
Das Nadelöhr der Freiheit
Unzensierte Erinnerungen eines ostdeutschen Studentenpfarrers- Autor:innen:
- Verlag:
- 2017
Zusammenfassung
Harro Lucht hat von 1950 bis 1957 in der DDR gelebt, dann noch einmal von 1963 bis 1989; dazwischen und danach war er Bundesdeutscher. Er hatte also früh schon beide Deutschlands kennengelernt. In der DDR gehörte er zu den Unangepassten, den Freigeistern, den Ermöglichern. Als Jugendlicher fand Harro Lucht, dessen Vater ähnlich wie Erich Loest viele Jahre lang als marxistischer Dissident inhaftiert war, eine Heimat in der Jungen Gemeinde und studierte evangelische Theologie. Er setzte sich mit dem Lebenswerk Mahatma Gandhis und Martin Luther Kings sowie mit dem Bekenntniswiderstand evangelischer Christen im Nationalsozialismus auseinander und lernte von ihnen, dass christlicher Glaube nur lebendig ist, wenn er gesellschaftspolitische Konsequenzen nicht scheut, dabei wissend, dass dieser Weg nicht unbedingt Ehre und Anerkennung, sondern oft Leiden und Ablehnung mit sich bringt. Für viele, die ihn dort in den 1980er Jahren erlebten, war sein unkonventionelles Wirken als Greifswalder Studentenpfarrer eine mutmachende, ja prägende Erfahrung. »Seine« ESG bot Raum für Gespräche mit allen, die sich für eine freiere Gesellschaftsordnung einsetzten: mit Christen und Marxisten, mit Oppositionellen, Schriftstellern, Philosophen und Theaterleuten. Natürlich wurde er deshalb von der Staatssicherheit überwacht. Vor seiner Greifswalder Zeit war Harro Lucht Pfarrer in Cottbus, später in einer Gemeinde in Prenzlauer Berg. In seinen Erinnerungen berichtet er vom Schwanken zwischen Angst und Mut, von Zurückhaltung und Wagnis.
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Bibliographische Angaben
- Auflage
- 1/2017
- Copyrightjahr
- 2017
- ISBN-Print
- 978-3-86732-404-5
- ISBN-Online
- 978-3-86732-600-1
- Verlag
- Lukas Verlag, Berlin
- Sprache
- Deutsch
- Seiten
- 289
- Produkttyp
- Monographie
Inhaltsverzeichnis
- Inhalt Kein Zugriff
- 1 Heute Morgen im Radio… Kein Zugriff Seiten 7 - 8
- 2 Mein Vater, der marxistische Abweichler und »Staatsverräter« Kein Zugriff Seiten 9 - 13
- 3 Umgeleitete Kindheit. Hamburg Kein Zugriff Seiten 14 - 17
- 4 Gegenwind in Halle. POS Kein Zugriff Seiten 18 - 20
- 5 Der fremde Vater, zurück aus dem »Gelben Elend« Kein Zugriff Seiten 21 - 29
- 6 Schutzraum und Ort für das Leben. Junge Gemeinde Kein Zugriff Seiten 30 - 34
- 7 Lehrer im Widerstand gegen Kirche und den Geist des Prager Frühlings. EOS Kein Zugriff Seiten 35 - 40
- 8 Reich-Ranicki und Christa Wolf, Schweine und Parteiabzeichen Kein Zugriff Seiten 41 - 44
- 9 Bekanntschaft mit Christen, die gegen den Strom schwimmen. Die Müllerin. Das Jahr 1968 Kein Zugriff Seiten 45 - 57
- 10 Auf der Suche nach dem richtigen Leben im falschen. Unterwegs auf jüdisch-christlich-marxistischen Pfaden Kein Zugriff Seiten 58 - 63
- 11 Studienbeginn mit überraschendem christlich-marxistischen Dialogversuch. Leben mit Kommilitonen in der Wohnbaracke Kein Zugriff Seiten 64 - 69
- 12 Unsere Lehrer an der Sektion Theologie. Wie zwei GeWi-Dozenten eine Prüfung nutzten, mir auf den Zahn zu fühlen. Das zerfetzte Fernsehturmplakat Kein Zugriff Seiten 70 - 76
- 13 Der Versuch, Soldaten aus uns zu machen. Das Wehrlager Kein Zugriff Seiten 77 - 81
- 14 Kraftquelle und Startrampe. Das Studienhaus Kein Zugriff Seiten 82 - 90
- 15 Jakobiturm, Rügen, Hiddensee, Schriftsteller. Die Evangelische Studentengemeinde (ESG) Kein Zugriff Seiten 91 - 101
- 16 Raus aus den Nischen! Nach Wampen, Hiddensee, Prag! Kein Zugriff Seiten 102 - 111
- 17 Aufbruch und Ernüchterung in der zweiten Hälfte der siebziger Jahre. Die ersten Schritte im Pfarramt Kein Zugriff Seiten 112 - 123
- 18 Als Studentenpfarrer in Greifswald Kein Zugriff Seiten 124 - 140
- 19 Wie die Friedensfrage Anfang der achtziger Jahre zur entscheidenden gesellschaftspolitischen Herausforderung heranwächst und das Schicksalsjahrzehnt der DDR einleitet Kein Zugriff Seiten 141 - 162
- 20 Wie uns andere Christen als Gäste in der ESG Mut machten. Kirchliche Gäste in der ESG Kein Zugriff Seiten 163 - 171
- 21 »Großen Tieren« ganz nah! Bekannte Schriftsteller und Denker in der ESG Kein Zugriff Seiten 172 - 190
- 22 »Ja! Sichdenberghinunterrollenlassen!« Künstler ohne den Schutz grenzüberschreitender Bekanntheit Kein Zugriff Seiten 191 - 209
- 23 Die Greifswalder »jungen Wilden« und die Stasi Kein Zugriff Seiten 210 - 235
- 24 Kirchentage. 1983. 1985 Kein Zugriff Seiten 236 - 240
- 25 Wer war Immanuel Kirch? Und wie ich die Chance verpasste, zum harten Kern der Opposition zu gehören Kein Zugriff Seiten 241 - 262
- 26 Zur Vernehmung ins Gefängnis Kein Zugriff Seiten 263 - 266
- 27 Wahlbeobachtung und Wahlbetrug Kein Zugriff Seiten 267 - 268
- 28 Was bleibt! Kein Zugriff Seiten 269 - 272
- Bildnachweis Kein Zugriff Seiten 273 - 273
- Personenregister Kein Zugriff Seiten 274 - 288





