Gewaltenteilung und Demokratie
Konzepte und Probleme der "horizontal accountability" im interregionalen Vergleich- Herausgeber:innen:
- |
- Verlag:
- 2007
Zusammenfassung
Durchbrechungen der Gewaltenteilung bzw. Gewaltenhemmung gehören nicht nur zum Alltag politischer Systeme, die zwischen »defekten« Demokratien und Autokratien oszillieren. Auch in den konsolidierten liberaldemokratischen Systemen gestalten die Exekutiven oftmals mit dem Hinweis auf eine notwendige Effizienzerhöhung die Machtverteilung zwischen den Gewalten zu Lasten der Legislativen aus; die Judikative wird nicht selten systematisch geschwächt. Wechselseitige Kontrolle und Verantwortlichkeiten zwischen den Regierungszweigen sind zwar ein klassisches Thema der Politikwissenschaft; vor dem Hintergrund der Entwicklungen der letzten Jahrzehnte, z.B. der Europäisierung und der Entstehung illiberaler Wahldemokratien, bedarf Gewaltenteilung als Konzept jedoch einer neuen Bewertung, die sowohl empirische Untersuchungen als auch normative Begründungen umfasst.
Der Band untersucht unterschiedliche theoretische Konzeptionen von horizontaler Gewaltenteilung und ihre Anwendungen auf verschiedene politische Systeme. Im Rahmen eines Vergleichs etablierter und neuer (defekter) Demokratien werden unterschiedliche institutionelle Ausprägungen von »horizontal accountability« sowie Durchbrechungen von Gewaltenhemmungen und deren Folgen diskutiert. Es geht dabei auch um die Frage, welche gesellschaftlichen Voraussetzungen eine effektive Gewaltenteilung benötigt. Darüber hinaus werden Vorzüge und Probleme spezifischer Varianten horizontaler Gewaltenteilung untersucht und Lösungsvorschläge für die skizzierten Problemlagen thematisiert.
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Bibliographische Angaben
- Auflage
- 1/2007
- Copyrightjahr
- 2007
- ISBN-Print
- 978-3-8329-2131-6
- ISBN-Online
- 978-3-8452-0448-2
- Verlag
- Nomos, Baden-Baden
- Sprache
- Deutsch
- Seiten
- 331
- Produkttyp
- Sammelband
Inhaltsverzeichnis
- Titelei/Inhaltsverzeichnis Kein Zugriff Seiten 2 - 6
- Einleitung: Zur Aktualität der Gewaltenteilung. Überlegungen zu einem bleibenden Thema Kein Zugriff Seiten 7 - 27Autor:innen: |
- Von der Vertical Accountability zur Horizontal Accountability. Montesquieu, die Federalists und die Transformation der Gewaltenteilung Kein Zugriff Seiten 28 - 44Autor:innen:
- „Horizontal accountability“ Aktuelle Aspekte der Gewaltenteilung: Ein Vorschlag zur Systematisierung der Kontrollfunktion der Gewaltenteilung Kein Zugriff Seiten 45 - 71Autor:innen:
- Gewaltenteilung und deliberative Demokratie Kein Zugriff Seiten 72 - 90Autor:innen:
- Starke und schwache Verfassungsgerichte: Gibt es eine optimale Verfassungsgerichtsbarkeit für die Demokratie? Kein Zugriff Seiten 91 - 109Autor:innen:
- Dehnungen der Gewaltenteilung im modernen Verfassungsstaat. Zum Gestaltwandel der Gewaltenteilung aus theoretischer und empirischer Sicht Kein Zugriff Seiten 110 - 120Autor:innen:
- Gewaltenteilung und Vetospieler – zwei Seiten derselben Medaille? Kein Zugriff Seiten 121 - 140Autor:innen:
- „New Westminster-Modell“ – Großbritannien: eine Demokratie (fast) mit Gewaltenteilung? Kein Zugriff Seiten 141 - 167Autor:innen:
- Der stille Abschied von der „separation of powers“. Über die „Parlamentarisierung“ präsidentieller Demokratien Kein Zugriff Seiten 168 - 190Autor:innen:
- Gewaltenkontrolle in den USA – ein aktuelles Experiment Kein Zugriff Seiten 191 - 212Autor:innen:
- Gewaltenteilung und Gewaltenverschränkung in lateinamerikanischen Präsidialdemokratien: alte und neue Forschungsthemen Kein Zugriff Seiten 213 - 236Autor:innen:
- Gewaltenteilung in Mittel- und Osteuropa – Gelungener Konstitutionalismus oder exzessiver Exekutionalismus? Kein Zugriff Seiten 237 - 260Autor:innen:
- „The Perils of Semipresidentialism“? Gewaltenteilung in der Ukraine vor und nach der Verfassungsreform Kein Zugriff Seiten 261 - 279Autor:innen:
- Horizontal Accountability in jungen Demokratien Kein Zugriff Seiten 280 - 301Autor:innen:
- Literaturverzeichnis Kein Zugriff Seiten 302 - 329
- Autorenverzeichnis Kein Zugriff Seiten 330 - 331





