Die Strafbarkeit nicht-einvernehmlicher sexueller Handlungen zwischen erwachsenen Personen
- Autor:innen:
- Reihe:
- Sexualität in Recht und Gesellschaft, Band 2
- Verlag:
- 2020
Zusammenfassung
Die Frage der Strafbarkeit von Eingriffen in das sexuelle Selbstbestimmungsrecht erwachsener Personen wird gesellschaftlich und wissenschaftlich auch nach der Reform des § 177 StGB im Jahr 2016 kontrovers diskutiert: Wann ist eine sexuelle Handlung als nicht-einvernehmlich anzusehen? Ist das Strafrecht der geeignete Regulierungsmechanismus für alle Eingriffe in das sexuelle Selbstbestimmungsrecht? Geht die Reform des § 177 StGB zu weit – oder nicht weit genug?Diese Arbeit analysiert die Frage des strafrechtlichen Schutzes des sexuellen Selbstbestimmungsrechts erwachsener Personen in systematischer Weise und unterscheidet dabei zwischen der grundsätzlichen Strafwürdigkeit und der Strafbedürftigkeit von Eingriffen in das sexuelle Selbstbestimmungsrecht. Kriminologische, viktimologische und moralphilosophische Erkenntnisse werden berücksichtigt und Sonderprobleme wie die Strafbarkeit sexueller Täuschungen untersucht. Zudem wird die Reform des § 177 StGB kritisch hinterfragt.
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Bibliographische Angaben
- Copyrightjahr
- 2020
- ISBN-Print
- 978-3-8487-6422-8
- ISBN-Online
- 978-3-7489-0545-5
- Verlag
- Nomos, Baden-Baden
- Reihe
- Sexualität in Recht und Gesellschaft
- Band
- 2
- Sprache
- Deutsch
- Seiten
- 518
- Produkttyp
- Monographie
Inhaltsverzeichnis
- Titelei/Inhaltsverzeichnis Kein Zugriff Seiten 1 - 16
- A. Einleitung Kein Zugriff
- B. Stand der Forschung Kein Zugriff
- C. Gang der Untersuchung Kein Zugriff
- I. Sexuelle Gewalterfahrungen Kein Zugriff
- II. Kriminalstatistiken Kein Zugriff
- III. Verurteilungszahlen Kein Zugriff
- IV. Fallschwund und Selektionsprozesse Kein Zugriff
- V. Dunkelfeld Kein Zugriff
- I. (Evolutionär-)biologische Erklärungen Kein Zugriff
- II. Psycho-pathologische Erklärungen Kein Zugriff
- III. Soziologische bzw. gesellschaftliche Erklärungsansätze Kein Zugriff
- IV. Feministische Erklärungsansätze Kein Zugriff
- V. Fehlkommunikation zwischen den Geschlechtern Kein Zugriff
- VI. Motive der Täter: Gewalt- oder Sexualdelikt? Kein Zugriff
- VII. Fazit Kein Zugriff
- I. Tatsituationen Kein Zugriff
- II. Wehrhafte Opfer Kein Zugriff
- I. Tatfolgen bei den Opfern sexueller Gewalt Kein Zugriff
- 1. Die Anzeigebereitschaft der Opfer Kein Zugriff
- 2. Das Verhalten der Strafverfolgungsbehörden Kein Zugriff
- 3. Die Rolle des Opfers im Gerichtsverfahren Kein Zugriff
- 1. „Wirkliche Vergewaltigungen“ Kein Zugriff
- 2. Vergewaltigungen werden nur von unkontrollierbaren Triebtätern verübt Kein Zugriff
- 3. Vergewaltigungen werden durch Frauen provoziert Kein Zugriff
- 4. Promiskuitive Frauen werden durch sexuelle Gewalt nicht in gleichem Maße verletzt wie unerfahrene Frauen Kein Zugriff
- 5. Jede erwachsene Frau kann sich sexuellen Übergriffen erfolgreich widersetzen Kein Zugriff
- 6. Frauen wollen gewaltsam erobert werden Kein Zugriff
- 7. Viele Vergewaltigungsanzeigen sind vorgeschoben Kein Zugriff
- II. Die Funktion von Vergewaltigungsmythen Kein Zugriff
- III. Mögliche Auswirkungen von Vergewaltigungsmythen auf die Strafverfolgung Kein Zugriff
- F. Männliche Opfer, weibliche Täter? Kein Zugriff
- G. Sexuelle Gewalt in gleichgeschlechtlichen Kontexten Kein Zugriff
- H. Fazit Kein Zugriff
- A. Das Konzept der Selbstbestimmung/Autonomie Kein Zugriff
- I. Grundlegend: Was bedeutet sexuelle Selbstbestimmung? Kein Zugriff
- II. Die positive und die negative Sexualfreiheit Kein Zugriff
- III. Kritik an der abwehrrechtlichen Ausprägung Kein Zugriff
- I. Die Bedeutung der Zustimmung Kein Zugriff
- II. Die Wirksamkeitsvoraussetzungen der Zustimmung Kein Zugriff
- III. Muss Zustimmung kommuniziert werden? Kein Zugriff
- IV. Kritik an der Zentralität der Zustimmung Kein Zugriff
- V. Sind unmoralische Sexualkontakte trotz wirksamer Zustimmung möglich? Kein Zugriff
- VI. Die subjektive Seite des Eingreifenden Kein Zugriff
- I. Radical Feminism Kein Zugriff
- II. Cultural Feminism und Relational Autonomy Kein Zugriff
- III. Soziale und sonstige Zwänge Kein Zugriff
- IV. Fazit zur Kritik Kein Zugriff
- E. Fazit zu den moralphilosophischen Erwägungen Kein Zugriff
- A. Strafrecht und Moral Kein Zugriff
- I. Die rechtliche Verankerung des sexuellen Selbstbestimmungsrechts Kein Zugriff
- II. Das sexuelle Selbstbestimmungsrecht als Abwehrrecht Kein Zugriff
- III. Sexuelle Selbstbestimmung und Eigenverantwortung Kein Zugriff
- IV. Fazit Kein Zugriff
- I. Eingriffe in das sexuelle Selbstbestimmungsrecht und die Grenze der Zustimmung Kein Zugriff
- II. Eingriffe durch sexuelle Handlungen Kein Zugriff
- 1. Sexuelle Handlungen mit Körperkontakt zwischen dem Opfer und einer anderen Person Kein Zugriff
- 2. Sexuelle Handlungen ohne Körperkontakt zu einer anderen Person Kein Zugriff
- IV. Erheblichkeit der sexuellen Handlung Kein Zugriff
- 1. Kritik an der Bedeutung der sexuellen Selbstbestimmung Kein Zugriff
- 2. Ist ein umfassender Schutz der sexuellen Selbstbestimmung bloßer Gefühlsschutz? Kein Zugriff
- 3. Die vermeintliche „Entzauberung“ der Sexualität und das Eindringen des Staates in die Intimsphäre Kein Zugriff
- 1. Psychische und physische Schäden beim Opfer Kein Zugriff
- 2. Autonomieverletzung und Instrumentalisierung Kein Zugriff
- 3. Die Bedeutung der sexuellen Selbstbestimmung für Individuen Kein Zugriff
- 4. Sexuelle Selbstbestimmung und das Geschlechterverhältnis Kein Zugriff
- III. Zwischenfazit Kein Zugriff
- E. Fazit Kein Zugriff
- a. Das Gewaltschutzgesetz Kein Zugriff
- b. Das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz Kein Zugriff
- c. Der deliktsrechtliche Schutz der sexuellen Selbstbestimmung Kein Zugriff
- 2. Gesellschaftliche Regulierung Kein Zugriff
- 3. Fazit Kein Zugriff
- 1. Die Rolle des Strafrechts im Verfassungsstaat und das Subsidiaritätsprinzip Kein Zugriff
- 2. Selbstschutzobliegenheiten der Rechtsgutsträger Kein Zugriff
- 3. Kritik an einer Berücksichtigung von Opferselbstschutzobliegenheiten Kein Zugriff
- 4. Zwischenfazit Kein Zugriff
- a. Widersprechen Selbstschutzobliegenheiten dem Konzept der sexuellen Selbstbestimmung? Kein Zugriff
- aa) Auslegung von § 177 Abs. 1 StGB a.F. Kein Zugriff
- bb) Minder schwerer Fall Kein Zugriff
- c. Fazit Kein Zugriff
- 1. Können (potentielle) Täter Eingriffe in das sexuelle Selbstbestimmungsrecht einer anderen Person erkennen und vermeiden? Kein Zugriff
- 2. Subjektive Verhaltensanforderungen: Vorsatz oder Fahrlässigkeit? Kein Zugriff
- a. Die Problematik der Straflosigkeit nicht nachvollziehbarer (unvernünftiger) Irrtümer Kein Zugriff
- b. Kritik an einer Fahrlässigkeitsstrafbarkeit für Eingriffe in die sexuelle Selbstbestimmung Kein Zugriff
- c. Leichtfertigkeit Kein Zugriff
- d. Rechtsvergleichende Erkenntnisse Kein Zugriff
- 4. Fazit Kein Zugriff
- IV. Zweckmäßigkeitserwägungen und Allgemeinwohlbelange Kein Zugriff
- B. Fazit Kein Zugriff
- a. Gewalt gegen das Opfer Kein Zugriff
- b. Gewalt gegen Dritte und Gewalt gegen Sachen Kein Zugriff
- aa) Angebote Kein Zugriff
- bb) Drohungen Kein Zugriff
- cc) Kritik Kein Zugriff
- dd) Zwischenergebnis Kein Zugriff
- b. Gibt es wichtige Gründe, die einer Strafbarkeit nicht-einvernehmlicher Handlungen aufgrund von Drohungen mit rechtswidrigem Verhalten entgegenstehen? Kein Zugriff
- 3. Das Ausnutzen von äußeren Zwängen bzw. Zwangslagen (exploitation) Kein Zugriff
- a. Hierarchiebeziehungen, die zu einer Unwirksamkeit der Zustimmung zu sexuellen Handlungen führen können Kein Zugriff
- b. Gibt es wichtige Gründe, die einer Strafbarkeit von Sexualkontakten in ausgeprägten Hierarchiebeziehungen entgegenstehen? Kein Zugriff
- a. Das „Klima der Gewalt“ Kein Zugriff
- b. Ausnutzen einer schutzlosen Lage/Ausnutzen von Gewalt, die durch Dritte gegenüber dem Opfer verübt wurde Kein Zugriff
- c. Gibt es wichtige Gründe, die einer Strafbarkeit von nicht-einvernehmlichen Sexualkontakten in entsprechenden Situationen entgegenstehen? Kein Zugriff
- a. Die Nicht-Einvernehmlichkeit sexueller Handlungen gegen den kommunizierten entgegenstehenden Willen einer anderen Person Kein Zugriff
- b. Gibt es wichtige Gründe, die einer Strafbarkeit von Sexualkontakten gegen den kommunizierten entgegenstehenden Willen einer anderen Person entgegenstehen? Kein Zugriff
- a. Die Nicht-Einvernehmlichkeit sexueller Handlungen, zu denen keine wirksame Zustimmung kommuniziert wurde Kein Zugriff
- aa) Das „Ja heißt Ja“-Modell Kein Zugriff
- bb) Das „Nein heißt Nein“-Modell Kein Zugriff
- c. Fazit Kein Zugriff
- a. Die Nicht-Einvernehmlichkeit von Sexualkontakten, bei denen der Täter die Bedingungen des Opfers nicht einhält oder die Modalitäten der sexuellen Handlung gegen den Willen des Opfers verändert Kein Zugriff
- b. Gibt es wichtige Gründe, die einer Strafbarkeit entsprechender nicht-einvernehmlicher Sexualkontakte entgegenstehen? Kein Zugriff
- c. Fazit Kein Zugriff
- a. Die Nicht-Einvernehmlichkeit sexueller Handlungen mit schlafenden bzw. bewusstlosen Personen Kein Zugriff
- b. Gibt es wichtige Gründe, die einer Strafbarkeit nicht-einvernehmlicher Sexualkontakte mit schlafenden bzw. bewusstlosen Personen entgegenstehen? Kein Zugriff
- aa) Körperliche Behinderungen Kein Zugriff
- bb) Geistige Behinderungen oder Demenz Kein Zugriff
- b. Gibt es wichtige Gründe, die einer Strafbarkeit nicht-einvernehmlicher Sexualkontakte mit behinderten Personen entgegenstehen? Kein Zugriff
- c. Fazit Kein Zugriff
- a. Die Nicht-Einvernehmlichkeit von sexuellen Handlungen mit berauschten Personen Kein Zugriff
- b. Gibt es wichtige Gründe, die einer Strafbarkeit nicht-einvernehmlicher Sexualkontakte mit berauschten Personen entgegenstehen? Kein Zugriff
- c. Fazit Kein Zugriff
- a. Die Nicht-Einvernehmlichkeit überraschender bzw. überrumpelnder Sexualkontakte Kein Zugriff
- b. Gibt es wichtige Gründe, die einer Strafbarkeit nicht-einvernehmlicher überraschender bzw. überrumpelnder sexueller Handlungen entgegenstehen? Kein Zugriff
- a. Dealbreaker/notwendige Bedingungen für die sexuelle Handlung Kein Zugriff
- b. Ist eine Differenzierung nach Art des Irrtums oder der Täuschung geboten? Kein Zugriff
- a. Bagatellgrenze und sozialadäquates Verhalten Kein Zugriff
- b. Aufklärungspflichten und Kommunikationsobliegenheiten Kein Zugriff
- c. Doppelte Strafbarkeit und diskriminierende Dealbreaker Kein Zugriff
- d. Fantasie und Sexualität Kein Zugriff
- e. Beweisschwierigkeiten Kein Zugriff
- 3. Fazit Kein Zugriff
- B. Fazit zu den Fallgruppen Kein Zugriff
- I. Ein Überblick über die Geschichte des Vergewaltigungstatbestands Kein Zugriff
- II. Die Rechtslage vor der Reform Kein Zugriff
- III. Die Schutzlücken des alten Rechts Kein Zugriff
- IV. Die Istanbul-Konvention Kein Zugriff
- V. Die Reformdiskussion Kein Zugriff
- VI. Das Ergebnis der Reform Kein Zugriff
- 1. Der erkennbar entgegenstehende Wille des Opfers Kein Zugriff
- 2. Veränderung der Tatmodalitäten bzw. Verstöße gegen Bedingungen des Opfers Kein Zugriff
- 3. Erschlichene Sexualkontakte Kein Zugriff
- a. Schlaf und Bewusstlosigkeit Kein Zugriff
- b. Alkoholisierung und andere Rauschzustände Kein Zugriff
- c. Behinderungen Kein Zugriff
- 2. § 177 Abs. 2 Nr. 2 StGB – Erhebliche Einschränkung der Willensbildungs- oder Willensäußerungsfähigkeit Kein Zugriff
- 3. § 177 Abs. 2 Nr. 3 StGB – Ausnutzen eines Überraschungsmoments Kein Zugriff
- 4. § 177 Abs. 2 Nr. 4 StGB n.F. – Ausnutzen nötigungsähnlicher Zwangslagen Kein Zugriff
- 5. § 177 Abs. 2 Nr. 5 StGB n.F. – Drohung mit einem empfindlichen Übel Kein Zugriff
- 1. Qualifikation des § 177 Abs. 4 StGB n.F. Kein Zugriff
- a. § 177 Abs. 5 Nr. 1 StGB n.F. – Gewalt Kein Zugriff
- b. § 177 Abs. 5 Nr. 2 StGB n.F. – Drohung mit gegenwärtiger Gefahr für Leib oder Leben Kein Zugriff
- c. § 177 Abs. 5 Nr. 3 StGB n.F. – Ausnutzen einer schutzlosen Lage Kein Zugriff
- 3. § 177 Abs. 6 StGB n.F. – Besonders schwere Fälle Kein Zugriff
- 4. Qualifikationen gem. § 177 Abs. 7 und Abs. 8 StGB n.F. Kein Zugriff
- IV. § 177 Abs. 9 StGB n.F. – Minder schwere Fälle Kein Zugriff
- V. Fazit zu § 177 StGB n.F. Kein Zugriff
- A. Fazit Kein Zugriff
- B. Ausblick: Kriminologische Entwicklungen nach der Reform des § 177 StGB durch das 50. StrÄndG Kein Zugriff
- Literaturverzeichnis Kein Zugriff Seiten 487 - 518





