Cover des Buchs: Dr. Oetker und der Nationalsozialismus
, um zu prüfen, ob Sie einen Vollzugriff auf diese Publikation haben.
Monographie Kein Zugriff

Dr. Oetker und der Nationalsozialismus

Geschichte eines Familienunternehmens 1933-1945
Autor:innen:
Verlag:
 2013

Zusammenfassung

Dr. Oetker war und ist eines der erfolgreichsten Familienunternehmen Deutschlands. Seit Anfang des 20. Jahrhunderts dominierte es die Nische der Back- und Puddingpulverindustrie, expandierte aber schon in den 1920er Jahren nach Europa und in andere Branchen. Erstmals hat das Unternehmen nun einer Forschergruppe Zugang zu seinem Archiv gewährt, um seine Geschichte während des «Dritten Reiches» aufzuarbeiten.

Dr. Oetker pflegte enge Beziehungen zur NS-Bewegung, zur Wehrmacht und zur SS. Das Unternehmen wurde zu einem der ersten «nationalsozialistischen Musterbetriebe». An der Spitze stand Richard Kaselowsky, der Mitglied des «Freundeskreises Reichsführer-SS» war. Rudolf-August Oetker wurde zum Wirtschafts- und Verwaltungsführer der Waffen-SS ausgebildet, ehe er die Nachfolge an der Firmenspitze antrat. Schon vor dem Krieg profitierte das Lebensmittelunternehmen vom «Rüstungsboom», und Oetker- Produkte fanden den Weg in die Feld- und Großküchen. Im Krieg galten sie an der «Heimatfront» als wichtiger Beitrag zur Versorgung der Zivilbevölkerung. Angesichts des allgegenwärtigen Mangels boten Pudding und Kuchen nach sparsamen Kriegsrezepten eine willkommene Abwechslung. Oetker erhielt deshalb Zugriff auf knapper werdende Rohstoffe und konnte so die eigene Marke durch den Krieg retten. Das Unternehmen profitierte zudem von der «Arisierung» jüdischen Besitzes, Zwangsarbeit gab es in der Lebensmittelfabrikation dagegen kaum.


Publikation durchsuchen


Bibliographische Angaben

Copyrightjahr
2013
ISBN-Print
978-3-406-64545-7
ISBN-Online
978-3-406-64546-4
Verlag
C.H.BECK Literatur - Sachbuch - Wissenschaft, München
Sprache
Deutsch
Seiten
624
Produkttyp
Monographie

Inhaltsverzeichnis

KapitelSeiten
  1. Titelei/Inhaltsverzeichnis Kein Zugriff Seiten 1 - 9
  2. Vorwort Kein Zugriff Seiten 10 - 13
  3. 1. Einleitung Kein Zugriff Seiten 14 - 23
  4. 2. Vom Unternehmer zur Marke: Der Aufstieg von Dr. August Oetker Kein Zugriff Seiten 24 - 41
  5. 3. Zwischen Gründer- und Enkelgeneration: Richard Kaselowsky an der Firmenspitze Kein Zugriff Seiten 42 - 115
  6. 4. Oetker, Kaselowsky und der Nationalsozialismus Kein Zugriff Seiten 116 - 209
  7. 5. «Arisierung» und «Germanisierung» Kein Zugriff Seiten 210 - 251
  8. 6. Dr. Oetker in der Wehr- und Kriegswirtschaft Kein Zugriff Seiten 252 - 293
  9. 7. Krieg und Profit Kein Zugriff Seiten 294 - 339
  10. 8. Der Unternehmenserbe: Rudolf-August Oetker Kein Zugriff Seiten 340 - 371
  11. 9. Besatzungszeit und Wiederaufbau Kein Zugriff Seiten 372 - 407
  12. 10. Die Selbstmobilisierung eines Familienunternehmers: Ein Fazit Kein Zugriff Seiten 408 - 419
  13. Anhang Kein Zugriff Seiten 420 - 427
  14. Anmerkungen Kein Zugriff Seiten 428 - 561
  15. Abkürzungen Kein Zugriff Seiten 562 - 566
  16. Quellen Kein Zugriff Seiten 567 - 574
  17. Gedruckte Quellen und Literatur Kein Zugriff Seiten 575 - 609
  18. Bildnachweis Kein Zugriff Seiten 610 - 610
  19. Personenregister Kein Zugriff Seiten 611 - 615
  20. Unternehmensregister Kein Zugriff Seiten 616 - 619
  21. Ortsregister Kein Zugriff Seiten 620 - 623
  22. Zum Buch Kein Zugriff Seiten 624 - 624
  23. Über die Autoren Kein Zugriff Seiten 624 - 624

Ähnliche Veröffentlichungen

aus dem Schwerpunkt "Politik allgemein"
Cover des Buchs: Arenen des Diskurses
Sammelband Kein Zugriff
Thomas Schölderle, Laura Martena
Arenen des Diskurses
Cover des Buchs: Guardians of the North Atlantic
Sammelband Kein Zugriff
Sebastian Bruns, Christian Jentzsch
Guardians of the North Atlantic
Cover der Ausgabe: europa ethnica Jahrgang 82 (2025), Heft 3-4
Ausgabe Kein Zugriff
Zeitschrift für Minderheitenfragen
Jahrgang 82 (2025), Heft 3-4
Cover des Buchs: Hirntod und Organtransplantation
Sammelband Kein Zugriff
Wolfgang Kröll, Walter Schaupp
Hirntod und Organtransplantation