Elend und Emanzipation
Über die Politisierung des Leidens- Autor:innen:
- Reihe:
- Gegenwartsfragen
- Verlag:
- 2024
Zusammenfassung
Seit der Aufklärung werden Erfahrungen des Leidens nicht mehr als gottgewollt und unabänderlich betrachtet. Das mit Ungleichheit, Armut oder Gewalt verbundene Leid gilt von nun an als überwindbar. Die Befreiung aus dem Elend wird zu einem emanzipatorischen politischen Projekt. Gleichzeitig hat die Politisierung des Leidens, die konstitutiv für die Moderne ist, aber auch eine Schattenseite: Weil die Position des Opfers mediale Aufmerksamkeit und verbürgte Authentizität verspricht, wird sie politisch instrumentalisierbar. Affektiv aufgeladene Opfernarrative, die sich mitunter an Feindbildern abarbeiten, dienen nicht nur sozialen, sondern auch autoritären Bewegungen als Begründung für ihr politisches Handeln. Daniel Burghardt ordnet aktuelle Debatten um soziale Ungleichheit und einen neuen Autoritarismus historisch wie theoretisch ein und schärft den kritischen Blick auf Leidenserfahrungen des (spät-)modernen Menschen.
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Bibliographische Angaben
- Copyrightjahr
- 2024
- ISBN-Print
- 978-3-8379-3300-0
- ISBN-Online
- 978-3-8379-6254-3
- Verlag
- Psychosozial-Verlag, Gießen
- Reihe
- Gegenwartsfragen
- Sprache
- Deutsch
- Seiten
- 148
- Produkttyp
- Monographie
Inhaltsverzeichnis
- Titelei/Inhaltsverzeichnis Kein Zugriff Seiten 1 - 6
- Die Permanenz des Leids Kein Zugriff Seiten 7 - 16
- 1 Elend und Erkenntnis Kein Zugriff Seiten 17 - 34
- 2 Die Verelendung der Armen Kein Zugriff Seiten 35 - 56
- 3 Das Elend im Unbewussten Kein Zugriff Seiten 57 - 80
- 4 Das Elend der Herkunft Kein Zugriff Seiten 81 - 104
- 5 Das Elend der Anderen Kein Zugriff Seiten 105 - 124
- Der 7. Oktober 2023 und die Versuche der Kontextualisierung des Leids Kein Zugriff Seiten 125 - 138
- Literatur Kein Zugriff Seiten 139 - 148





