Die Macht der Demokratie
Zur Organisation des Verfassungsstaats- Herausgeber:innen:
- Reihe:
- Staatsverständnisse, Band 120
- Verlag:
- 2018
Zusammenfassung
Der demokratische Verfassungsstaat befindet sich in einer bedrohlichen Schieflage. Es zeigt sich, dass er weniger stabil ist als angenommen. Bestätigt sich Foucaults Behauptung, dass der Staat nur eine „zum Mythos erhobene Fiktion“ ist? So wäre er ein leichtes Opfer seiner Gegner. Seine Verteidiger verharren in einer Selbstblockade. Die liberale Tradition, durch ein grundsätzliches Misstrauen gegenüber Macht geprägt, laboriert an der Paradoxie, dass der Staat auf Macht basiert und ihr zugleich Grenzen setzen soll. Die von Rousseau inspirierten demokratietheoretischen Ansätze, die Herrschaft und Selbstbestimmung um den Preis einer differenzlosen Identität zu versöhnen suchen, können diese Spannung nicht überzeugend lösen.
Nur wenn die Komplexität politischer Macht in den Blick kommt, lässt sich der Staat als Organisationsform verstehen. Die Sozialwissenschaften sind auf das Phänomen der Herrschaft fixiert; in der Rechtswissenschaft und der politischen Philosophie tritt das Thema meist hinter Fragen der Normativität zurück. So bleibt politische Macht mit ihren normativen Implikationen im toten Winkel. Ziel der Studien ist es, den Staat als Machtkonstellation zu begreifen. Ihr Fluchtpunkt ist eine interdisziplinär angelegte und ideengeschichtlich beleuchtete Analyse des demokratischen Verfassungsstaats und seiner Herausforderungen.
Mit Beiträgen von
Kathrin Groh, Andreas Hetzel, Reinhard Mehring, Thomas Petersen, Karin Priester, Winfried Thaa, Ulrich Thiele und Georg Zenkert.
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Bibliographische Angaben
- Copyrightjahr
- 2018
- ISBN-Print
- 978-3-8487-4171-7
- ISBN-Online
- 978-3-8452-8381-4
- Verlag
- Nomos, Baden-Baden
- Reihe
- Staatsverständnisse
- Band
- 120
- Sprache
- Deutsch
- Seiten
- 206
- Produkttyp
- Sammelband
Inhaltsverzeichnis
- Titelei/Inhaltsverzeichnis Kein Zugriff Seiten 1 - 8
- Einleitung Kein Zugriff Seiten 9 - 20 Georg Zenkert
- Verfassung und Macht Kein Zugriff Seiten 21 - 44 Kathrin Groh
- Politische Macht in der repräsentativen Demokratie. Drei alternative Konzeptualisierungen und ihre Folgen für Gleichheit und Pluralität Kein Zugriff Seiten 45 - 66 Winfried Thaa
- Die Idee der Constituent Power zwischen Mythos und Verfahren. Die Überlegungen der Federalists im Vergleich mit konkurrierenden Ansätzen Kein Zugriff Seiten 67 - 94 Ulrich Thiele
- Die Macht des Volkes im Verfassungsstaat. Volkssouveränität und neue Formen der Demokratie Kein Zugriff Seiten 95 - 118 Thomas Petersen
- Der Verfassungsstaat als Organisation reflexiver Macht Kein Zugriff Seiten 119 - 142 Georg Zenkert
- „Das Volk ist in Ihm, und er ist im Volk“. Zum Verhältnis von Führer und Gefolgschaft in Faschismus und Populismus Kein Zugriff Seiten 143 - 166 Karin Priester
- Staatliche Macht, Demokratie und Öffentlichkeit. Problematische Verschiebungen einer Konstellation Kein Zugriff Seiten 167 - 180 Andreas Hetzel
- Gute Macht! Ulrich Menzel über die Ordnungsleistung der „großen Mächte“ Kein Zugriff Seiten 181 - 204 Reinhard Mehring
- Autorinnen und Autoren Kein Zugriff Seiten 205 - 206





