Orakel, Träume, Transzendenz
Traditionelle mexikanische Medizin im Dialog mit westlicher Psychotherapie- Autor:innen:
- Reihe:
- Forschung Psychosozial
- Verlag:
- 2015
Zusammenfassung
In den letzten Jahren ist das Bewusstsein dafür gewachsen, dass westliche Psychotherapie nur für eine Minderheit der Weltbevölkerung bei psychischen Erkrankungen die »Methode der Wahl« darstellt. Parallel dazu gewinnen integrative Theorie- und Methodenkonzepte in der Psychotherapie immer mehr an Bedeutung. Vor diesem Hintergrund wächst das Interesse an nicht-westlichen Behandlungsansätzen. Das zentrale Anliegen des vorliegenden, auf mehrjähriger Feldforschung basierenden Buches ist es, die traditionelle mexikanische Medizin der Gegenwart in ihrer Bedeutung als komplexes ethnopsychotherapeutisches Behandlungsangebot kenntlich zu machen.
Nach einem Abriss zur Geschichte der traditionellen mexikanischen Medizin gibt die Autorin einen differenzierten Einblick in die impliziten Theorien der Heiler zu psychischer Krankheit und Gesundheit und erläutert die wichtigsten Krankheitskonzepte sowie Methoden der Diagnose und Therapie. Anschließend werden Gemeinsamkeiten und Unterschiede der traditionell-mexikanischen und westlichen Therapiesysteme in ihrem Bezug zum jeweiligen kulturellen Kontext thematisiert. Das Buch schließt mit Überlegungen zur Praxisrelevanz. Zahlreiche Originalzitate, Fallvignetten und Beobachtungen aus dem Praxisalltag ermöglichen einen anschaulichen Einblick in die fremde Therapiekultur.
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Bibliographische Angaben
- Copyrightjahr
- 2015
- ISBN-Print
- 978-3-8379-2469-5
- ISBN-Online
- 978-3-8379-6942-9
- Verlag
- Psychosozial-Verlag, Gießen
- Reihe
- Forschung Psychosozial
- Sprache
- Deutsch
- Seiten
- 369
- Produkttyp
- Monographie
Inhaltsverzeichnis
- Titelei/Inhaltsverzeichnis Kein Zugriff Seiten 1 - 14
- Vorwort von Renaud van Quekelberghe Kein Zugriff Seiten 15 - 16
- Danksagung Kein Zugriff Seiten 17 - 18
- Vorbemerkungen Kein Zugriff Seiten 19 - 20
- Vorwort Kein Zugriff Seiten 21 - 24
- 1 Die Krise der »entzauberten« Medizin und Psychotherapie Kein Zugriff Seiten 25 - 30
- 2.1 Was ist traditionelle mexikanische Medizin (TMM)? Kein Zugriff
- 2.2 Die Grundzüge der präspanischen indianischen Medizin Kein Zugriff
- 2.3 Geist/Emotion/Trieb – das »Drei-Instanzen-Modell« des Psychischen in der präspanischen Medizin Kein Zugriff
- 2.4 Die Folgen der Kolonialisierung für die indigene Medizin unter Berücksichtigung psychotherapeutischer Aspekte Kein Zugriff
- 2.5 Rezeption der TMM unter dem Einfluss des biomedizinischen Paradigmas Kein Zugriff
- 2.6 Die aktuelle gesellschaftliche Position der TMM Kein Zugriff
- 3.1 Die Forschungsmethoden Kein Zugriff
- 3.2 Über die Region Oaxaca Kein Zugriff
- 3.3 Die Lebensbedingungen der Heiler und ihrer Klienten Kein Zugriff
- 3.4 Die Heilerinnen und Heiler Kein Zugriff
- 3.5 Die Erschütterung des eigenen Selbstverständnissesdurch die Begegnung mit der fremden Kultur Kein Zugriff
- 4.1 Das allgemeine Verständnis von Krankheit und Gesundheit Kein Zugriff
- 4.2 Der Einfluss von Modernisierungsprozessen auf die Vorstellungen über Krankheit und Gesundheit innerhalb der TMM Kein Zugriff
- 4.3 Gibt es Verbindungen zwischen der Kategorie des Geistig-Spirituellen der TMM und den Konzepten der westlichen Psychologie und Psychotherapie? Kein Zugriff
- 4.4 Die Universalität der psychopathologischen Phänomene Kein Zugriff
- 4.5 Der kausale Charakter der Krankheitskonzepte Kein Zugriff
- 5.1 Erkrankung durch Erschrecken (el susto) Kein Zugriff
- 5.2.1 Erkrankung durch aggressive Gefühle und Neidgefühle anderer (agresión und envidia) Kein Zugriff
- 5.2.2 Erkrankung durch den »bösen Blick« oder neidvolle Bewunderung anderer (mal de ojo) Kein Zugriff
- 5.2.3 Erkrankung durch den Kontakt mit »frei flottierender negativer Energie« (mal aire) Kein Zugriff
- 5.2.4 Vergleichende Überlegungen zu den Unterschieden in der Konzeptualisierung der sozialen Umwelt als Krankheitsursache zwischen der TMM und der westlichen Psychotherapie Kein Zugriff
- 5.2.5 Erkrankung durch Hexerei (brujería) Kein Zugriff
- 5.3 Erkrankung durch starke eigene Gefühle(sentimientos fuertes) Kein Zugriff
- 6.1 Das Verständnis seelischer Gesundheit im Vergleich der beiden Therapiekulturen Kein Zugriff
- 6.2 Spirituell-religiöse Transzendenz als salutogenetische Ressource und der Risikofaktor falta de fé Kein Zugriff
- 6.3 Prävention als ein bedeutendes Anwendungsgebiet der TMM Kein Zugriff
- 7.1 Der sakrale Charakter und die Einheit des klinischen und außerklinischen Behandlungsauftrages Kein Zugriff
- 7.2 Die sinnlich-performative Dimension von Therapie Kein Zugriff
- 7.3 Zustände veränderten Wachbewusstseins –wichtigster Katalysator für therapeutische Veränderung Kein Zugriff
- 7.4 Allgemeine und differenzielle Indikation von Behandlungen Kein Zugriff
- 8.1 Beobachtung und empathische Wahrnehmung Kein Zugriff
- 8.2 Die diagnostische Bedeutung von Träumen Kein Zugriff
- 8.3.1 Diagnostik durch Wahrnehmungen und Visionen im Zustand leicht veränderten Wachbewusstseins Kein Zugriff
- 8.3.2 Diagnostik in Ritualen mit induzierter Trance (consulta especial) Kein Zugriff
- 8.3.3 Diagnostik durch ritualisierte Anwendung psychoaktiver Substanzen (preguntar los hongos) Kein Zugriff
- 8.4 Diagnostik durch Orakellesen Kein Zugriff
- 8.5 Vergleichende Betrachtungen zum psychodiagnostischen Repertoire der TMM und der westlichen Psychotherapie Kein Zugriff
- 9.1 Die therapeutischen Rituale im Überblick Kein Zugriff
- 9.2 Das Reinigungsritual (hacer una limpia) Kein Zugriff
- 9.3 Das Reintegrationsritual (curar el susto) Kein Zugriff
- 9.4 Opferrituale (hacer ofrendas) Kein Zugriff
- 9.5 Schutzrituale und Talismane Kein Zugriff
- 9.6 Behandlung mittels tiefgreifend veränderter Wachbewusstseinszustände im Pilzritual (ceremonia de hongos; velada) Kein Zugriff
- 9.7 Die therapeutische Nutzung von Träumen und Trancezuständen am Beispiel des Rituals der »spirituellen Operation« Kein Zugriff
- 9.8 Das mexikanische Schwitzhüttenritual (el temazcal) Kein Zugriff
- 9.9 Die verborgene Wirkung der Worte Kein Zugriff
- 9.10 Körperbezogene Behandlungsmaßnahmen bei psychischen Erkrankungen Kein Zugriff
- 10.1 Der Fall Ignacio – Behandlung einer Suchterkrankung Kein Zugriff
- 10.2 Der Fall Dolores – Kurzzeitbehandlung einer Depression mit psychogener Schmerzstörung Kein Zugriff
- 10.3 Der Fall Elvira – Behandlungsversuch einer Panikstörung Kein Zugriff
- 11.1 Die Anfänge der Forschung zum Curanderismus als Ethnopsychotherapie – Kievs Feldstudie Kein Zugriff
- 11.2 Methodische Herausforderungen bei der Erforschung der Wirksamkeit von Ethnotherapien Kein Zugriff
- 11.3 Die Wirksamkeit von Ethnotherapien und Ethnopsychotherapien – Studien und Ergebnisse Kein Zugriff
- 11.4 Wie erfolgreich behandelt die TMM psychische Erkrankungen? Kein Zugriff
- 11.5 Der Kurzzeitcharakter der Behandlungen der TMM als Kriterium von Effizienz Kein Zugriff
- 11.6 Vergleichende Überlegungen zu den therapeutischen Erfolgen der TMM und der westlichen Psychotherapie Kein Zugriff
- 12.1 Das subjektive Wirkfaktoren-Modell der Heiler Kein Zugriff
- 12.2.1 Die Erfahrung des Sakralen als kosmopsychosoziales Bindungserleben Kein Zugriff
- 12.2.2 Die sakrale Atmosphäre und der triadische Charakter der therapeutischen Beziehung Kein Zugriff
- 12.3 Einsicht als ethnopsychotherapeutisches Agens Kein Zugriff
- 12.4 Bifokalität und suggestive Wirkung Kein Zugriff
- 12.5 Die Generierung »heilender Introjekte« in Ritualen mit tiefen Zuständen veränderten Wachbewusstseins als therapeutisches Agens Kein Zugriff
- 12.6 Vergleichende Überlegungen zu den kulturspezifischen Varianten des »Regredierens im Dienst der Therapie« Kein Zugriff
- 13 Die TMM und die westliche Psychotherapie als zwei Varianten symbolischer Therapie im Vergleich Kein Zugriff Seiten 297 - 300
- 14.1 Die TMM als Ethnopsychotherapie Kein Zugriff
- 14.2 Die TMM als ein »lebendiges« Medizinsystemzwischen Kontinuität und Wandel Kein Zugriff
- 14.3 Entwicklungsaufgaben und Zukunftsperspektiven der TMM Kein Zugriff
- 15.1 Die Wiederentdeckung der »Ahnen« als ein Therapeutikum für die westliche Psychotherapie Kein Zugriff
- 15.2 Praktische Zugänge zu Spiritualität als Ressource im Kontext westlicher Psychotherapie Kein Zugriff
- 15.3 Kultursensible psychotherapeutische Krisen- und Entwicklungshilfe statt »Therapie-Export« am Beispiel der Traumatherapie Kein Zugriff
- 15.4.1 Inhalte und Konflikte der ersten Phase der klinischen Anwendung (70er und 80er Jahre) Kein Zugriff
- 15.4.2 Die Wiederaufnahme der klinischen Anwendungsforschung psychoaktiver Substanzen in der Gegenwart, erste Ergebnisse und Ausblick Kein Zugriff
- 5.5 Überlegungen zum Transfer therapeutischen Erfahrungswissens der TMM mit dem Ziel der Verbesserung von Erfolgsraten westlicher Psychotherapie bei ausgewählten psychischen Störungen am Beispiel der ... Kein Zugriff
- 15.6 Die bifokalen Stimulationstechniken der westlichen Psychotherapie als Wiederentdeckung eines Aspekts der »vergessenen« Ganzheitlichkeit von Therapie Kein Zugriff
- 15.7 Anregungen für ein erweitertes Verständnis von Prävention im Bereich seelischer Gesundheit aus dem Erfahrungswissen der TMM Kein Zugriff
- 16 Schlusswort Kein Zugriff Seiten 341 - 344
- 17 Literatur Kein Zugriff Seiten 345 - 354
- 18.1.1 Abbildungen Kein Zugriff
- 18.1.2 Tabellen Kein Zugriff
- 18.1.3 Exkurse Kein Zugriff
- 18.2 Die Methoden der einzelfallanalytisch orientierten Therapieerfolgsstudie Kein Zugriff





