Grundregeln.“
          3. 2.2.3. „Das war noch nie ein Thema für mich.“
          1. 3.1.1. „Was hat die Religion damit zu tun?“
          2. 3.1.2. „Es ist nicht mein Land.“
      1. 1. Migration + Cyberfatwas = Autonomie?
      2. 2. Zwischen Fremd- und Selbstbestimmung
      3. 3. Heterogenität aufgrund biografischer Bezüge
      4. 4. Cyber-Islam als verlängerter Arm des Traditionalismus
      5. 5. Qualitätssicherung religiöser Autoritäten
  5. LiteraturverzeichnisSeiten 465 - 524 Download Kapitel (PDF)
  6. Download Kapitel (PDF)
    1. Anh. I: Interviewleitfaden
    2. Anh. II: Übersicht über die interviewten Personen

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